{"id":2468,"date":"2017-02-08T13:48:33","date_gmt":"2017-02-08T12:48:33","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.trigema.de\/?p=2468"},"modified":"2024-02-28T10:48:13","modified_gmt":"2024-02-28T09:48:13","slug":"blutige-mode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/blutige-mode\/","title":{"rendered":"Appell ans Gewissen &#8211; Blutige Mode"},"content":{"rendered":"<span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">3<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><p>Wir befinden uns im Jahr 2018. Die ganze <strong>Textilindustrie<\/strong> neigt sich dem Druck der Produktionsverlagerung in Billiglohnl\u00e4nder\u2026 . Die ganze Textilindustrie? Nein! Ein unbeugsamer Unternehmer von der Alb, h\u00f6rt nicht auf diesem Trend Widerstand zu leisten. <strong>Wolfgang Grupp<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7063 size-large\" title=\"Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wolfgang Grupp in seinen Hallen. \" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG2-960x480.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG2-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG2-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG2-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG2-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG2.jpg 1320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG2-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG2-48x24.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p>Die Textilproduktion z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten Erwerbsm\u00f6glichkeiten der Menschheit, mit denen bis heute lukrative Gewinne erzielt werden k\u00f6nnen. Nichtsdestotrotz ger\u00e4t die <strong>Textilindustrie<\/strong> mit ihren katastrophalen Arbeitsbedingungen in Billiglohnl\u00e4ndern immer wieder in den Fokus der Welt\u00f6ffentlichkeit. Kinderarbeit, unmenschliche Arbeitsbedingungen und Massenaufst\u00e4nde sind einige schreckliche Beispiele der Ausbeutung der \u201ekleinen Arbeiter\u201c.<\/p>\n<h2>Billiglohnl\u00e4nder<\/h2>\n<p>Billiglohnl\u00e4nder wie Bangladesch, Indien und China sind feste Bestandteile der Textilproduktion bei vielen Unternehmen. Ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte aller Jacken, Hosen oder Socken stammt aus China. Die andere H\u00e4lfte kommt aus anderen Billiglohnl\u00e4ndern. Doch nicht nur Billiglabels, selbst hochwertige Marken lassen ihre Waren unter katastrophalen Produktionsbedingungen herstellen.<\/p>\n<h2>Die H\u00f6lle der Textilproduktion<\/h2>\n<h3>Grausame Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesch &amp; anderen Billiglohnl\u00e4ndern<\/h3>\n<p>Der Textilmarkt ist hei\u00df umk\u00e4mpft. Der st\u00e4ndige Preisdruck zwingt Unternehmen zu immer drastischeren Ma\u00dfnahmen. Das alles geht auf Kosten der Arbeiter und N\u00e4her, in den Billig-N\u00e4hstuben der Welt, die das mit menschenunw\u00fcrdigen Arbeitsbedingungen bezahlen. So spart sich die <strong>Textilindustrie<\/strong> in Bangladesch und anderen L\u00e4ndern einfach die Sicherheitsma\u00dfma\u00dfnahmen und bezahlt den N\u00e4hern einen Hungerlohn. All das f\u00fcr billige Endverbraucherpreise in Europa. Die <strong>Textilindustrie<\/strong> bestimmt die Richtlinien in diesen Produktionshallen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-7064 size-large\" title=\"Eine Textilindustrie in Bangladesch oder China produziert massenhaft Ware auch f\u00fcr Luxusmarken.\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Skandal-der-Textilindustrie11-960x480.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Skandal-der-Textilindustrie11-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Skandal-der-Textilindustrie11-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Skandal-der-Textilindustrie11-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Skandal-der-Textilindustrie11-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Skandal-der-Textilindustrie11.jpg 1320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Skandal-der-Textilindustrie11-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Skandal-der-Textilindustrie11-48x24.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<h3>Wieso produzieren so viele Unternehmen in diesen Schwellenl\u00e4ndern?<\/h3>\n<p>Der Grund daf\u00fcr ist ein \u00dcberangebot an Arbeitskr\u00e4ften, sehr locker ausgelegte Arbeitsschutzgesetze und keine Gewerkschaften. Das wird von den Konzernen der Welt ma\u00dflos ausgenutzt und sogar auf die Spitze getrieben. Ausbeutung ist die Folge. Der Lohn eines N\u00e4hers in Bangladesch betr\u00e4gt durchschnittlich 17 Cent in der Stunde. Zu wenig, um zu \u00fcberleben. An medizinische Versorgung ist gar nicht zu denken. Zudem stehen grundlose Entlassungen und schlechte Behandlung der Mitarbeiter an der Tagesordnung. Die Fabriken sind meist in marodem Zustand und Sicherheitsstandards werden ignoriert. Durch diese Missst\u00e4nde mussten schon viele Menschen mit dem Leben bezahlen. Trotz allem produziert die Textilindustrie immer noch ungehindert in diesen Entwicklungsl\u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong>Fabrikeinsturz in Bangladesch &#8211; Die Missst\u00e4nde der Textilindustrie in Bangladesch<\/strong><br \/>\nMarode Fabriken und nahezu keine Sicherheitsstandards f\u00fchren vermehrt zu Ungl\u00fccken. Ein besonders schrecklicher Fall fand am 24. April 2013 in Bangladesch statt. Eine Textilfabrik, in der auch deutsche Textildiscounter ihre Kleidung herstellen lassen, st\u00fcrzte ein und riss \u00fcber 1000 Menschen in den Tod. 2500 Menschen wurden verletzt. Auch durch Br\u00e4nde sterben j\u00e4hrlich hunderte Menschen in diesen Textilfabriken. Wieder mal entflieht die <strong>Textilindustrie<\/strong> in Bangladesch ihrer sozialen Verantwortung.<\/p>\n<div id=\"attachment_7062\" style=\"width: 970px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7062\" class=\"wp-image-7062 size-large\" title=\"Textilindustrie in Bangladesch, in der auch namhafte Unternehmen produzieren haben lassen. \" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bangladesh-960x480.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bangladesh-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bangladesh-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bangladesh-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bangladesh-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bangladesh.jpg 1320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bangladesh-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Bangladesh-48x24.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><p id=\"caption-attachment-7062\" class=\"wp-caption-text\">Textilindustrie in Bangladesch nach dem Einsturz 2013.<\/p><\/div>\n<h2>Appell ans Gewissen<\/h2>\n<p>Immer billiger, st\u00e4ndiges Wachstum und eine immer gr\u00f6\u00dfere Produktion von Massenware in Bangladesch und anderen Billiglohnl\u00e4ndern. All das hat schreckliche Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen der Besch\u00e4ftigten in der <strong>Textilindustrie<\/strong>. Auch wird in diesen Produktionsl\u00e4ndern nicht auf die Umwelt geachtet und die Umweltverschmutzung durch intensiven Baumwollabbau und giftige Abw\u00e4sser nimmt stetig zu. Der Grat zwischen billig und fair ist nun mal sehr klein. Ein T-Shirt im Cent-Bereich kann unm\u00f6glich unter fairen und menschlichen Bedingungen hergestellt werden.<br \/>\nViele weltweit agierende Textilunternehmen entziehen sich komplett ihrer sozialen Verantwortung gegen\u00fcber der Umwelt und den Menschen, die f\u00fcr sie arbeiten. Und trotzdem, oder gerade deswegen erzielen diese Unternehmen Gewinne in Milliardenh\u00f6he. Das ist ein Missstand, der sehr nachdenklich macht.<\/p>\n<h2>Wolfgang Grupp und seine Philosophie mit TRIGEMA<\/h2>\n<div id=\"attachment_7061\" style=\"width: 970px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7061\" class=\"wp-image-7061 size-large\" title=\"Wolfgang Grupp ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und schlendert oft durch die Produktion. \" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG-960x480.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG.jpg 1320w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/WG-48x24.jpg 48w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><p id=\"caption-attachment-7061\" class=\"wp-caption-text\">Wolfgang Grupp. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer mit klaren Vorstellungen.<\/p><\/div>\n<p>TRIGEMA hat sich bewusst f\u00fcr einen anderen Weg entschieden. Anstatt dem Preiswettkampf nachzugeben und ebenfalls die Produktion ins Ausland zu verlagern, setzt <strong><a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/unternehmen\/ueber-uns\/philosophie-werte-trigema\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/blutige-mode\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolfgang Grupp<\/a><\/strong> ganz bewusst auf den Standort Deutschland. \u201eWir brauchen kein Wachstum in St\u00fcckzahlen, wir brauchen ein Wachstum im Produkt, das hei\u00dft unsere Produkte m\u00fcssen immer innovativer werden.&#8220;<\/p>\n<p><strong>\u201eNicht Macht, Marktanteile und Gr\u00f6\u00dfe d\u00fcrfen f\u00fcr unser Handeln bestimmend sein, sondern GERECHTIGKEIT, BEST\u00c4NDIGKEIT UND VOR ALLEM VERANTWORTUNG F\u00dcR DIE MITMENSCHEN.\u201c Wolfgang Grupp<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/blutige-mode\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">TRIGEMA<\/a> zeigt, dass es m\u00f6glich ist, Textilien in Deutschland zu produzieren. Wir setzen auf Qualit\u00e4t zu einem fairen Preis und das zu einem gerechten Lohn. Den Preis des Massenprodukts aus China kann man mit einer fairen Produktion nicht unterbieten, deshalb setzen wir auf Qualit\u00e4t, Service und innovative Produkte.<\/p>\n<p><strong>TRIGEMA, Made in Germany &#8211; f\u00fcr ein gutes Gewissen<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">3<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span> Wir befinden uns im Jahr 2018. Die ganze Textilindustrie neigt sich dem Druck der Produktionsverlagerung in Billiglohnl\u00e4nder\u2026 . Die ganze Textilindustrie? Nein! Ein unbeugsamer Unternehmer von der Alb, h\u00f6rt nicht auf diesem Trend Widerstand zu leisten. 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