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Arbeit und Umwelt – Selbstpflege Teil 4

Zu den größten Stressverursachern gehört die Arbeit und unser Umfeld. Einfache Tricks, lassen sich nicht nur in physischen, emotionalen und sozialen Momenten eingliedern: Sie können auch dafür sorgen, dass wir bei der Arbeit und in unserem Umfeld gelassener reagieren.

Mit diesem Blogbeitrag bilden wir das Schlusslicht unserer Selbstpflege-Serie. Wenn der Tag zu kurz ist, nimmt die Arbeit schnell überhand und lässt einen nicht mehr zur Ruhe kommen. Jeder Gedanke hält an einer neuen Aufgabe fest, während man gedanklich eine To-Do Liste für den nächsten Tag bildet. In diesem Teil möchten wir darüber sprechen, wie man Selbstpflege in den Alltag integrieren kann. Kleine Dinge mindern Stress und können bestimmte Arbeitsmethoden langfristig ins Positive wandeln.

Selbstpflege während der Arbeit

Die Selbstpflege während der Arbeit bedeutet nicht, sich die Nägel zu lackieren oder genüsslich ein Bier zu trinken. Mit der Selbstpflege bei der Arbeit sprechen wir von Methoden, die einem helfen können, die Produktivität zu steigern und die Zeit besser zu nutzen. Folgende Stichworte gehören für uns zu einem erfolgreichen Arbeitstag, der einen nicht auslaugt.

  1. Zeitmanagement
  2. Positive Arbeitsatmosphäre
  3. Pausenzeiten
  4. Resilienz
  5. Mehr lernen

Je länger man in einem Beruf tätig ist, desto eher wird die Arbeit zur Pflicht. Was möglicherweise einmal ein Wunschberuf war, wird schnell zu einem „Muss“. Falls dies der Fall ist, raten wir: Versuche Deinen Beruf wieder als Entfaltung zu sehen. Egal ob Du anderen Menschen hilfst, selbst etwas lernst oder dazu beiträgst ein Produkt herzustellen – Du bist eine helfende Hand. Alles in allem trägst Du einen Teil zu einem großen Projekt bei. Mache Dir das bewusst!Ein aufgeräumter Arbeitsplatz sorgt für Stressminimierung

Zeitmanagement

Von Zeit zu Zeit gibt es mal stressigere Situationen, mal entspannte Tage. Generell gilt an Tagen, an denen Du etwas mehr Puffer hast: Denke vorausschauend. Gibt es Dinge, bei denen man in Vorarbeit gehen kann? Erledige die wichtigste Aufgabe zuerst. Falls kleine, schnell erledigte Aufgaben eintrudeln, die ebenfalls einer dringenden Lösung bedarf, unbedingt zwischenschieben. Sobald diese Aufgabe gelöst ist, zurück zur eigentlichen wichtigen Aufgabe zurückkehren. Es gibt die unterschiedlichsten Arbeitsmethoden, die sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Ob kreativ oder strukturiert – versuche, die oben genannte Methode einmal anzuwenden und schau, ob du damit zurechtkommst.

Nutze einen Zeitplan anstatt einer To-Do Liste. Besonders im Büro ist diese Arbeitsmethode sehr hilfreich. Benötigst Du bei einigen Aufgaben Deine absolute Ruhe, so kannst Du von den Tageszeiten profitieren, an denen Du besonders konzentriert bist, oder sonst kaum Mitarbeiter im Büro sind.

Plane Meetings mit Dir selbst. Trage ein Zeitfenster in Deinen Kalender ein, in dem Du Dich nur einer Aufgabe zuwendest und von anderen nicht gestört werden möchtest. Sollte das immer noch nicht funktionieren, kannst Du die „Igel-Methode“ anwenden und alle geöffneten Programme schließen. Schirme Dich ab und wende Dich hoch konzentriert einer Aufgabe zu. Sollte man Dich zu diesem Zeitpunkt nicht per Mail erreichen, solltest Du wenigstens ans Telefon gehen. Finde heraus, was für Dich und Deine Arbeit am besten funktioniert.

Positive Arbeitsatmosphäre

Zu den äußerst wichtigen Punkten gehört die Arbeitsatmosphäre. Wenn der Arbeitsplatz bequem und ruhig eingerichtet ist, kann ein kompetentes und motivierendes Gefühl eintreten. Die Stressbelastung wird reduziert und Du wirst produktiver. Stelle sicher, dass der Stuhl bequem und gut angepasst ist. Das Sitzen in der Nähe eines Fensters, sorgt für natürliches Licht. Das ist besser als die fluoreszierende Beleuchtung in Büros.

Für ein besseres Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben, solltest Du vermeiden, Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Das bedeutet auch, nach Feierabend nicht weiter über die Arbeit nachzudenken. Das gehört zur Verminderung von Stress dazu.

Wenn Du daheim arbeitest, solltest Du Zeiten für berufliche Aufgaben planen und nicht zulassen, dass sie deine häuslichen Verpflichtungen stören, oder anders herum. Nach Feierabend ist es Dir ab sofort untersagt, die Mails zu checken, selbst wenn du technisch erreichbar wärst. Richte Dein Homeoffice dort ein, wo Du getrennt von anderen Bereichen bist.

Pausenzeiten

Regelmäßige Pausen sind wirklich wichtig. Plane Pausen für Deinen Tag und halte Sie auch ein. Falls Du einen Job hast, bei dem Du ständig stehst, setze Dich eine Weile hin und lege – wenn möglich – die Füße hoch. Vor allem bei warmen Sommertagen merkt man bei einem Stehberuf schnell, dass die Füße warm werden und anschwellen. Auf Dauer können Venen, Sehnen, Bänder und Muskeln unter dem Stehberuf leiden. Das Gehirn bekommt durch langes Stillstehen nicht mehr genug Sauerstoff, weil sich das Blut in den Beinen staut.

Kanne und Tasse Kaffee auf dem Tisch für eine Pause

Falls Du in Deinem Beruf viel sitzt, dann steh auf. Sich die Beine zu vertreten, kann für neue Ideen sorgen. Auch hier versackt das Blut leicht in den Beinen, denn unter dem Mangel an Bewegung, nutzen wir unsere Muskelpumpe kaum. Strecke Dich, nutze die kleine Zeitspanne, um mit Kollegen zu reden und trinke genug Wasser.

Resilienz

Die Resilienz ist die psychische Widerstandskraft und ein großes komplexes Thema. Die Resilienz kann man schulen und fördern; das bedeutet, das eigene Wohlbefinden zu steigern und sich selbst stabil gegen die Anforderungen des Lebens zu machen. Bewährte Methoden, um die Resilienz zu fördern, sind beispielsweise Meditationen, Ziele setzen und zu fokussieren oder auch einen realistischen Optimismus zu besitzen. Durch die Resilienz können wir Stress besser wahrnehmen, sodass wir uns bewusst werden, welche Situationen uns stressen. Damit lernen wir, mit den stressigen Situationen besser umzugehen. Langfristig kann das nicht nur einen positiven Effekt für das eigene Ich haben, sondern auch für das Unternehmen, in dem Du arbeitest.

Lernen

Niemand hat je ausgelernt. Um mehr Freunde an der Arbeit zu haben und Deine Stressbelastung zu reduzieren, solltest Du wissen, wann Du um Hilfe bitten solltest. Kollegen oder Freunde um Hilfe zu bitten, zeugt nicht von Schwäche – im Gegenteil. Selbstpflege bedeutet auch, immer etwas Neues dazu zu lernen. Habe keine Scheu, für Deine Fehler einzustehen oder um eine Gehaltserhöhung zu bitten. Ebenfalls wichtig: Suche ständig nach Gelegenheiten zur Beratung oder Weiterbildung.

Die Selbstpflege durch die Umwelt

Dass wir uns schnell über den deutschen Straßenverkehr aufregen, ist bekannt. Doch dass ein Gemütszustand wie dieser auch zu Stress führen kann, wird uns häufig erst im Nachhinein bewusst. Schlechte Laune staut sich an und muss irgendwo wieder freigegeben werden, aber eigentlich will man das doch gar nicht, oder?

Die Umwelt kann uns stark beeinflussen – sowohl positiv, als auch negativ. Dennoch können wir die Umwelt für unsere Selbstpflege nutzen. Folgende Punkte tragen unserer Meinung nach dazu bei:

  1. Sicherheit
  2. Wetter und Natur
  3. Gesundes Umfeld
  4. Stabilität
  5. Freunde

Sicherheit

Sicherheit bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Die generelle Sicherheit bedeutet, vor Gefahren geschützt zu sein. Dabei kann das Gefühl von Sicherheit sowohl sozial, als auch auf einer physischen Grenze basieren. Das Gefühl, vor Gefahren sicher zu sein, entfacht bei uns ein wohliges Gefühl. Wir müssen keine Angst davor haben, Fehler zu machen und um Hilfe zu bitten. Besonders im Kreis einer Diskussion sorgt die psychologische Sicherheit dafür, dass Menschen sich fähig und kompetent, und nicht entmutigt oder ängstlich fühlen. Das sorgt vor allem im Bereich der Arbeit für ein leistungsstarkes und effektives Team.

Im privaten Bereich assoziieren wir Sicherheit meist mit unserem eigenen Heim. Dort, wo wir wir selbst sein können, entfalten wir Ideen, erleben schöne Dinge und fühlen uns geboren. Meist vermitteln uns auch andere Personen ein Gefühl von Sicherheit. Finde heraus, was für Dich Sicherheit bedeutet, nehme sie intensiv und bewusst wahr und verinnerliche Dir immer wieder, dass sie keine Selbstverständlichkeit ist. Sei also dankbar dafür.

Wetter und Natur

Regenwetter wirkt sich häufig auf die Stimmung aus

Das Umfeld „Wetter“ kann unsere Stimmung nachweislich trüben oder bessern. Das beste Beispiel hierfür ist der Jahreszeitenwechsel. Im Winter ist unsere Stimmung durch das nasskalte Wetter eher getrübt und Lustlosigkeit macht sich breit. Während wir im Frühling bei den ersten Sonnenstrahlen direkt hinaus wollen, um einige Strahlen Vitamin D zu tanken.

Tageslicht ist eine der wichtigsten Komponenten, um zufrieden zu sein, denn das sogenannte Prohormon reguliert den Calcium- und Phosphatstoffwechsel unseres Körpers. Das ist wiederum essenziell für den Knochenaufbau und kann Osteoporose vorbeugen. Außerdem sorgt es für eine reibungslose Funktion aller Zellen und Organe.

Auch die Natur kann uns gute Laune bescheren. So kann das Zwitschern der Vögel vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Finde heraus, ob auch Du Dich für das Wetter oder die Natur begeistern kannst, und unternimm regelmäßig Ausflüge, um das intensiv wahrzunehmen. Denn die Dinge, die Du liebst, machen Dich für gewöhnlich auch glücklich und tragen damit bewusst zur Selbstpflege bei.

Gesundes Umfeld

Erstaunlicherweise hat die Selbstpflege durch die Umwelt mehr mit einem gesunden Umfeld gemein, als es auf den ersten Blick scheint. Die Gesundheit ist eines der am häufigsten gewünschten Dinge der Erwachsenen. Mit der Zeit und dem Alter, wird einem immer mehr bewusst, dass die Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist. So beeinflusst ein ernsthafter und lang anhaltender Krankheitsfall in unserem Umfeld auch uns selbst.

Ein grüner Ort wie die Natur, kann die Stimmung heben

Ein gesundes Umfeld ist mindestens genauso wichtig, wie die eigene Gesundheit. Die häufigsten Einflussfaktoren auf die Gesundheit sind Genetik, Verhalten, Umweltbedingungen, Gesundheitsversorgung und sozioökonomische Bedingungen.

Stabilität

Die Stabilität wirkt in allen Bereichen, die wir innerhalb der Selbstpflege angesprochen haben. Sie greift auf alle Themen über und nimmt eine Art Konstante in unserem Leben ein, die wir immer wieder versuchen zu erreichen oder zu halten. Meist erkennen wir unsere Stabilität, indem wir uns selbst bewusst werden, dass wir uns wohl in unserem Leben fühlen. Wenn wir lieben, was wir tun und wir im Einklang mit unseren Beziehungen, mit unserer Arbeit und mit unserem Körper sind.

Meist suchen wir nach Stabilität, wenn wir uns „aus der Balance“ fühlen. Dafür sorgen meist unerwartete (negative) Geschehnisse innerhalb unseres Berufslebens, unserem sozialen Netz, unseren materiellen Besitztümern, oder aufgrund von negativen Neuigkeiten aus dem Bereich der eigenen Gesundheit oder derer, die uns nahestehen.

Freunde und Familie

Freunde und Familie können Dich ebenfalls in Deiner Selbstpflege unterstützen. Menschen, die voll und ganz hinter Dir stehen und Dich in dem motivieren, was du wünschst zu erreichen, kann eine wahnsinnige Stütze sein. Zumal enge Beziehungen glücklich machen. Anerkennung, Wertschätzung und Aufmerksamkeit zu erhalten und selbst geben zu können, ruft positive Gefühle hervor.

Sollten Dir noch mehr Dinge einfallen, freuen wir uns von Dir zu hören. Hinterlasse gern einen Kommentar und sag uns, wie Du diesen letzten Beitrag zur Selbstpflege fandst. Wenn Du die anderen Selbstpflege-Teile lesen möchtest, kannst Du hier klicken:

Physische Selbstpflege – Selbstpflege Teil 1

Emotionale Selbstpflege – Selbstpflege Teil 2

Persönlichkeit und Soziales – Selbstpflege Teil 3

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Junge Menschen lachen in weißen T-Shirts.

 

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