{"id":1638,"date":"2016-02-29T14:36:08","date_gmt":"2016-02-29T13:36:08","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.trigema.de\/?p=1638"},"modified":"2022-04-29T14:41:10","modified_gmt":"2022-04-29T12:41:10","slug":"gegen-diskriminierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/gegen-diskriminierung\/","title":{"rendered":"Internationaler Tag gegen Rassismus und Diskriminierung"},"content":{"rendered":"<span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">4<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><p>Aufgrund der Vorf\u00e4lle auf unserer Facebook-Seite, als sich manche Nutzer rassistisch und fremdenfeindlich zu einem von uns geposteten Bild \u00e4u\u00dferten, haben wir uns entschieden, einen Beitrag \u00fcber Diskriminierung und Rassismus zu schreiben. Zeitlich passt das perfekt zum \u201eInternationalen Tag gegen Rassismus und Diskriminierung\u201c, der j\u00e4hrlich am 21. M\u00e4rz stattfindet und auf gesellschaftliche Probleme, wie Diskriminierung, Benachteiligung, Verfolgung usw. aufmerksam machen soll.<\/p>\n<h2>Wie kam es zu diesem Tag?<\/h2>\n<p>Am 21. M\u00e4rz 1960 fanden sich in Sharpeville in S\u00fcd-Afrika rund 200.000 Menschen zusammen, um friedlich gegen das Apartheid-Gesetz zu demonstrieren. Unter Apartheid versteht man die gesellschaftliche Trennung von Schwarzen und Wei\u00dfen. Trotz der friedlichen Demonstration eskalierte die Situation und es kam zu den ersten Sch\u00fcssen durch die Polizei. 69 Menschen verloren an diesem Tag ihr Leben. Hunderte weitere Menschen wurden teils sehr schwer verletzt.<br \/>\nAls Reaktion darauf riefen die Vereinten Nationen sechs Jahre sp\u00e4ter den Gedenktag \u201eInternationalen Tag zur \u00dcberwindung von Rassendiskriminierung\u201c, heute eher bekannt als \u201eInternationaler Tag gegen Rassismus und Diskriminierung\u201c, aus.<\/p>\n<div id=\"attachment_1642\" style=\"width: 805px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1642\" class=\"wp-image-1642 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Valentinstag-komp.jpg\" alt=\"Unser Valentinstagsbild\" width=\"795\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Valentinstag-komp.jpg 795w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Valentinstag-komp-300x226.jpg 300w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Valentinstag-komp-768x580.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 795px) 100vw, 795px\" \/><p id=\"caption-attachment-1642\" class=\"wp-caption-text\">Unser Valentinstagsbild<\/p><\/div>\n<h3>Was hat TRIGEMA mit Rassismus zu tun?<\/h3>\n<p>Wie bereits oben erw\u00e4hnt wurden wir selbst mit Diskriminierung und Rassismus auf unserer Facebook-Seite konfrontiert. Zwei Mitarbeitende unterschiedlicher Hautfarben wurden f\u00fcr ein Valentinstagsfoto abgebildet, welches dann auch am 14. Februar auf unserer Seite erschien. In k\u00fcrzester Zeit erhielten wir von immer mehr Nutzern menschenfeindliche und rassistische Kommentare zu unserem Foto. Zun\u00e4chst blockierten wir geschockt diese Kommentare, aber wir wollten es nicht dabei belassen. In der heutigen Zeit kann man als etabliertes Unternehmen in Deutschland bei diesem Thema doch nicht einfach wegsehen und so tun, als w\u00e4re nichts passiert. Ein weiterer, ausschlaggebender Grund war nat\u00fcrlich auch unsere Betriebsfamilie. Wenn unsere Mitarbeiter in aller \u00d6ffentlichkeit so fremdenfeindlich angegangen werden, k\u00f6nnen wir das nat\u00fcrlich so nicht stehen lassen.<\/p>\n<p>Folgendes Statement ver\u00f6ffentlichten wir zwei Tage sp\u00e4ter nach reichlichen \u00dcberlegungen auf unserer Facebook-Seite: <em>\u201eAnl\u00e4sslich der vielen negativen und beleidigenden Kommentare auf unseren Valentinstags-Post am 14. Februar 2016, m\u00f6chten wir hier etwas klarstellen: auf unserem Bild sind zwei Personen unserer Betriebsfamilie zu sehen, die indirekt f\u00fcr unseren ganzen Betrieb stehen. Hier arbeiten viele Menschen, unter anderem viele mit ausl\u00e4ndischen Wurzeln, die sich jeden Tag f\u00fcr den Erfolg unserer Firma einbringen.<\/em><br \/>\n<em> Wir stehen f\u00fcr Made in Germany und deshalb f\u00fcr eine Kultur, die so facettenreich ist wie Deutschland. Deshalb tolerieren wir weder auf Facebook, noch in unserer Betriebsfamilie Diskriminierung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder Religion.<\/em><br \/>\n<em> Wir behalten uns vor, Kommentare dieser Art unverz\u00fcglich an die entsprechenden Stellen zu melden und von unserer Facebook-Seite zu l\u00f6schen!\u201c<\/em><br \/>\nWas dann passierte, hat uns positiv \u00fcberrascht. Wir haben unz\u00e4hlig viele zustimmende Kommentare und R\u00fcckmeldungen erhalten, die uns in unserer Meinung best\u00e4rkten. Der Post schlug solche Wellen, dass in k\u00fcrzester Zeit alle regionale Zeitungen mit uns sprechen wollten. Selbst das regionale Radio und Fernsehen haben sich eingeschaltet.<br \/>\nDie SWR Landesschau wollte zu diesem Thema sogar bei uns drehen und erschienen eine Woche sp\u00e4ter in unserem Hauptwerk in Burladingen, um einige Mitglieder unserer Betriebsfamilie zu diesem brisanten Thema zu interviewen.<\/p>\n<h3>Welche Nationalit\u00e4ten sind bei uns vertreten?<\/h3>\n<p>In unserer <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/ausbildung-bei-trigema\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/gegen-diskriminierung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">TRIGEMA Betriebsfamilie<\/a> sind 27 verschiedene Nationalit\u00e4ten aus aller Welt vertreten. Ein Gro\u00dfteil sind T\u00fcrken und Italiener, gefolgt von Serben, Rum\u00e4nen und Tschechen. Insgesamt haben 25 % unserer Mitarbeiter einen Migrationshintergrund, die Mehrheit von etwa 75 % geh\u00f6rt der deutschen Staatsb\u00fcrgerschaft an, was nicht bedeutet, dass diese Mitarbeiter nicht noch eine zweite, also eine doppelte Staatsb\u00fcrgerschaft besitzen.<\/p>\n<div id=\"attachment_1643\" style=\"width: 1013px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1643\" class=\"wp-image-1643 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Personalstand-komp.jpg\" alt=\"TRIGEMA Betriebsfamilie: Nationalit\u00e4ten aus aller Welt\" width=\"1003\" height=\"620\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Personalstand-komp.jpg 1003w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Personalstand-komp-300x185.jpg 300w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Personalstand-komp-768x475.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1003px) 100vw, 1003px\" \/><p id=\"caption-attachment-1643\" class=\"wp-caption-text\">TRIGEMA Betriebsfamilie: Nationalit\u00e4ten aus aller Welt<\/p><\/div>\n<h3>Werte in unserer Betriebsfamilie<\/h3>\n<p>Auch hier m\u00f6chten wir nochmal explizit auf unsere Werte aufmerksam machen. Wir sind ein traditionelles Unternehmen, ans\u00e4ssig auf der schw\u00e4bischen Alb, dass nur <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/4-stufige-produktion\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/gegen-diskriminierung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Made in Germany<\/a> produziert und sehr viel Wert auf <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/cradle-to-cradle\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/gegen-diskriminierung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Nachhaltigkeit<\/a> und unsere Betriebsfamilie legt. Unsere Betriebsfamilie besteht aus so vielen unterschiedlichen Nationalit\u00e4ten, die alle gemeinsam den t\u00e4glichen Ablauf und Erfolg in der Firma gew\u00e4hrleisten, dass wir uns ganz bewusst gegen diese Art von Diskriminierung ausgesprochen haben. Nat\u00fcrlich auch, um unseren Mitarbeitern zu zeigen, dass wir auch in solchen Zeiten hinter ihnen stehen. F\u00fcr uns z\u00e4hlt jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin. Ein offener und menschlicher Umgang miteinander ist bei uns selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<h3>Vorurteile<\/h3>\n<p><strong>gegen\u00fcber dem Facebook Post<\/strong><br \/>\nEinige Stimmen haben behauptet, wir h\u00e4tten diesen Facebook Post mit dem Bild absichtlich gemacht, um eine Debatte anzuheizen und Werbung damit zu machen. Dieser Aussage m\u00fcssen wir vehement widersprechen: Unser Valentinsfoto zeigt ein Paar aus unserer Betriebsfamilie, die sich zu diesem Foto \u00fcberreden lie\u00dfen und eigentlich h\u00e4tten wir nicht mehr Feedback als sonst erwartet. Das Statement gegen Diskriminierung war f\u00fcr uns mehr als selbstverst\u00e4ndlich, aber auch hier waren die Auswirkungen nicht absehbar oder geplant.<\/p>\n<div id=\"attachment_1641\" style=\"width: 805px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1641\" class=\"wp-image-1641 size-full\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Pakistaner-komp.jpg\" alt=\"Unsere neuen Mitarbeiter aus Pakistan und Syrien\" width=\"795\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Pakistaner-komp.jpg 795w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Pakistaner-komp-300x226.jpg 300w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Pakistaner-komp-768x580.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 795px) 100vw, 795px\" \/><p id=\"caption-attachment-1641\" class=\"wp-caption-text\">Unsere neuen Mitarbeiter aus Pakistan und Syrien<\/p><\/div>\n<p><strong>gegen\u00fcber der Einstellung von Fl\u00fcchtlingen<\/strong><br \/>\nOft werden wir angeschrieben, wieso wir f\u00fcr Made in Germany stehen und gleichzeitig ausl\u00e4ndische Arbeiter bei uns in der Produktion einstellen.<br \/>\nAuch hier sollte man die Situation fair betrachten. Wir bevorzugen niemanden mit den gleichen Qualifikationen. In erster Linie m\u00fcssen wir daf\u00fcr sorgen, dass wir genug Mitarbeiter in der Produktion haben, damit die Produktion nicht stillsteht. Da ist die Nationalit\u00e4t v\u00f6llig egal, ob ein Deutscher an der N\u00e4hmaschine sitzt oder ein Pakistani \u2013 das spielt f\u00fcr uns keine Rolle. Hauptsache die Person versteht etwas von ihrem Handwerk. Des Weiteren ist zu beachten, dass die Textilbranche f\u00fcr viele nicht mehr sonderlich attraktiv ist. Viele m\u00f6chten keinen Handwerksberuf erlernen. Weshalb einem anderen, der dazu bereit ist, nicht die Chance geben?<br \/>\nJeder qualifizierte und arbeitswillige Bewerber hat bei TRIGEMA eine faire Chance \u2013 unabh\u00e4ngig von seiner Herkunft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">4<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span> Aufgrund der Vorf\u00e4lle auf unserer Facebook-Seite, als sich manche Nutzer rassistisch und fremdenfeindlich zu einem von uns geposteten Bild \u00e4u\u00dferten, haben wir uns entschieden, einen Beitrag \u00fcber Diskriminierung und Rassismus zu schreiben. Zeitlich passt das perfekt zum \u201eInternationalen Tag gegen Rassismus und Diskriminierung\u201c, der j\u00e4hrlich am 21. 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