{"id":11192,"date":"2024-09-10T14:15:01","date_gmt":"2024-09-10T12:15:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/?p=11192"},"modified":"2024-08-02T12:03:49","modified_gmt":"2024-08-02T10:03:49","slug":"on-demand-fashion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/on-demand-fashion\/","title":{"rendered":"On-Demand Fashion: Produktionsmethode der Zukunft?"},"content":{"rendered":"<span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">6<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><p>Schon seit einigen Jahren ist die On-Demand Fashion immer wieder im Gespr\u00e4ch. Sie ist zwar noch nicht ganz ausgereift, aber steht zur Diskussion als eine <strong>Alternative zur \u00dcberproduktion<\/strong> von Fast Fashion. Was hinter der Fashion on-demand steckt und welche <strong>Vor- und Nachteile<\/strong> sich dadurch <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/lieferkettengesetz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">entlang der Lieferkette ergeben<\/a>, erf\u00e4hrst Du hier.<\/p>\n<p>Wir berichten regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Vorkommnisse in der Textilbranche. So haben wir <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/slow-fashion-im-ewigen-trend\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Slow Fashion<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/real-time-fashion\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fast Fashion<\/a> bereits mehrmals thematisiert und auf die <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/skandal-der-textilindustrie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Risiken aufmerksam gemacht<\/a>. Was Trend wird oder ist, geben Stra\u00dfen und Laufstege vor. Die Fast Fashion Unternehmen produzieren dann \u00e4hnliche Artikel auf Masse und macht sie dank niedriger Preise erschwinglich.<\/p>\n<h1>Ablauf in Produktionsst\u00e4tten<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-11256 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/ueberproduktion-fashion-min.jpg\" alt=\"\u00dcberproduktion in der Modeindustrie ist ganz normal, schadet aber der Umwelt.\" width=\"1320\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/ueberproduktion-fashion-min.jpg 1320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/ueberproduktion-fashion-min-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/ueberproduktion-fashion-min-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/ueberproduktion-fashion-min-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/ueberproduktion-fashion-min-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/ueberproduktion-fashion-min-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/ueberproduktion-fashion-min-48x24.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 1320px) 100vw, 1320px\" \/><\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung dabei ist, <strong>eine St\u00fcckzahl<\/strong> f\u00fcr die jeweiligen Artikel <strong><em>vor<\/em> der Produktion anzugeben<\/strong>. Sie darf nicht zu hoch sein, denn der Artikel k\u00f6nnte zu einem Laden- oder Lagerh\u00fcter werden. Zu niedrig bedeutet im schlimmsten Fall, dass die Produktion wiederholt gestartet werden muss. Das wiederum zieht eine Produktionsumstellung, l\u00e4ngere Lieferzeiten und damit verbundene Kosten nach sich.<\/p>\n<h1>Das gr\u00f6\u00dfte Problem: Die \u00dcberproduktion<\/h1>\n<p>Oft liegen die <strong>St\u00fcckzahl-Prognosen falsch<\/strong>. Die \u00dcberproduktion ist das wohl gr\u00f6\u00dfte Problem in der Fashion Branche, denn sie bedeutet eine <strong>hohe Belastung f\u00fcr die Umwelt<\/strong>. Ressourcenverschwendung, hohe Ausst\u00f6\u00dfe von CO2 sowie der Aussto\u00df von Chemikalien bei <strong>Vernichtung der \u00fcberproduzierten Ware<\/strong> sind da nur ein Teil davon.<\/p>\n<h2>Studien belegen wie schlimm es ist<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-11257 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/co2-belastung-durch-modeindustrie-min.jpg\" alt=\"Belastung der Umwelt durch die Modeindustrie ist h\u00f6her als Flug- und Schifffahrt zusammen. \" width=\"1320\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/co2-belastung-durch-modeindustrie-min.jpg 1320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/co2-belastung-durch-modeindustrie-min-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/co2-belastung-durch-modeindustrie-min-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/co2-belastung-durch-modeindustrie-min-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/co2-belastung-durch-modeindustrie-min-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/co2-belastung-durch-modeindustrie-min-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/co2-belastung-durch-modeindustrie-min-48x24.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 1320px) 100vw, 1320px\" \/><\/p>\n<p>Besonders Greenpeace setzt sich intensiv mit den <strong><a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/skandal-der-textilindustrie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Folgen der Fast Fashion Industrie<\/a> <\/strong>auseinander. In einer Studie haben sie ermittelt, dass ein Viertel der fertigen Bekleidung unverkauft bleibt. Au\u00dferdem werden bei der Produktion entstehende <strong>Textilreste und -verschnitte nicht weiterverarbeitet<\/strong> oder gar recycelt. Um sich die Masse an vernichteter Textilien bildlich vorstellen zu k\u00f6nnen, symbolisiert Greenpeace es mit einer <strong>Lkw-Ladung pro Sekunde<\/strong>. Ungetragen und v\u00f6llig unversehrt.<\/p>\n<h1>Was ist On-Demand Fashion?<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-11260 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/designentwuerfe-min.jpg\" alt=\"Designs sind ausschlaggebend f\u00fcr die Nachfrage. \" width=\"440\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/designentwuerfe-min.jpg 440w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/designentwuerfe-min-320x480.jpg 320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/designentwuerfe-min-16x24.jpg 16w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/designentwuerfe-min-32x48.jpg 32w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/designentwuerfe-min-207x310.jpg 207w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p>\n<p>Ein Konzept verspricht, die <strong>\u00dcberproduktion zu vermeiden<\/strong>: On-Demand Fashion. Statt vor der Bestellung in Produktion zu gehen, soll die <strong>Bekleidung erst nach Bestellung hergestellt<\/strong> werden. Das vermeidet mutma\u00dfliche Sch\u00e4tzungen und kann dazu f\u00fchren, dass tats\u00e4chlich nur das hergestellt wird, was gefragt ist. F\u00fcr die gesamte Textilbranche kann das zu einer immensen Verbesserung der CO2-Bilanz f\u00fchren, was wiederum nachhaltiger gegen\u00fcber der Umwelt ist.<\/p>\n<h1>Wie funktioniert die On-Demand Fashion?<\/h1>\n<p>Alles beginnt mit einem Design, das mittlerweile durch den <strong>Einfluss von KI<\/strong> entwickelt wird. Sie ber\u00fccksichtigt <strong>Trends durch Bildmaterialien aus dem Internet<\/strong>. Kleinere Unternehmen arbeiten noch mit einem Designentwurf und einem Musterst\u00fcck, das zur Visualisierung und f\u00fcr eine Produktfotografie hergestellt wurde. Der Hersteller legt dann fest, <strong>wie viele Teile des Designs maximal produziert werden sollen<\/strong> &#8211; z. Bsp. maximal 100. Nun wird das Produkt f\u00fcr einen <strong>festgelegten Zeitraum im Online Shop verkauft<\/strong>, obwohl es <strong>physisch eigentlich gar nicht existiert<\/strong>. Sind die 100 St\u00fcck schon vor Ende des festgelegten Zeitraums bestellt, wird das Produkt vorzeitig aus dem Online Shop genommen. Alternativ steht das Produkt bis Ende des festgelegten Zeitraums zum Verkauf. <strong>Die am Ende tats\u00e4chlich bestellte St\u00fcckzahl wird dann produziert.<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-11258 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Prozessverlauf-min.jpg\" alt=\"Prozessverlauf von On-Demand Fashion\" width=\"1320\" height=\"538\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Prozessverlauf-min.jpg 1320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Prozessverlauf-min-660x269.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Prozessverlauf-min-960x391.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Prozessverlauf-min-480x196.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Prozessverlauf-min-768x313.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Prozessverlauf-min-24x10.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Prozessverlauf-min-48x20.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 1320px) 100vw, 1320px\" \/><\/p>\n<h2>Welche Vorteile ergeben sich durch On-Demand Fashion?<\/h2>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Pluspunkt ergibt sich durch die <strong>Bedarfsproduktion, die die \u00dcberproduktion vermeidet<\/strong>. Eine Vernichtung von ungetragener Bekleidung ist nicht mehr notwendig. Vielleicht w\u00fcrden wir so auf der gesamten Welt das Problem der <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/fashion-revolution\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verschmutzung durch Bekleidung<\/a> in den Griff bekommen.<\/p>\n<p>Ein zweiter Vorteil ist die <strong>Exklusivit\u00e4t<\/strong>, die ein Produkt dadurch erh\u00e4lt. Der emotionale Wert des Kunden zum Artikel wird gesteigert, indem er sich bewusst wird, dass dieser Artikel keine Massenware ist. <strong>Wenn die Qualit\u00e4t stimmt, kann das sogar zu einer l\u00e4ngeren Tragezeit f\u00fchren<\/strong>, die aktuell so gering wie nie ist. Meist werden Produkte n\u00e4mlich nach zwei Mal tragen wieder entsorgt.<\/p>\n<h1>Nachteile durch On-Demand Fashion<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-11259\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/warenlagerung-fashion-min.jpg\" alt=\"Warenlager in der Fast Fashion Branche. \" width=\"440\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/warenlagerung-fashion-min.jpg 440w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/warenlagerung-fashion-min-320x480.jpg 320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/warenlagerung-fashion-min-16x24.jpg 16w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/warenlagerung-fashion-min-32x48.jpg 32w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/warenlagerung-fashion-min-207x310.jpg 207w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p>\n<p>Wir sind es gewohnt, schnell unsere bestellte Ware in den H\u00e4nden halten zu k\u00f6nnen. Das wird mit Fashion on-demand nicht mehr m\u00f6glich sein. <strong>Von Bestellung bis zum Erhalt der Ware k\u00f6nnen Wochen oder sogar Monate vergehen<\/strong>. Damit der Kunde diese langen Lieferzeiten akzeptiert, ist es n\u00f6tig, wirklich exklusive, hoch qualitative und vor allem <strong>zeitlose Ware<\/strong> mit diesem Konzept anzubieten. Alternativ ist ein Trend schon wieder vorbei, noch bevor der Kunde die gew\u00fcnschte Ware erh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ein weiterer Nachteil ist das <strong>Risiko durch Retouren<\/strong>. Fashion on-demand garantiert nicht, dass der Artikel nicht retourniert wird. Auch so fallen wieder Artikel beim H\u00e4ndler an, die er entweder ins Lager legt &#8211; oder um Lagerkosten und -platz zu vermeiden &#8211; entsorgt. Theoretisch wird so zwar deutlich weniger vernichtet als im Falle einer \u00dcberproduktion, aber <strong>ohne Vernichtung geht es dann in der Praxis wohl doch nicht<\/strong>. Aber auch hier gibt es bereits L\u00f6sungsans\u00e4tze: Kunden auf einer Warteliste k\u00f6nnten durch potenziell retournierte Artikel mit passender Gr\u00f6\u00dfe zufriedengestellt werden. Aber auch das fordert wieder <strong>Zeit f\u00fcr eine Aufbereitung<\/strong> und einen erneuten Versand.<\/p>\n<h1>Hat das Zukunft? L\u00f6sungsans\u00e4tze &amp; Diskussionen<\/h1>\n<p>Die Diskussionen und L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr Fashion on-demand sind divers. Es ist ein Ansatz, der die Nachhaltigkeit durch Reduzierung der \u00dcberproduktion in den Fokus r\u00fccken kann. <strong>Reduzierte Lagerkosten<\/strong> und eine <strong>Steigerung der Effizienz<\/strong> in den Produktionshallen k\u00f6nnten dadurch realisiert werden. Allerdings fordert die schnelle Produktion nach Bestellungen gewisse <strong>technologische Anforderungen<\/strong>, um <strong>lange Lieferzeiten zu vermeiden<\/strong>. Gibt es dann in der Hektik noch ausreichend Zeit f\u00fcr <strong>Qualit\u00e4tskontrollen?<\/strong><\/p>\n<p>Ein weiterer Ansatz, um On-Demand Fashion attraktiver f\u00fcr Kunden zu gestalten, ist der Vorschlag einer <strong>Ma\u00dfanfertigung<\/strong>. Personalisierung eines Kleidungsst\u00fccks macht den <strong>Artikel <em>noch <\/em>exklusiver<\/strong>. Besonders f\u00fcr ma\u00dfgeschneiderte L\u00f6sungen sind Kunden gern bereit, etwas mehr auszugeben. So k\u00f6nnen auch kleinere Unternehmen den Fokus auf hochwertige Qualit\u00e4t legen. Die <strong>Wertsch\u00e4tzung f\u00fcr das Handwerk<\/strong> in der Textilbranche w\u00fcrde so wieder steigen. Zumal man auf ein ma\u00dfgeschneidertes Produkt eine l\u00e4ngere Lieferzeit gern in Kauf nimmt oder? Eine Retoure w\u00e4re in diesem Fall dann aber nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-11261 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/haute-couture-min.jpg\" alt=\"Bis in die 50er Jahre hinein, war die Ma\u00dfanfertigung in der Haute Couture ein Statussymbol. Der Beruf der Schneiderin war sehr gefragt. \" width=\"440\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/haute-couture-min.jpg 440w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/haute-couture-min-320x480.jpg 320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/haute-couture-min-16x24.jpg 16w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/haute-couture-min-32x48.jpg 32w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/haute-couture-min-207x310.jpg 207w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p>\n<h2>Alles kommt wieder &#8230;<\/h2>\n<p>Einigen mag das Konzept von <strong>personalisierter On-Demand Fashion durch die Ma\u00dfanfertigung<\/strong> nun ziemlich bekannt vorkommen. In den 30er Jahren haben Modeh\u00e4user bereits Kleider auf Ma\u00df geschneidert. Nur ein Haushalt der gehobenen Schicht konnte sich eines dieser sogenannten <strong>Haute Couture<\/strong> St\u00fccke leisten. In den sp\u00e4ten 30er Jahren haben die ersten Boutiquen in den Pariser Stra\u00dfengesch\u00e4ften dann preisg\u00fcnstigere und einfachere Modelle ohne Ma\u00dfanfertigung verkauft &#8211; die <strong>Pr\u00eat-\u00e0-porter<\/strong> &#8211; was so viel wie &#8222;bereit zum Tragen&#8220; bedeutet. Diese Modelle waren <strong>massentauglich und komfortabel<\/strong>. Das pr\u00e4gte vor allem die Jugendmode zur damaligen Zeit.<\/p>\n<p>Die <strong>Pariser Haute Couture<\/strong> hat sich lange vor dieser Art von Mode abgewandt, bis sie Ende der 50er Jahre einsah, dass die <strong>Pr\u00eat-\u00e0-porter viele Vorteile<\/strong> bot. Fertige Kleidung in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen ohne nachtr\u00e4gliche Anpassungen an die Proportionen des einzelnen Kunden <strong>sparte vor allem Zeit<\/strong>. So entstand die <strong>industrielle Massenfertigung auch im Luxussegment<\/strong>, die von einer <strong>enormen Umsatzsteigerung<\/strong> profitierte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-11262\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/massanfertigung-mit-qualitaet-min.jpg\" alt=\"Zur\u00fcck zu Ma\u00dfanfertigung f\u00fcr mehr Wertsch\u00e4tzung f\u00fcrs Handwerk? \" width=\"440\" height=\"660\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/massanfertigung-mit-qualitaet-min.jpg 440w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/massanfertigung-mit-qualitaet-min-320x480.jpg 320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/massanfertigung-mit-qualitaet-min-16x24.jpg 16w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/massanfertigung-mit-qualitaet-min-32x48.jpg 32w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/massanfertigung-mit-qualitaet-min-207x310.jpg 207w\" sizes=\"(max-width: 440px) 100vw, 440px\" \/><\/p>\n<h2>Fazit: Zur\u00fcck zum Ursprung f\u00fcr die Wertsch\u00e4tzung?<\/h2>\n<p>Wenn wir personalisierte <strong>On-Demand Fashion<\/strong> genauer betrachten, ist sie im Grunde sehr <strong>\u00e4hnlich zur Haute Couture<\/strong> der 30er Jahre. Damit das Konzept der On-Demand Fashion aber zu einem <strong>nachhaltigeren und ethisch vertretbarem Gesch\u00e4ftsmodell <\/strong>werden kann<strong>, muss auf Qualit\u00e4t geachtet <\/strong>werden. Leider setzen aktuell aber fast ausschlie\u00dflich die Ultra-Fast-Fashion Giganten auf dieses Konzept. Zu derselben Qualit\u00e4t und zu denselben Arbeitsbedingungen wie bei vorproduzierter Ware. <strong>Damit Fashion on-demand aber eine Alternative zur Wegwerfmode wird, muss die Qualit\u00e4t und Ethik <\/strong>im Produkt und innerhalb der Lieferkette <strong>deutlich besser sein! <\/strong>Zeitgleich muss die <strong>Wirtschaftlichkeit<\/strong> gegeben sein um Arbeitspl\u00e4tze weiterhin garantieren zu k\u00f6nnen. Ein Mittelweg w\u00e4re daher: Qualitativ hochwertig, in industrieller Serienproduktion, in begrenzter St\u00fcckzahl zu produzieren.<\/p>\n<h1>W\u00e4re Fashion on-demand bei TRIGEMA sinnvoll?<\/h1>\n<p>Eher nein. Wir haben unsere Produktion in einem Hochlohnland. Mitarbeiter sind teuer, wenn diese nicht ausgelastet oder dauerhaft besch\u00e4ftigt sind. Vor allem <strong>durch personalisierte oder ma\u00dfgeschneiderte On-Demand Fashion<\/strong> k\u00f6nnen wir diese <strong>Auslastung nicht mehr gew\u00e4hrleisten<\/strong>. Als mittelst\u00e4ndisches Unternehmen fertigen wir daher seit Jahren auf Lager.<\/p>\n<p>In einer <strong>bedarfsgedeckten Wirtschaft<\/strong> haben wir st\u00e4rkere und schw\u00e4chere Monate. Zu den starken Phasen des Jahres geh\u00f6rt unter anderem die Vorweihnachtszeit. Hier kommen wir durch eine <strong>hohe Nachfrage an die Grenzen unserer Produktionskapazit\u00e4ten<\/strong>. Dank der Einlagerung unserer Artikel in schw\u00e4cheren Monaten k\u00f6nnen wir in starken Monaten trotz gleichbleibender Arbeitsleistung von einem vollen Lager profitieren. Nur so k\u00f6nnen wir unsere Arbeitspl\u00e4tze langfristig garantieren. Eine Vernichtung von Ware steht bei uns aber nicht zur Debatte!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">6<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span> Schon seit einigen Jahren ist die On-Demand Fashion immer wieder im Gespr\u00e4ch. Sie ist zwar noch nicht ganz ausgereift, aber steht zur Diskussion als eine Alternative zur \u00dcberproduktion von Fast Fashion. Was hinter der Fashion on-demand steckt und welche Vor- und Nachteile sich dadurch entlang der Lieferkette ergeben, erf\u00e4hrst Du hier. Wir berichten regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":11255,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,3178,82],"tags":[3845],"yst_prominent_words":[593,1166,1163,377,448,568,354,1001,2735],"class_list":["post-11192","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-favoriten","category-mode","tag-on-demand-fashion"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11192"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11192"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11192\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11251,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11192\/revisions\/11251"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11255"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11192"},{"taxonomy":"yst_prominent_words","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/yst_prominent_words?post=11192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}