Die Geschichte von TRIGEMA


Seit 1919 Produktion in Deutschland
1200 Mitarbeiter
Arbeitsplatzgarantie für die „Kinder der Mitarbeiter“

Die TRIGEMA Inh. W. Grupp e.K. mit Sitz im schwäbischen Burladingen wurde 1919 gegründet und ist Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung. Das Unternehmen bietet qualitativ hochwertige Sport- und Freizeitbekleidung sowie Tag- und Nachtwäsche für Damen, Herren, Jugendliche und Kinder. TRIGEMA und Wolfgang Grupp, alleiniger Geschäftsführer und Inhaber in dritter Generation, stehen dabei für modernste Technik, für soziale und wirtschaftliche Verantwortung und für den Erhalt des Produktionsstandortes Deutschland.

1919-1922

1919-1922
Auf der schwäbischen Alb entwickelte sich um die Jahrhundertwende eine schwunghaft anwachsende Textilindustrie. Kaum eine Gemeinde des Hohenzollernkreises wurde von diesem Strukturwandel so geprägt wie Burladingen. Die Mechanischen Trikotwarenfabriken Gebr. Mayer KG gehörten seit ihrer Gründung zu den bedeutendsten Unternehmen dieser Entwicklung.

Im November 1919 kauften die Brüder Josef und Eugen Mayer eine stillgelegte Burladinger Fabrik. Ein mutiger Schritt angesichts der vielen wirtschaftlichen Hindernisse der Nachkriegszeit. Den beiden Brüdern kamen dabei die gründlichen Kenntnisse zugute, die sie bei ihrem Vater Johann Mayer erworben hatten.

Mit seiner bescheidenen Strickwarenproduktion galt Johann Mayer als Pionier der Burladinger Textilindustrie. Ab 1922 gingen die Brüder getrennte Wege. Der bestehende Betrieb wurde aufgeteilt. Eugen Mayer gründete seine eigene Firma Eugen Mayer. Josef Mayer führte hingegen als Alleininhaber die Firma Mechanische Trikotwarenfabriken Gebr. Mayer KG weiter und konnte jetzt sein unternehmerisches Talent voll entfalten. Die Inflationsjahre und anschließende Stabilisierungskrise überwand er im Gegensatz zu der Konkurrenz schnell und schon bald belieferte er die damals führenden deutschen Handelsunternehmen mit seiner Trikotware.

1923-1930

1923-1930
Mit 25 Leuten hatte er begonnen. Schon fünf Jahre nach der Gründung beschäftigte die Firma 150 Arbeiter und Näherinnen.

Die rasche Aufwärtsentwicklung der Mechanischen Trikotwarenfabriken Gebr. Mayer JG führte in den 20er und 30er Jahren zu kontinuierlichen Vergrößerungen des Burldinger Werkes. Trotz der Wirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre stieg die Nachfrage nach Unterwäsche – die Auftragsbücher waren voll und der örtliche Arbeitsmarkt schnell erschöpft. Die Gründung von Filialbetrieben wurde notwendig. So konnten Arbeiter aus der Region einen Arbeitsplatz am Wohnort finden. Größere Wegstrecken nach Burladingen konnten damals aufgrund mangelhafter Infrastruktur nicht zurückgelegt werden.

So wurden in zwei Jahrzehnten fünf Filialen im Umkreis errichtet: 1923 in Ringingen, 1926 und 1927 in Steinhilben und Trochtelfingen und bis Ende der 30er Jahre zwei weitere in Hechingen und Rangendingen. Josef Mayer hatte die Trikotwarenfabriken in kurzer Zeit zu einem erfolgreichen Großbetrieb mit 800 Beschäftigten ausgebaut.













 

1930er

1930er
1932 wurden geräumige Fabrikationsbauten mit Bleicherei, Färberei und einer Dampfkesselanlage mit Generator erstellt. Diese Anlage machte den Betrieb weitgehend unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung. Schon damals verfügte das Unternehmen über den modernsten Maschinenpark und arbeitete nach rationellsten Arbeitsmethoden.

1939 trat Josef Mayers Schwiegersohn, der Rechtsanwalt Dr. jur. Franz Grupp in die Firma ein und übernahm bald wichtige Funktionen der Geschäftsleitung.

1940-1945

1940-1945
Die Kriegsjahre waren von einem starken Rückgang der Belegschaft und des Produktionsvolumens gekennzeichnet. Riesige Verluste verursachte die Demontage des gesamten modernen Maschinenparks nach Kriegsende.





 








 



 

1946-1952

1946-1952
Zunächst wurde in kleinem Maßstab die Produktion von Unterwäsche wieder aufgenommen. Erst die Währungsreform 1948 führte zu einem raschen Wachstum der Arbeitnehmerzahl und das Unternehmen konnte seine Marktposition verstärkt ausbauen. Mit 960 Angestellten arbeiteten 1952 20% aller Beschäftigten der Textilindustrie Hohenzollerns bei den Mechanischen Trikotwarenfabriken Gebr. Mayer KG – diese produzierten 4% der gesamtwestdeutschen Trikotwaren.

Im Jubiläumsjahr 1949 erhielt die Firma ein neues Verwaltungsgebäude und weitere Fabrikationsräume sowie 1951 ein neues Kesselhaus. Es folgten verbesserte Sozialleistungen für die Angestellten in Form einer Betriebskrankenkasse sowie einer Betriebsarztpraxis im Jahr 1950.

1956

1956
Mit dem Jahr 1956 verbindet sich ein trauriges Ereignis der Firmengeschichte. Am 30. November verstarb der Seniorchef und Firmengründer Josef Mayer. Wenige Monate davor wurde er noch mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Er hinterließ ein Unternehmen, das er mit unermüdlichem Fleiß und Unternehmergeist zu beachtlicher Größe gebracht hatte. An der Trauerfeier nahmen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur teil. Die gesamte Belegschaft und Bürger Burladingens nahmen von dem beliebten Unternehmer Abschied.




 




 

1957-1969

1957-1969
Die Geschäftsleitung übernahm nun der Schwiegersohn Dr. jur. Franz Grupp- Zur Seite stand ihm dabei Direktor Graf, der schon im Gründungsjahr 1919 als kaufmännischer Lehrling in die Firma kam. Da in Burladingen der Arbeitsmarkt an Näherinnen wieder einmal erschöpft war, wurden 1959 Filialen in Altshausen und Krauchenwies gegründet. Gleichzeitig wurden Neubauten der Filialen Riningen und Trochtelfingen bezogen. In den 60er Jahren gehörten insgesamt zehn Filialen zum Unternehmen. Auch das Hauptwerk in Burladingen wurde ständig erweitert und modernisiert.

1969 feierte die Firma zusammen mit 1.000 Betriebsangehörigen sowie den Mitarbeitern der 1958 gegründeten Tochterfirma Plastro-Mayer, ihr 50-jähriges Jubiläum. Ein Meilenstein in der Firmengeschichte. Kurz darauf wurde Konsul Dr. Franz Grupp mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Ein Mitte der 60er Jahre stagnierender Unterwäschemarkt veranlasste die Mechanischen Trikotwarenfabriken Gebr. Mayer KG zur Erweiterung des Produktprogramms um hochwertige Damenoberbekleidung, 1967 verpflichtete das Unternehmen den damaligen Tennis-Star Wilhelm Bungert für die erste TRIGEMA-Tennis Kollektion. Dieser Sortimentszweig wurde unter dem Markennamen TRIGEMA-Original-Bungert-Dress und TRIGEMA-Weekend-Freizeitkleidung etabliert.

1969-1977

1969-1977
Dipl.-Kfm. Wolfgang Grupp übernahm 1969 von seinem Vater Dr. Franz Grupp die Geschäftsleitung.

Flower-Power schwappte über den großen Teich. Das T-Shirt wurde neben der Jeans zum Symbol jugendlicher Mode. Wolfgang Grupp setzte auf den aktuellen Trend und startete mit Erfolg in eine neue Phase des Unternehmens. Er etablierte den Geschäftsbereich T-Shirt und Tennisbekleidung unter dem Markennamen TRIGEMA. Durch seine Neustrukturierung wandelte Wolfgang Grupp die traditionelle Trikotwarenfabrik in eine Produktionsstätte modischer Freizeitentwicklung um. Zur kreativen Umsetzung neuer Ideen baute er eine neue Designabteilung auf.

Als Wolfgang Grupp nach seinem betriebswirtschaftlichen Studium die Firmenleitung übernahm, war die Firma noch stark diversifiziert. Dem Vorbild seines erfolgreichen Großvaters folgend, kehrte er zu den Wurzeln zurück und schaffte die übergroße Diversifizierung ab. Mit großem Erfolg, denn bis 1975 hatte er den Umsatz auf 28.1 Mio. gesteigert und die Schulden restlos zurückbezahlt. Seit 1975 ist TRIGEMA Deutschlands größter Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung.

In den Jahren 1973-1977 wurden die bestehenden Gebäude Modernisierungen unterzogen und es kamen weitere Neubauten hinzu. Das Großraumbüro im Hauptwerk in Burladingen wurde fertiggestellt und das die Ausrüstung erweitert. Das TRIGEMA Sport- und Freizeit-Center in Burladingen und das Konfektionswerk in Altshausen wurden neugebaut.

1981-1992

1981-1992
Auch in den Jahren 1981-1992 gab es eine Anzahl von Neurungen und Neubauten. So wurde 1987 das Kesselhaus neugebaut und es erfolgte eine Umstellung von Öl auf Gas mit einer 100%-igen Eigenstromversorgung. Es folgten Erweiterungs- sowie Neubauten der Ausrüstung, Zuschneiderei und Druckerei in Burladingen sowie des Konfektionswerks in Altshausen. Seit dieser Zeit verfügt TRIGEMA an den Standorten Burladingen, Altshausen und Rangendingen über firmeneigene öffentliche Tankstellen, die ständig den neuesten Umweltvorschriften angepasst werden.

1993-2002

1993-2002
Der Neubau des Konfektionswerks in Rangendingen wurde 1993 abgeschlossen. Die Konfektion sowie das Testgeschäft in Burladingen wurden in den Jahren 1998-2002 neu gebaut. Im Jahr 1984 wurde das erste Testgeschäft in Missen-Wilhams, im Allgäu, eröffnet. Im Zuge der Erweiterung der Anzahl der Testgeschäfte in den folgenden Jahren, kamen bis zum heutigen Tage 22 eigengebaute Testgeschäfte dazu. Insgesamt beläuft sich die Anzahl der Testgeschäfte, die sich auf das gesamte Bundesgebiet, meist in Urlaubsorten und an Autobahnen zu finden, verteilen, auf 45.

1995 wird Wolfgang Grupp für die „beste Management-Idee“, anlässlich der Fernsehsendung „IPSO“ des Hessischen Rundfunks, Das Auge mit Durchblick Wolfgang Grupp verliehen. Im Jahr 1998 wird er für seine Verdienste um das Land Baden-Württemberg von Ministerpräsident Erwin Teufel mit der Stauffermedaille in Gold geehrt. Anlässlich seines 60. Geburtstages wird Wolfgang Grupp im Jahr 2002 für die Verdienste um seine Heimatstadt Burladingen der Ehrenring der Stadt Burladingen verliehen und in Anerkennung an den Gründer der Firma Trigema, Josef Mayer, wird die Hechinger Straße in Burladingen in „Josef-Mayer-Straße“ umbenannt.

2004-2012

2004-2012
Auch im Online Bereich ist TRIGEMA mit einem eigenen Online-Shop seit 2004 präsent. Im Jahr 2005 eröffnete der erste Trigema-Shop am Flughafen Stuttgart.

TRIGEMA setzt seit jeher auf die umweltschonende Herstellung von Textilien und ist daher im Punkto Umwelt am Puls der Zeit. In Zusammenarbeit mit dem Umweltinstitut EPEA entwickelte das Unternehmen im Jahr 2006 das erste kompostierbare T-Shirt der Welt, nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip. Dieses wurde 2010 im Deutschen Pavillon „Balancity – Stadt im Gleichgewicht“ der Expo 2010 in Shanghai ausgestellt. Auch die Mitarbeiter des Pavillons trugen diese TRIGEMA Cradle-to-Cradle Shirts, welche am Ende der Ausstellung auf dem Expo Gelände vergraben wurden – ganz im Sinne des Cradle-to-Cradle Prinzips. Unter dem Namen TRIGEMA Change wird seither die nachhaltige Modellinie aus 100% Biobaumwolle und ohne Schadstoffe, da 100% kompostierbar, hergestellt und ausgebaut. Diese neue TRIGEMA Change Kollektion wurde u.a. 2012 auf der Greenfashion Week in Berlin vorgestellt. Unabhängig vom Cradle-to-Cradle Prinzip, setzt TRIGEMA außerdem seit 2008 Photovoltaikanlagen auf eigenen Dachflächen zur Stromgewinnung für den Eigengebrauch ein.

2004 erhält Wolfgang Grupp für sein verantwortungs-
bewusstes Eintreten für die Deutsche Textilindustrie und ihren Standort Deutschland die Max-Kehren-Medaille des Vereins Deutscher Textilveredelungs-
fachleute. 2005 verleiht der damalige Wirtschaftsminister Ernst Pfister, Herrn Wolfgang Grupp das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im selben Jahr erhält Wolfgang Grupp für besondere rednerische Leistungen in der Kategorie Wirtschaft den Cicero Rednerpreis 2005 vom Verlag für Deutsche Wirtschaft AG. 2012 würdigt Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Wolfgang Grupp mit der großen Stauffermedaille in Gold für seine Verdienste um den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Anlässlich seines 70. Geburtstags, wird er im selben Jahr zum Ehrenbürger der Stadt Burladingen ernannt.

2013-heute

2013-heute
Seit 2013 ist auch die nächste Generation im Unternehmen tätig. Nach ihrem Masterstudium an der London School of Economics, haben Bonita Grupp (E-Commerce) und Wolfgang Grupp jun. (Verkauf) mit ihrer Arbeit im Familienunternehmen begonnen.

2014 wurde der Flagshipstore am Stuttgarter Flughafen komplett neu gestaltet und wenige Monate später, im September 2014 folgte dann der erste TRIGEMA Flagship Store in Berlin, in der Mall of Berlin am Leipziger Platz. Im selben Jahr erfolgte zudem ein Relaunch des TRIGEMA Online Shops und seit 2017 ist dieser, nach einem Re-Design, auch für alle Endgeräte durch eine Responsive-Umsetzung bestens bedienbar.

Im Zuge des Ausbaus des Onlinehandels mit dem eigenen Online-Shop www.trigema.de sowie mit einer Anzahl von Partner-Shops, setzt TRIGEMA auch vermehrt auf Social Media Kanäle im Marketingbereich und ist unteranderem auf Facebook, Twitter, Google+, Instagram sowie mit einem firmeneigenen Blog in der Onlinewelt präsent.

Am 14. November 2014 erhält TRIGEMA in New York, als einzige Firma in Deutschland, den Cradle to Cradle® Products Innovator Award 2014.

Seit 2015 wirbt TRIGEMA mit einem neuen Werbespot auch im Privatfernsehen. Ziel des neuen Werbespots war es, die Produkte, die TRIGEMA herstellt, anhand des beliebten Polo-Shirts in den Vordergrund zu rücken.

Im Mai 2016 steigt zum ersten Mal ein neuer Werbebotschafter von TRIGEMA in die Luft. Das TRIGEMA-Luftschiff Charly hatte seine Jungfernfahrt am 21. Mai 2016, anlässlich des DFB-Pokalfinales im Berliner Olympiastadion.