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PFC: So schädlich ist die Chemikalie

Schmutzabweisend, wasserfest und selbst der Kontakt mit Öl ist für per- und polyfluorierte Chemikalien kein Problem. Besonders für die Textilbranche bringt die Verwendung dieser Chemikalien zahlreiche Vorteile. Wir erklären, was PFC ist, wo man es finden kann, wie schädlich die künstlichen Substanzen für Umwelt und Natur sein können und wo man PFC-freie Bekleidung gibt.

Was ist PFC?

PFC sorgt für öl-, schmutz- und wasserabweisende Fähigkeiten. Insbesondere bei beschichteten Pfannen kann PFC enthalten sein.

PFC bedeutet per- und polyfluorierte Chemikalien. Dies sind Kohlenstoffketten unterschiedlicher Längen, bei denen die Wasserstoffatome vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt sind oder werden. Die künstlichen Substanzen gibt es so in der Natur nicht. Der Mensch stellt sie her.

Da per- oder polyfluorierte Chemikalien wasser-, schmutz- und fettabweisende Eigenschaften aufweisen, werden diese seit den 70er-Jahren vermehrt in der Industrie verwendet. PFC befindet sich beispielsweise in

  • Arbeits- und Outdoor-Bekleidung
  • Feuerlöschschaum
  • Imprägnierungen
  • Polstermöbeln oder Teppichen, die schmutzabweisend sein solle
  • Wachs
  • Wetterschutzfarben und -lacke
  • Lebensmittelverpackungen wie Pappbechern und Pappkartons
  • Antihaftbeschichtete Küchenprodukte wie bspw. Pfannen
  • Gardinen

Laut dem Umweltbundesamt gibt es inzwischen über 3.000 solcher Fluor-Substanzen. PFC dient als Oberbegriff und fasst damit alle Untergruppen zusammen.

Hartnäckige Substanzen

Im Schaum von Feuerlöschern befinden sich oft per- und polyfluorierte Chemikalien, obwohl es Alternativen gibt.

Ob für Outdoor Produkte, wasserdichte Kleidung oder schmutzabweisende Imprägnierungen – per- und polyfluorierte Chemikalien werden an mehr Stellen verwendet, als wir denken. Doch wir machen uns wenig Gedanken darüber, was für Belastungen und Auswirkungen diese künstlichen Substanzen auf uns und unsere Umwelt haben können.

Ein Kontakt mit PFC kann man heute wohl kaum mehr vermeiden. Belastete Nahrungsmittel, Trinkwasser und auch die Atemluft kann diese künstlichen Substanzen enthalten. Der Kreislauf beginnt bei den PFC-Verbindungen selbst, womit es kompliziert wird:

Sie zerfallen nicht. Die Kohlenstoff-Fluor-Bindungen sind außerordentlich stabil. Bei polyfluorierten Verbindungen kann ein biologischer Abbau des nicht-fluorierten Molekülteils erfolgen. Der fluorierte Teil des Moleküls kann aber nicht weiter abgebaut werden. Weder bei Hitze, Kälte noch durch Bakterien oder UV-Strahlen. Somit sammeln sich die Bindungen in der Umwelt stetig an.

Kinder haben oft Regenjacken mit wasserabweisenden per- und polyfluorierte Chemikalien. Besonders bei Kindern sollten lieber PFC-freie PRodukte in Betracht gezogen werden.

Wie verhält sich PFC in der Umwelt?

Die von Menschen geschaffenen Substanzen belasten durch das Waschen der Kleidung unsere Weltmeere, denn die Bindungen gelangen ins Abwasser. Aufbereitungs- oder Kläranlagen schaffen es nicht, die Chemikalien zu filtern. So gelangen sie in Flüsse und Ozeane. Wie Mikroplastik wurden die Verbindungen bereits im Blut von Eisbären und Robben in der Arktis nachgewiesen.

Imprägniersprays verteilen sich über Luftströmungen in der Atmosphäre, daher werden diese künstlichen schmutzabweisenden Substanzen auch als flüchtige PFCs definiert. Sie besitzen zusätzlich die Eigenschaft, sich an Partikeln in der Luft festzusetzen und so über weite Strecken in der Luft transportiert zu werden.

Auch in der Atmosphäre gibt es eine erhöhte PFC-Konzentration. Über den Regen gelangen per- und polyfluorierte Chemikalien dann wiederum in den Boden und ins Gewässer. Langkettige PFC sind weniger wasserlöslich und weniger mobil, das bedeutet, dass sie sich besser an Bodenpartikeln und Wurzeln von Pflanzen festsetzen können. Kurzkettige PFC werden mit dem Wasser transportiert. Dadurch können sie in den oberirdischen Pflanzenteilen eingelagert werden. So gelangen schädliche Chemikalien in die Nahrung von morgen.

Pappkaffeebecher und Lebenmittelverpackungen enthalten oft PFC.

Trotz der erheblichen negativen Folgen, ist PFC-freie Bekleidung selten zu finden.

Wie gelangen PFC in den Menschen?

Laut dem Umweltbundesamt bringen Forscher einige Erkrankungen in Zusammenhang mit einer PFC-Belastung im Gewebe.

  • Erhöhtes Krebsrisiko: Langzeittests an Versuchstieren zeigten; erhöhte Wahrscheinlichkeit durch PFC an Leberkrebs und Rumoren zu erkranken.
  • Verminderte Fruchtbarkeit

Hauptsächlich nimmt der Mensch die PFC-Verbindungen über die Nahrung oder verunreinigtes Trinkwasser auf. Auch eine erhöhte PFC-Konzentration in der Innenraumluft, bspw. durch schmutzabweisende Möbel, tragen zur Belastung Organismus bei.

Besonders Maler haben oft mit PFC zu tun: In wetterfesten Farben und Lacken, ist oft und viel PFC enthalten. Das wirkt sich auf die Lungen, Nieren und Leberaus.

Lösungsansätze

Unserer Meinung nach liegt das Problem bei der nicht gegebenen Transparenz seitens der Hersteller und/oder Händler. Offene Kommunikation der verwendeten Materialien sollte ein Bestandteil der Produktinformationen sein. Um beispielsweise bei Regenjacken einen wasserabweisenden Effekt zu erzielen, wird PFC eingesetzt.

Greenpeace wies 2013 auf die problematischen Chemikalien in Textilien hin. Im Rahmen der Detox-Kampagne forderte die Organisation giftfreie und damit auch PFC-freie Bekleidung. Besonders Hersteller von Outdoor-Bekleidung sollten auf Alternativen für wasserdichte Kleidung setzen.

Wasserfeste und PFC-freie Outdoor Bekleidung gibt es bei TRIGEMA.

TRIGEMA setzt auf nachhaltige Alternativen! Für uns ist eine PFC-freie Bekleidung und Herstellung selbstverständlich. Schadstoffhaltige Bekleidung ist unserer Meinung nach nicht nur ein Verstoß gegen die Verantwortung gegenüber unserer Umwelt, sondern auch ein Todesurteil für den Menschen selbst. Was nur wenige wissen: Es gibt hervorragende Alternativen zu den schädlichen Substanzen. TRIGEMA stellt ausschließlich PFC-freie Bekleidung her: wasserabweisend und schmutzabweisend, alternativ und nachhaltig.

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