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MODE | Tipps

Was tun mit Altkleidern: Recycling oder Verkauf?

Alternativen fürs Stopfen

Der Kleiderschrank platzt mal wieder aus allen Nähten, aber trotzdem weißt Du nicht, was Du anziehen sollst? Abgetragen, langweilig oder einfach nur hässlich – Ausmisten ist dann meist die Lösung auf das weit verbreitete Problem. Doch wohin mit der Kleidung? Spenden, verkaufen oder wegschmeißen? Wir verraten Dir, was Du tun kannst, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen.

 

Lerne Deinen Stil kennen

Mädchen im Bekleidungsgeschäft sucht nach passender Garderobe

Wenn sich in Deinem Kleiderschrank zu oft zu viele Sachen ansammeln, haben Dich die verkaufs-psychologischen Tricks im Einzelhandel fest im Griff. Immer wieder greifst Du nach Teilen, die nicht zu Dir passen? Lerne Dich selbst kennen, dann passiert das weniger oft. Lerne was Dir steht und perfekt zu Deinem Figurtyp passt. Wichtig: Fühle Dich wohl in deiner Kleidung! Ebenfalls wichtig: Kenne Deinen Kleiderschrank! Was Du schon hast, brauchst Du nicht nochmal.

 

Bitte nicht in den Müll!

Überquellende Müllcontainer und Altkleider-Container

Wenn Du beginnst auszumisten, schaue Dir die Kleidung genau an. Zu viele Sachen landen im Müll, die eigentlich noch sehr gut erhalten sind. Wenn Du dieses Kleidungsstück also nicht mehr sehen kannst, gibt es noch viele andere Möglichkeiten das verhasste Teil loszuwerden.

 

1.  Verschenken

Deine Freunde lieben Deinen Kleiderschrank? Hol beim Ausmisten jemanden dazu! Gemeinsame Aktionen schweißen zusammen und können viel Spaß machen. Vielleicht nehmen sie gerne eines Deiner Kleidungsstücke mit nach Hause. Du bist es los – sie/er hat ein neues Lieblingsshirt.

Freundinnen stehen am Zaun und präsentieren ihre Outfits

2.  Experimentieren

Bitte zünde Deine Kleidung nicht an! Mit Experimentieren meinen wir neue Kombinationsmöglichkeiten auszutesten. Eine langweilige weiße Bluse kannst Du unter einem kuscheligen Strick-Pullover tragen. Den Kragen der Bluse kannst Du über den Pullover-Kragen klappen. Das macht das Outfit seriös, aber nicht spießig. Sofort ist ein neues Büro-Outfit kreiert.

Aus der Mode gekommene Kleidungsstücke kannst Du umgestalten. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Aus einer Schlaghose kann dann schon mal eine coole Sommer-Short entstehen. Voraussetzung ist auch hier, dass Du Dich in der Kleidung noch wohl fühlen musst.

Styleupgrade - Aus langer alter Hose wird kurze elegante Short mit Glitzer

3.  Flicken

Oft werden Kleidungsstücke mit Löchern, Rissen oder einem Knopf weniger, schnell entsorgt. Warum? Weil ein Neukauf günstiger erscheint. Ökologisch ist das aber nicht. Prinzipiell solltest Du Deine Kleidung gut pflegen und so lange wie möglich tragen. Das altbewährte Stopfen (der Socke) hatte/hat also etwas Gutes. Bei Neuem gilt: Du brauchst es nicht wirklich, wenn es nicht notwendig ist.

Bunte Fäden und Nadel zum Kleidungsstück flicken

4.  Verkaufen oder Tauschen

Das Prinzip ist hier dasselbe wie oben. Damit Du aber nicht nur in Deinem persönlichen Umkreis tauschen, verschenken oder verkaufen musst, gibt es Online-Plattformen wie Kleiderkreisel. Unter allen Kleiderkreisel-Nutzern kannst Du hier Deine „Produkte“ einstellen und teilen. Findet sich ein Interessent für dein Kleidungsstück, nimmt er Kontakt auf. Eventuell findest Du bei dem Interessenten wiederum etwas für Deinem Geschmack. An einem vereinbarten Treffpunkt kann die Übergabe stattfinden. Falls Euch längere Wege trennen, verläuft der Verkauf über die Post. Der Vorteil bei Kleiderkreisel ist, dass Du den Geldbetrag behalten kannst.

Lieferant läuft durch die Straßen mit Paket und Kleidungsstück

Ähnliche Verkaufsseiten:

Falls Dir Offline lieber ist, kannst Du Deine Kleidung auch in einen Second-Hand-Laden in Deiner Nähe bringen. Hier erhält man für gewöhnlich eine Kommission. Das heißt, dass Du einen Anteil des Verkaufspreises bekommst, wenn das Kleidungsstück sich in einem bestimmten Zeitraum im Laden verkauft. Bitte beachte allerdings, dass das Kleidungsstück in beiden Fällen – sowohl online als auch für einen Second-Hand Laden – in einem guten Zustand sein muss. Je besser der Zustand, desto eher kauft es jemand.

Verkaufen/Spenden von Kleidungsstücke auf dem Flohmarkt

5.  Alt gegen Neu

Immer mehr Händler winken mittlerweile mit Rabatten auf den zukünftigen Einkauf, wenn Du alte Kleidung abgibst. Das wirkt auf den ersten Blick attraktiv, auf den zweiten Blick fordert es Dich wiederum zum Geld ausgeben auf. Damit füllst Du wiederum Deinen gerade geleerten Schrank – zielführend ist das also nicht. Besser ist es, bei einem Neukauf auf Qualität der Ware zu achten. Viele Marken wie TRIGEMA bieten langlebige Mode, bzw. sogenannte Slow Fashion an. Das heißt nicht nur zeitlos, über mehrere Jahrzehnte tragbar, sondern auch lange haltbar.

Viele Hosen mit hohem Preis

Mit den Worten von Modedesignerin Vivienne Westwood: „Kaufe weniger. Wähle besser. Qualität statt Quantität. Jeder kauft zu viel Kleidung.“

6.  Wenn alles nichts hilft – Spenden

Ein umstrittenes Thema sind die Altkleider-Container. Oft landet die Kleidung nicht dort, wo wir es erwarten, sondern in Second-Hand Läden oder in Afrika auf den Märkten. Die Textilindustrie in Afrika ist dadurch zu Grunde gegangen, da Sie dem Konkurrenzdruck aus Europa nicht standhalten konnte. In Afrika kommen Kleidungsstücke, die nicht mehr tragbar sind, in einen Downcycling-Prozess und dienen als Dämm-Material für Autos oder als Putzlappen.

Kleidungsstück spenden oder verkaufen

Eine bessere Möglichkeit die Kleidung zu spenden ist ein direkter Besuch in sozialen Einrichtungen. Frag an, ob die Obdachloseneinrichtungen, Flüchtlingsheime oder Frauenhäuser in deiner Umgebung gut erhaltene Kleidung oder Bettwäsche gebrauchen können.

 

7.  Spenden per Post

Die letzte Möglichkeit bietet Dir Packmee.de. Durch diese Organisation werden viele soziale Projekte in Deutschland unterstützt (Care Deutschland, Stiftung RTL – wir helfen Kindern e. V. sowie das Hilfswerk der deutschen Lions). Dafür musst Du Deine Kleidung in ein Paket legen und Packmee.de zusenden. Wenn Dein Paket mindestens 5 kg wiegt, ist der Versand sogar kostenlos.

Person beim Einpacken eines Paketes

Mit diesen Tipps und Vorschlägen bist Du gewappnet für das nächste Ausmisten. Behalte aber immer im Hinterkopf: Das ökologischste Kleidungsstück ist das, das du nicht kaufst.

 

Kommentare (10)

  • Elke B.
    am 26. Mai 2019 um 19:23 Uhr

    Ein wirklich erstaunlicher Satz: Das ökologischste Kleidungsstück ist das, das du nicht kaufst.
    Und wenn, dann schaue ich zuerst hier.

    • Arabella Valignano
      am 27. Mai 2019 um 12:07 Uhr

      Hallo!
      Es freut uns wirklich sehr das zu hören! Das motiviert uns jeden Tag von neuem. So wissen wir, dass wir in einer Zeit – in der viele billig im Ausland herstellen – alles richtig machen.
      Liebe Grüße, Ihr TRIGEMA Online Team 🙂

  • Andre Lapschies
    am 25. Mai 2019 um 20:06 Uhr

    Selbst bin ich noch kein Kunde von Trigema- ich werde es aber sicher werden.
    Der Mode-wahnsinn immer was neues: war noch nie meins. Aber gut, das selbst Hersteller wie Ihr eher auf anderes wert legt, als nur schnelles Geld,sondern auch die Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert hat.

    Im Moment brauch ich ja nichts: meine Klamotten werden getragen, bis sie zerschlissen sind: und dann dienen sie noch im Keller als Arbeitskleidung., bis auch das dann nicht mehr möglich ist. Wenn ich dann Ersatzt brauche: Gerne Hier.

    • Arabella Valignano
      am 27. Mai 2019 um 12:03 Uhr

      Hallo Herr Lapschies,
      das freut uns natürlich sehr, wenn wir Sie als Kunden gewinnen! Sie haben das genau richtig verstanden – Uns liegt die Umwelt am Herzen und arbeiten mit vollster Überzeugung GEGEN den Massenwahn und gegen die Billig-Herstellung aus dem Ausland; zumal von führenden Luxusmarken oft dieselbe Herstellungspraxis vollzogen wird. Auch dazu werden wir bald einen Beitrag veröffentlichen. Seien Sie gespannt! Vielen Dank für Ihre Zustimmung und Motivation.
      Liebe Grüße, Ihr TRIGEMA Online Team 🙂

  • Martin Schoch
    am 20. März 2019 um 12:08 Uhr

    Erstaunlich und viel zu selten!

    Ein Bekleidungshersteller verweist auf „Kleiderkreisel“ und das Stopfen kleiner Schäden?
    Ich finde es großartig wenn Unternehmen nicht ausschließlich den schnellen Gewinn im Auge haben und Nachhaltigkeit Einzug in das Bewusstsein aller Gesellschaftsbereiche hält. Am Ende stehen solche Firmen glaubwürdiger da. Wir Verbraucher wollen Alternativen zu Unternehmen die den Planeten rücksichtslos zerstören.
    Danke für Ihre Vorreiterrolle, sie steht Ihnen gut.

    Mit freundlichen Grüßen
    M. Schoch

    • Arabella Valignano
      am 20. März 2019 um 14:22 Uhr

      Hallo Herr Schoch,

      vielen lieben Dank, für die lobenden Worte! Es freut uns wirklich sehr, wenn unsere Beiträge guten Anklang finden. Bei so viel Lob macht die Arbeit noch mehr Spaß!

      Liebe Grüße,
      Ihr TRIGEMA Team 🙂

  • Susanne Seiz
    am 5. März 2019 um 08:48 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    dieser Bericht ist sehr informativ und hilfreich. Ich selbst bringe Kleider zum Teil zu sozialen Einrichtungen, werde aber für die Zukunft die Einrichtung packmee.de zusätzlich nutzen. Solche nützlichen Informationen gibt man doch gerne an Familie, Freunde und Kollegen weiter.
    Danke
    Mit freundlichen Grüßen
    S. Seiz

    • Arabella Valignano
      am 5. März 2019 um 08:58 Uhr

      Hallo Frau Seiz,
      es freut uns, wenn wir immer wieder mit wertvollen Tipps helfen können. Vielen Dank für Ihr Lob!
      Liebe Grüße,
      Ihr TRIGEMA Online Team

  • Marita Seifart
    am 2. März 2019 um 09:16 Uhr

    Danke für diese umfangreiche Info. Habe mir darüber bisher wenig Gedanken gemacht,
    Werde es jetzt aber ändern und auf jeden Fall eine bessere Lösung für das Aussortierte finden.
    Nochmals danke, Marita Seifart

    • Arabella Valignano
      am 5. März 2019 um 09:00 Uhr

      Hallo Frau Seifart,
      wir helfen gerne wo wir können mit wertvollen Tipps und Tricks. Vielen Dank für Ihr Lob, das freut uns sehr!
      Liebe Grüße,
      Ihr TRIGEMA Online Team

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