{"id":10131,"date":"2023-02-28T10:00:39","date_gmt":"2023-02-28T09:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/?p=10131"},"modified":"2023-02-28T13:09:52","modified_gmt":"2023-02-28T12:09:52","slug":"pruefverfahren-mikroplastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/pruefverfahren-mikroplastik\/","title":{"rendered":"DIN Spec 4872: Pr\u00fcfung zur Freisetzung von Mikroplastik"},"content":{"rendered":"<span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">3<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><p>Einblicke in die Textilproduktion geben wir bei TRIGEMA schon seit vielen Jahren. Die Designs und Entwicklung unserer Produkte sind dagegen gut geh\u00fctete Geheimnisse. Ein Bestandteil der Produktentwicklung ist die <strong>Wahl der richtigen Stoffqualit\u00e4t<\/strong>, um den Anforderungen in verschiedenen Bereichen gerecht zu werden. Im Sportbereich ben\u00f6tigen wir Funktionsstoffe, die Atmungsaktivit\u00e4t versprechen. Das Image von synthetischen Fasern ist jedoch stark negativ behaftet. Warum? Grund daf\u00fcr ist, dass viele Studien belegen, dass sich <strong>beim Waschen von Textilien, Fasern in der Gr\u00f6\u00dfe von Mikroplastik l\u00f6sen<\/strong> und in das Abwasser gelangen. Diese kleinen, f\u00fcr das Auge kaum sichtbaren Fasern, k\u00f6nnen von Kl\u00e4ranlagen nur unzureichend zur\u00fcckgehalten werden. Synthetische Fasern wie zum Beispiel Polyester, werden schlecht biologisch abgebaut, daher stellen sie mit ihrer hohen Langlebigkeit ein gro\u00dfes Risiko f\u00fcr die Umwelt dar.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Herstellung von Textilien, den Gebrauch und durch das Waschen l\u00f6sen sich diese kleinen Fasern. Durch nicht nachgeschaltete Filtration gelangen j\u00e4hrlich bis zu 500.000 Tonnen Mikroplastikfasern in die Natur. Welche <strong>Faktoren f\u00fcr die Freisetzung der Fasern sorgen<\/strong>, ist bislang noch unzureichend erforscht. Mikroplastik ist inzwischen eines der dr\u00e4ngendsten Probleme in unserer Branche, da es sich nachweislich negativ auf unsere Umwelt auswirkt. Da wir unter anderem auch Sportprodukte mit synthetischen Fasern herstellen, betrifft uns das Problem direkt. Dagegen wollen wir etwas tun.<\/p>\n<h1>Das Problem messbar machen<\/h1>\n<p>Seit vielen Jahren arbeitet TRIGEMA mit dem <strong>Hohenstein Institut<\/strong> zusammen. Es ist ein unparteiisches Unternehmen, die Pr\u00fcfungen, Zertifizierungen und Forschungen im textilen Bereich durchf\u00fchren. Zu Ihren Leitlinien geh\u00f6rt die <strong>Innovation f\u00fcr Mensch und Umwelt<\/strong>, was bedeutet, dass Produkte zuverl\u00e4ssiger und sicher auf den Markt kommen. Unter anderem orientieren wir uns an der Reihenmessung des Hohenstein Instituts, auf deren Gr\u00f6\u00dfenmessungen wir unsere Produkte herstellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-10238 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/ablauf-mikroplastikanalyse-min.jpg\" alt=\"Prozess und M\u00f6glichkeiten des Pr\u00fcfverfahrens um das Problem &quot;Mikroplastik&quot; je Produkt messbar zu machen. \" width=\"1250\" height=\"393\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/ablauf-mikroplastikanalyse-min.jpg 1250w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/ablauf-mikroplastikanalyse-min-660x208.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/ablauf-mikroplastikanalyse-min-960x302.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/ablauf-mikroplastikanalyse-min-480x151.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/ablauf-mikroplastikanalyse-min-768x241.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/ablauf-mikroplastikanalyse-min-24x8.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/ablauf-mikroplastikanalyse-min-48x15.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 1250px) 100vw, 1250px\" \/><\/p>\n<p>Wie stark unsere Produkte von der Faser-Freisetzung betroffen sind, mussten wir erst einmal analysieren, um uns der Gr\u00f6\u00dfe des Problems erst einmal bewusst zu werden. Gemeinsam mit dem Hohenstein Institut, Freudenberg, DBL ITEX und Paradies haben wir somit ein <strong>neues Pr\u00fcfverfahren geschaffen<\/strong>: DIN Spec 4872. Kurz und verst\u00e4ndlich ausgedr\u00fcckt: Dieses <strong>Verfahren pr\u00fcft die Umweltauswirkungen durch Faserfreisetzung<\/strong>. Das globale Umweltrisiko durch Mikroplastik, kann nun durch die Analyse einzelner Produkte klassifiziert werden. Das DIN Spec 4872 Verfahren, definiert neben der Menge der Fasern auch deren biologische Abbaubarkeit, sowie deren Auswirkungen auf die Umwelt.<\/p>\n<h1>Wie wird getestet?<\/h1>\n<p>Das Hohenstein Institut \u00fcberpr\u00fcft den Faserabrieb w\u00e4hrend des Waschens von eingereichten Textilien. Daf\u00fcr wird sowohl die Produktbezeichnung, als auch die genaue Materialzusammensetzung ben\u00f6tigt. Die Menge der Fasern, die beim Waschen freigesetzt wird, pr\u00fcft das Institut mittels sogenannter <strong>Dynamischer Bildanalyse<\/strong>. Durch dieses Pr\u00fcfverfahren werden bei Mischfaser-Artikel auch zwischen zellulosischen und nicht-zellulosischen Fasern mittels <strong>Schwefels\u00e4ureverfahren<\/strong> unterschieden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-10237 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/abwasser-mikroplastik-min.jpg\" alt=\"Testverfahren mittels DIA.\" width=\"1320\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/abwasser-mikroplastik-min.jpg 1320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/abwasser-mikroplastik-min-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/abwasser-mikroplastik-min-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/abwasser-mikroplastik-min-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/abwasser-mikroplastik-min-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/abwasser-mikroplastik-min-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/abwasser-mikroplastik-min-48x24.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 1320px) 100vw, 1320px\" \/><\/p>\n<p>\u00dcber einen Zeitraum von insgesamt 10 Wochen, wird unter anderem auch die <strong>biologische Abbaubarkeit der Fasern gepr\u00fcft<\/strong>. Die Auswirkungen auf die Umwelt spielt dabei eine wichtige Rolle. <strong>Wasserlinsen<\/strong> sind bei der Analyse von hoher Bedeutung, denn Sie k\u00f6nnen <strong>sichtbare Ergebnisse<\/strong> liefern. Die gr\u00fcne Farbe der Pflanze l\u00e4sst trotz Fasern in der Gr\u00f6\u00dfe von Mirkoplastik eine gesunde Entwicklung zu und beweist damit die <strong>\u00f6kotoxikologische Unbedenklichkeit<\/strong>.<\/p>\n<h1>Was passiert nach dem Ergebnis?<\/h1>\n<p>Wir ruhen uns nicht aus, sondern werden noch nachhaltiger! Denn im Grunde erm\u00f6glicht dieses Pr\u00fcfverfahren uns, unsere Produkte hinsichtlich der Faserfreisetzung zu vergleichen und unsere <strong>Textilien zu optimieren<\/strong>. Die Daten der Analyse dienen uns als ideale Basis f\u00fcr eine gezielte Produktentwicklung und eine <strong>nachhaltigere Optimierung<\/strong> des bestehenden Sortiments. Auf diese Weise kann es gelingen, die <strong>Umweltbelastung aktiv zu steuern<\/strong> und zuk\u00fcnftig vielleicht sogar g\u00e4nzlich <strong>zu vermeiden<\/strong>.<\/p>\n<p>Das Verfahren erm\u00f6glicht es uns, das <strong>negative Image<\/strong> der vielseitig einsetzbaren <strong>synthetischen Faser zu verbessern<\/strong>. Mikroplastik durch hochqualitative und innovative Stoffqualit\u00e4ten zu vermeiden ist eine Herausforderung, der wir uns stellen wollen. Durch die Bestimmung der Menge, biologischer Abbaubarkeit und Umweltauswirkungen, erhalten H\u00e4ndler und Produzenten einen individuellen und spezifischen Einblick in die Qualit\u00e4t des Endprodukts und k\u00f6nnen ihr Produkte optimieren. Dies wird f\u00fcr Kunden nicht sichtbar sein. Dennoch liefern wir damit einen weiteren Grund, auf nachhaltig produzierte und innovative Produkte von TRIGEMA zur\u00fcckzugreifen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">3<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span> Einblicke in die Textilproduktion geben wir bei TRIGEMA schon seit vielen Jahren. Die Designs und Entwicklung unserer Produkte sind dagegen gut geh\u00fctete Geheimnisse. Ein Bestandteil der Produktentwicklung ist die Wahl der richtigen Stoffqualit\u00e4t, um den Anforderungen in verschiedenen Bereichen gerecht zu werden. Im Sportbereich ben\u00f6tigen wir Funktionsstoffe, die Atmungsaktivit\u00e4t versprechen. 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