{"id":8106,"date":"2020-06-08T10:48:33","date_gmt":"2020-06-08T08:48:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/?p=8106"},"modified":"2024-03-05T12:16:26","modified_gmt":"2024-03-05T11:16:26","slug":"textilindustrie-schadet-der-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\/","title":{"rendered":"So schadet die Textilindustrie unserer Umwelt"},"content":{"rendered":"<span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">7<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span><p>In den vergangenen Jahren hat sich unser Verh\u00e4ltnis zur Bekleidung stark ver\u00e4ndert. Wir konsumieren doppelt so viel, wie vor 15 Jahren. Welche Folgen hat das auf die Umwelt? Vielen nicht bewusst, dass ein &#8222;gew\u00f6hnliches&#8220; Shirt die Umwelt massiv sch\u00e4digt. Aber immer mehr Menschen sehen, dass in der Textilindustrie ein Umdenken stattfinden muss. Wie auch Du als Kunde oder Kundin zu einer Ver\u00e4nderung beitragen kannst, liest Du hier.<\/p>\n<p>Der letzte <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/skandal-der-textilindustrie\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Skandal der Textilindustrie<\/a>, liegt bereits einige Jahre zur\u00fcck. Nachdem die Verantwortlichen daraufhin zur Rede gestellt wurden, herrschte kurzzeitig Einsicht. Doch der Umschwung klang schnell wieder ab. Daher heben zahlreiche Unternehmen anl\u00e4sslich der <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wir-brauchen-eine-fashion-revolution\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fashion Revolution<\/a> ihre Stimme. Sie protestieren gegen <strong>asoziale und umweltsch\u00e4dliche Methoden<\/strong> der Textilindustrie. Der Anlass dieser Revolution, war ein Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch. Trotz erheblicher Sch\u00e4den am Geb\u00e4ude, zwang die Fabrik ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu arbeiten. Beim Einsturz kamen zahlreiche Menschen ums Leben. An den Produktionsmethoden hat sich bis heute nichts ge\u00e4ndert.<\/p>\n<p>In diesem Blogbeitrag m\u00f6chten wir dar\u00fcber sprechen, wie die <strong>Textilbranche unserer Umwelt schadet<\/strong>. Ein Thema, bei dem Umwelt und zahlreiche Menschenleben f\u00fcr Geld aufs Spiel gesetzt werden, hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Dazu geh\u00f6rt nicht nur die Herstellung von Kleidung, sondern auch der Handel damit. Wir zeigen, dass man auch Kleidung herstellen kann, ohne die Umwelt kaputt zu machen.<\/p>\n<h1>Ein Marathon-L\u00e4ufer<\/h1>\n<p>Noch bevor ein Kleidungsst\u00fcck auf einem Ladentisch landet, hat es bereits<a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/weg-eines-t-shirts\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"> eine Weltreise<\/a> hinter sich. Ein Produkt aus Asien, kann durchaus mehrere L\u00e4nder besucht haben, denn es hinterl\u00e4sst im Durchschnitt eine Strecke, die insgesamt 1,5 Mal um die gesamte Weltkugel reichen w\u00fcrde. Baumwolle aus Indien, gestrickt in Marokko, gebleicht in China, gef\u00e4rbt in Bangladesch, und gen\u00e4ht in Taiwan, verkauft in Deutschland. Dennoch l\u00e4sst sich das alles aus dem &#8222;Made in &#8230;&#8220; nicht herauslesen.<\/p>\n<h1>Die Textilindustrie: Herstellung<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8111\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M\u00fcllberge-von-Kleidung-in-den-Stra\u00dfen-von-Bangladesch-min-960x480.jpg\" alt=\"M\u00fcllberge von Kleidung und massive Umweltverschmutzung in Bangladesh\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M\u00fcllberge-von-Kleidung-in-den-Stra\u00dfen-von-Bangladesch-min-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M\u00fcllberge-von-Kleidung-in-den-Stra\u00dfen-von-Bangladesch-min-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M\u00fcllberge-von-Kleidung-in-den-Stra\u00dfen-von-Bangladesch-min-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M\u00fcllberge-von-Kleidung-in-den-Stra\u00dfen-von-Bangladesch-min-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M\u00fcllberge-von-Kleidung-in-den-Stra\u00dfen-von-Bangladesch-min-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M\u00fcllberge-von-Kleidung-in-den-Stra\u00dfen-von-Bangladesch-min-48x24.jpg 48w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/M\u00fcllberge-von-Kleidung-in-den-Stra\u00dfen-von-Bangladesch-min.jpg 1320w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p>Einer der gr\u00f6\u00dften Hersteller und Lieferanten von Kleidung ist Bangladesch. Das Land lebt \u00fcberwiegend von der Textilindustrie. Viele namhafte Unternehmen lassen in Bangladesch billig produzieren. Das fatale ist: <strong>Soziale und \u00f6kologische Bedingungen<\/strong> gibt es nicht. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden nach St\u00fcckzahlen bezahlt, Kinder arbeiten in einer Suppe von Chemikalien, bei Schwangerschaft und Krankheit wird gek\u00fcndigt. Doch was genau ist an der Herstellung so schlimm, dass die Umwelt darunter leidet? Es ist der <strong>Einsatz von Chemikalien<\/strong>, der enorme Verbrauch von Wasser, die mangelnde Schutzbekleidung und die <strong>Entsorgung des verunreinigten Wassers<\/strong>.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Herstellung von Baumwolle wird sehr viel Wasser ben\u00f6tigt. So ist der Aralsee (urspr\u00fcnglich viertgr\u00f6\u00dfter Binnensee der Erde) bereits auf ein Drittel seiner urspr\u00fcnglichen Gr\u00f6\u00dfe geschrumpft. Seit 1950 wurden ihm regelm\u00e4\u00dfig gro\u00dfe Mengen Wasser f\u00fcr die k\u00fcnstliche Bew\u00e4sserung riesiger Baumwollfelder entnommen.<\/p>\n<h2>Die Entsorgung<\/h2>\n<p>Ein Kleidungsst\u00fcck aus Bangladesch ist ein Cocktail aus 6.500 verschiedenen Chemikalien. Brom, Chlor, Kupfer und Arsen sind nur einige von 6.500 giftigen und krebserregenden Stoffen, die f\u00fcrs Bleichen und F\u00e4rben genutzt werden. Das mit sch\u00e4dlicher Chemie verunreinigte Wasser, wird dann in einem der drei gro\u00dfen Fl\u00fcsse des Landes entsorgt. Diese m\u00fcnden im Indischen Ozean. Zwar verf\u00fcgen die <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/umweltschutz-und-nachhaltigkeit-in-der-textilindustrie\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Textilfabriken \u00fcber Aufbereitungsanlagen<\/a>, die das Wasser grob s\u00e4ubern k\u00f6nnten, in versteckten Dokumentationen ist aber zu sehen, dass die Aufbereitungsanlagen abgestellt sind. Sie w\u00fcrden zu viel Kosten verursachen.<\/p>\n<p>Das Wasser aus den Fl\u00fcssen ist unbrauchbar, giftig und hat einen Sauerstoffgehalt von null. Als Lebensraum f\u00fcr Fische oder Pflanzen, ist er ungeeignet. Wissenschaftlich gesprochen, sind die <strong>Fl\u00fcsse in Bangladesch tot<\/strong>. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch der Indische Ozean davon betroffen ist. Dennoch produzieren die Textilfabriken weiter. Die Regierung sieht weg, da die Textilindustrie die Haupteinnahmequelle des Landes ist. Scheinbar hat das Geld durch dieses Gesch\u00e4ft einen h\u00f6heren Stellenwert als Gesundheit, Umwelt und das Leben von Menschen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8112\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Indischer-Ozean-leidet-an-Umweltverschmutzung-min-960x480.jpg\" alt=\"Indischer Ozean ist von der Verschmutzung der Textilindustrie betroffen.\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Indischer-Ozean-leidet-an-Umweltverschmutzung-min-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Indischer-Ozean-leidet-an-Umweltverschmutzung-min-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Indischer-Ozean-leidet-an-Umweltverschmutzung-min-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Indischer-Ozean-leidet-an-Umweltverschmutzung-min-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Indischer-Ozean-leidet-an-Umweltverschmutzung-min-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Indischer-Ozean-leidet-an-Umweltverschmutzung-min-48x24.jpg 48w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Indischer-Ozean-leidet-an-Umweltverschmutzung-min.jpg 1320w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Retouren im Handel<\/h1>\n<p>Verl\u00e4ngerte R\u00fcckgabezeiten, kostenloser Versand und R\u00fcckversand sind Angebote, die Kunden von einer Bestellung \u00fcberzeugen k\u00f6nnen. Diese Chance m\u00f6chten viele Online-Textilh\u00e4ndler nicht missen. Allerdings m\u00fcssen die Online-H\u00e4ndler als Gegenleistung selbst f\u00fcr diese Kosten aufkommen. Mit den Jahren wurden die Probleme mit kostenfreien Retouren f\u00fcr die H\u00e4ndler gr\u00f6\u00dfer. Denn Kunden nutzen die langen R\u00fcckgabefristen aus, um die Ware zu tragen und anschlie\u00dfend wieder zur\u00fcckzuschicken. Folgen sind <strong>gebrauchte Retouren<\/strong> und <strong>schmutzige Kleidung<\/strong>. Da es teurer ist die Kleidung aufzubereiten als neu zu kaufen, verbrennen oder verbrannten die H\u00e4ndler die Ware und gaben neue Produkte in Bangladesch und Co. in Auftrag.<\/p>\n<p>Aus der Sicht von TRIGEMA Inhaber Wolfgang Grupp, ein v\u00f6llig falscher Ansatz: Kunden sind durch diese Angebote zum Retournieren animiert. Aus unternehmerischer Sicht v\u00f6llig fatal, denn man verliert in jeder Hinsicht. Retouren steigen, Kosten steigen, Ressourcen werden als selbstverst\u00e4ndlich angesehen, die Umwelt nimmt irreparablen Schaden und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Textilien herstellen, werden behandelt wie Vieh. Ganz zu schweigen vom \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Verpackungsmaterial und <strong>massenhaftem CO\u00b2<\/strong>. Es besteht Diskussion um einen Gesetzesentwurf, der es verbietet, Neuware zu verbrennen, statt aufzubereiten. TRIGEMA ist gespannt, ob dann ein Umdenken in der Textilbranche stattfindet.<\/p>\n<p>Die Textilien sind tats\u00e4chlich ein riesen Problem, denn die Ware ist immer \u00f6fter von <strong>minderwertiger Qualit\u00e4t<\/strong>, was eine Weiterverarbeitung unm\u00f6glich macht. Die Altkleiderbranche erstickt daher wortw\u00f6rtlich im Textilm\u00fcll. Auf unseren sozialen Medien haben wir \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum Fakten zur schnelllebigen Modebranche ver\u00f6ffentlicht. Die Zahlen zur sogenannten <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/fast-fashion\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fast Fashion<\/a> sind mit Quellen versehen.<\/p>\n<h1>Fehlentscheidungen<\/h1>\n<p>Da die Textilindustrie die <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/blutige-mode-der-textilindustrie-in-bangladesch\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Haupteinnahmequelle des Landes Bangladesch<\/a> ist, denken einige Verbraucher die Arbeitnehmer in Bangladesch sch\u00fctzen zu m\u00fcssen, indem Sie die billigen Shirts kaufen. Eine Fehlentscheidung, auf die ein <strong>Teufelskreis<\/strong> folgt. Wird die Ware verkauft, muss nachproduziert werden. Wird die Ware nicht verkauft, muss ebenfalls nachproduziert werden, da die Fast Fashion Modebranche ja schnelllebig sein und im Trend bleiben m\u00f6chte. Neue Konditionen werden ausgehandelt, denn je billiger die Produktion, desto billiger l\u00e4sst sich ein Produkt auch verkaufen. Ganz im Sinne von \u201eGeiz ist geil\u201c.<\/p>\n<p>Wird die Kleidung allerdings nachweislich gemieden und der Trend zu nachhaltig produzierten Textilien geht, muss die Fast Fashion Branche sich \u00fcberlegen, ob sie nicht sozial, \u00f6kologisch und nachhaltiger handeln m\u00f6chte. Oft sind Siegel wie &#8222;Fair-Trade&#8220; im Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-8113 size-large\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Faerben-in-Bangladesch-min-960x480.jpg\" alt=\"F\u00e4rben von Textilien in Bangaldesch ist giftig und krebserregend\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Faerben-in-Bangladesch-min-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Faerben-in-Bangladesch-min-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Faerben-in-Bangladesch-min-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Faerben-in-Bangladesch-min-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Faerben-in-Bangladesch-min-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Faerben-in-Bangladesch-min-48x24.jpg 48w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Faerben-in-Bangladesch-min.jpg 1320w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<h1>Corona zeigt erste Folgen<\/h1>\n<p>Erste Berichterstattungen zum Einzelhandel nach dem Corona Shutdown in Deutschland zeigen, dass das Umdenken st\u00e4rker denn je von N\u00f6ten ist. F\u00fcr den Herbst 2020, wird in Deutschlands Textilbranche mit einem \u201eschleppenden\u201c Gesch\u00e4ft gerechnet, da die Kunden weniger Geld f\u00fcr Bekleidung ausgeben m\u00f6chten. Hunderte Textilfabriken sind in ihrer Existenz gef\u00e4hrdet, da immer mehr Einzelh\u00e4ndler Auftr\u00e4ge stornieren.<\/p>\n<h2>Das Konsumverhalten<\/h2>\n<p>Alleiniger Inhaber und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Wolfgang Grupp von TRIGEMA, spricht in der Textilbranche seit Jahren von einer bedarfsgedeckten Wirtschaft: Kunden kaufen, ohne ein Produkt wirklich zu ben\u00f6tigen \u2013 der Bedarf an Bekleidung ist gedeckt. Dennoch haben wir ein Zeitalter erreicht, in dem wir doppelt so viel Bekleidung kaufen, als noch vor 15 Jahren.<\/p>\n<p>Das Motto \u201eGeiz ist geil\u201c, hat sich \u00fcber die vergangenen Jahre fest in den K\u00f6pfen der Verbraucher verankert \u2013 zum Nachteil unserer Umwelt. Denn billiger und im Trend bedeutet oft auch eine schlechte Qualit\u00e4t. Somit tragen wir unsere Kleidung im Schnitt nur sechs Monate, bevor wir sie kaum oder gar nicht mehr tragen. Vielleicht ist es uns nach Corona wieder m\u00f6glich mehr auf <strong>Qualit\u00e4t als auf Quantit\u00e4t<\/strong> zu setzen.<\/p>\n<h1>Was k\u00f6nnen Verbraucher tun?<\/h1>\n<p>Die Ware aus fern\u00f6stlichen L\u00e4ndern nicht kaufen, denn es ist keine Unterst\u00fctzung oder Arbeitsplatzsicherung(!) der dortigen Arbeitnehmer. Es gibt aber auch positive Nachrichten: Einige Unternehmen stellen nachhaltig her. Das beginnt schon beim Anbau der Baumwolle. Um den Kauf nachhaltiger Textilien dem Verbraucher zu erleichtern, gibt es sogenannte<strong> Textilsiegel<\/strong>.<\/p>\n<p>Diese Siegel helfen dem Verbraucher zu erkennen, welche Richtlinien bei der Produktion des Produktes eingehalten werden. Einige Siegel gelten f\u00fcr soziale Richtlinien (wie z. B. keine Kinderarbeit), andere f\u00fcr \u00f6kologische (z. B. Aufbereitung des Wassers, vorschriftsgem\u00e4\u00dfe Entsorgung). Damit auch Du Dich im Siegel-Dschungel zurechtfindest, kannst Du hier nachlesen, welches Siegel, welche Richtlinien abdeckt: <a href=\"https:\/\/www.siegelklarheit.de\/produktgruppen\/textilien\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\">https:\/\/www.siegelklarheit.de\/produktgruppen\/textilien\/<\/a><\/p>\n<h1>Wie stellt TRIGEMA her?<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8114\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-von-TRIGEMA-min-960x480.jpg\" alt=\"Baumwollfeld von TRIGEMA, nachhaltig und ohne Pestiziede\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-von-TRIGEMA-min-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-von-TRIGEMA-min-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-von-TRIGEMA-min-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-von-TRIGEMA-min-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-von-TRIGEMA-min-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-von-TRIGEMA-min-48x24.jpg 48w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-von-TRIGEMA-min.jpg 1320w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p>Wir sind zwar selbst in der Textilbranche t\u00e4tig, betrachten sie aber mit sehr kritischen Augen. Die Umwelt auf Kosten von Macht- und Geldgier zu riskieren, ist fatal! Die Umwelt, ihre Ressourcen, der Mensch und dessen Arbeit m\u00fcssen gesch\u00e4tzt werden. Nicht nur deshalb <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/trigema-einer-der-gesundheitlich-unbedenklichsten-textilausruester-weltweit\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">produzieren wir nachhaltig<\/a> in allen Bereichen, um ein qualitativ hochwertiges Produkt herzustellen. Wir produzieren <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/slow-fashion-im-ewigen-trend\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Slow Fashion<\/a>: Fair zur Umwelt, fair zur Haut.<\/p>\n<p>Gerne z\u00e4hlen wir einige Beispiele auf, wie TRIGEMA in Deutschland produziert \u2013 bei einer <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/kundenservice\/service\/betriebsbesichtigung\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Betriebsbesichtigung<\/a> darfst Du Dich aber gern selbst davon \u00fcberzeugen. Wir verwenden <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/der-trigema-strom\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>eigens generierten Strom<\/strong><\/a>, unsere Maschinen sind technisch immer auf dem neuesten Stand und verwenden die geringstm\u00f6gliche Menge an Wasser und Elektrizit\u00e4t. Sogar den Dampf, der sich bei der Produktion entwickelt, verwenden wir als W\u00e4rmequelle weiter. Wir bleichen nach einem besonders nachhaltigen Verfahren. Stoffe mit 6.500 Chemikalien wie in Bangladesch zu bearbeiten, w\u00e4re in Deutschland gar nicht m\u00f6glich, da wir uns an zahlreiche Umweltvorschriften halten und bei TRIGEMA sogar unterschreiten.<\/p>\n<p>Das beim F\u00e4rben und Bleichen verwendete Wasser, bereiten wir selbstverst\u00e4ndlich wieder auf. Ein Endprodukt von TRIGEMA ist frei von Chemie und Schadstoffen. Somit sind unsere Produkte auch f\u00fcr die Kleinsten v\u00f6llig unbedenklich direkt auf der Haut tragbar. Du siehst; Textilindustrie geht auch anders. Wenn Du noch mehr zu unserer Produktion wissen m\u00f6chtest, kannst Du gern in <a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/4-stufige-produktion\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">diesem Blogbeitrag<\/a> weiterlesen.<\/p>\n<h2>Transport bei TRIGEMA<\/h2>\n<p>Wir beziehen unsere Baumwolle aus Griechenland und der T\u00fcrkei. Die Baumwolle wird direkt vor Ort in Familienbetrieben zu Garn verarbeitet. Die Garnspulen werden dann per LKW nach Deutschland transportiert. Daraufhin findet alles in einem Unternehmen, alles in einem Ort statt: in Burladingen auf der schw\u00e4bischen Alb. Hier Stricken wir das Garn zu hochfunktionellen Stoffen in unterschiedlichen Stoffqualit\u00e4ten. Daraufhin wird der Stoff gebleicht, gef\u00e4rbt, zugeschnitten und vern\u00e4ht. Alles unter einem Dach, nachhaltig, ressourceneffizient und umweltschonend. Lange Reisen um die ganze Welt gibt es bei uns nicht. Wir liefern <strong>100% Qualit\u00e4t Made in Germany<\/strong>. Das fertige Produkt wird per LKW-Tour auf 45 verschiedene TRIGEMA Testgesch\u00e4fte in ganz Deutschland verteilt.<\/p>\n<h2>Wie wird TRIGEMAs Baumwolle angebaut?<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-8115\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-min-960x480.jpg\" alt=\"Nachhaltige Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau f\u00fcr TRIGEMA in Griechenland\" width=\"960\" height=\"480\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-min-960x480.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-min-660x330.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-min-480x240.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-min-768x384.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-min-24x12.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-min-48x24.jpg 48w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baumwolle-min.jpg 1320w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/bio-baumwolle\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Unsere Baumwolle stammt aus einem kontrolliert biologischem Anbau<\/a> (kbA) und wird in einer sogenannten <strong>Mischkultur<\/strong> angebaut. Das bedeutet, dass nicht nur die Baumwolle auf den Feldern w\u00e4chst, sondern neben ihr auch noch andere Pflanzen und Feldfr\u00fcchte. Das hat mehrere Gr\u00fcnde: Die Bodenfruchtbarkeit bleibt auf nat\u00fcrliche Weise erhalten, die Vielfalt der Fauna <strong>f\u00f6rdert die Artenvielfalt<\/strong> und erh\u00e4lt das Gleichgewicht zwischen Sch\u00e4dlingen und N\u00fctzlingen. Pestizide und massenhafter D\u00fcnger sind hier also v\u00f6llig \u00fcberfl\u00fcssig und von TRIGEMA auch nicht gew\u00fcnscht.<\/p>\n<h1>Wie schmutzig ist Dein Kleiderschrank?<\/h1>\n<p>M\u00f6chtest Du wissen, wie nachhaltig oder wie schmutzig Dein Kleiderschrank ist, dann kannst Du unter folgendem Link kostenlos an einem Test mitmachen, der Dein Konsumverhalten in CO\u00b2 umrechnet. Kleiner Nachteil: Leider ist der Fashion Fu\u00dfabdruck auf die Durchschnitts-Statistiken von Amerika \u2013 nicht von Deutschland \u2013 berechnet. <a href=\"https:\/\/www.thredup.com\/fashionfootprint?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.thredup.com\/fashionfootprint\u00a0<\/a><\/p>\n<h1>Nichts mehr verpassen<\/h1>\n<p><a href=\"https:\/\/www.trigema.de\/newsletter\/?em_src=socialmedia&amp;em_cmp=Magazin\/Beitrag\/textilindustrie-schadet-der-umwelt\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-7650 size-large\" src=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Newsletter-Banner-1-960x341.jpg\" alt=\"Junge Menschen lachen in wei\u00dfen T-Shirts.\" width=\"960\" height=\"341\" srcset=\"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Newsletter-Banner-1-960x341.jpg 960w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Newsletter-Banner-1-660x235.jpg 660w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Newsletter-Banner-1-480x171.jpg 480w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Newsletter-Banner-1-768x273.jpg 768w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Newsletter-Banner-1-24x9.jpg 24w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Newsletter-Banner-1-48x17.jpg 48w, https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Newsletter-Banner-1.jpg 1320w\" sizes=\"(max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"rt-reading-time\" style=\"display: block;\"><span class=\"rt-label rt-prefix\">Lesedauer ca. <\/span> <span class=\"rt-time\">7<\/span> <span class=\"rt-label rt-postfix\">Minuten<\/span><\/span> In den vergangenen Jahren hat sich unser Verh\u00e4ltnis zur Bekleidung stark ver\u00e4ndert. Wir konsumieren doppelt so viel, wie vor 15 Jahren. Welche Folgen hat das auf die Umwelt? Vielen nicht bewusst, dass ein &#8222;gew\u00f6hnliches&#8220; Shirt die Umwelt massiv sch\u00e4digt. Aber immer mehr Menschen sehen, dass in der Textilindustrie ein Umdenken stattfinden muss. Wie auch Du [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":16,"featured_media":8109,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,3178,82,83],"tags":[3159],"yst_prominent_words":[1040,807,450,1166,1163,3575,193,592,448,3566,568,3553,946,3574,3573,219,1085,2735,141,414],"class_list":["post-8106","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-favoriten","category-mode","category-unsere-umwelt","tag-textilindustrie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8106"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/users\/16"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8106"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8106\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10980,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8106\/revisions\/10980"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8109"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8106"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8106"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8106"},{"taxonomy":"yst_prominent_words","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.trigema.de\/magazin\/wp-json\/wp\/v2\/yst_prominent_words?post=8106"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}