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Earth Hour Day – Eine Stunde Strom sparen

Zum Earth Hour Day am 27. März schalten Tausende Städte und Unternehmen auf der ganzen Erde das Licht für mindestens eine Stunde aus. Wir erklären Dir in diesem Blog-Beitrag, von wem diese Licht-Aus-Aktion stammt und welches Ziel sie befolgt.

Die Earth Hour ist eine Klima- und Naturschutzaktion, die 2007 vom World Wide Fund Australia – kurz WWF – ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit durch das Ausschalten öffentlicher Beleuchtungen auf den Klimaschutz zu lenken. Über die Jahre nehmen auch immer mehr Privathaushalte an der Licht-Aus-Aktion teil.

Die weltweite Earth Hour entstand durch eine Aktion des WWF in Australien, denn der Kontinent rückte 2007 durch Themen wie Trockenheit, Wassermangel, Waldbrände und der größte CO2-Ausstoß pro Kopf ins Zentrum der Öffentlichkeit. Daraufhin startete der WWF eine Kampagne mit dem Ziel, die CO2-Emissionen von Sydney um 5 % in einem Jahr zu reduzieren. Dafür wurden alle unnötigen Beleuchtungen zwischen 19:30 und 20:30 Uhr Ortszeit ausgeschalten. Davon betroffen waren vor allem öffentliche Gebäude wie die Sydney Harbour Bridge, die Oper, zwei weitere bekannte Wahrzeichen der Stadt, sowie eine Cola Leuchtreklame – die seit 1974 noch nie abgeschaltet wurde. Als Unterstützer der Aktion konnten sich Personen und Unternehmen online registrieren. Diese Kampagne erhielt weltweit eine enorm große Aufmerksamkeit, sodass sie in den Folgejahren wiederholt wurde.

England zog noch im Juli desselben Jahres nach und löschte nach dem Vorbild der Veranstaltung des WWF zwischen 21:00 und 22:00 Uhr zahlreiche Lichter der Hauptstadt London. Auch Los Angeles, San Francisco, Deutschland, Österreich und die Schweiz zogen nach. Im deutschsprachigen Raum dauerte die WWF-Aktion allerdings nur fünf Minuten.

Zur Earth Hour ist es im besten Fall, eine Stunde lang zappenduster.

Bringt eine Stunde überhaupt etwas?

Ja (!), denn tatsächlich verbrauchen wir so viel Strom, dass eine Stunde tatsächlich einen messbaren und – keinen geringen – Effekt erzielt! Allein Toronto sparte während der Veranstaltung 2009 über 15 % Strom ein. Die Earth Hour wurde im selben Jahr zu einem globalen Ereignis, seitdem wird sie immer zwischen 20:30 und 21:30 Uhr Ortszeit durchgeführt. 2009 nahmen erstmals deutsche Städte an der Aktion teil.

Du bist noch nicht überzeugt? Hier bieten wir Dir weitere Fakten: Vietnam sparte 2010 mit 500 Megawattstunden 3x mehr Energie als ein Jahr zuvor. 2011 sparte Vietnam wiederholt rund 400 Megawattstunden Energie ein; sowie weltweit rund 45 Millionen Megawattstunden! 2015 sparte die indische Metropole Delhi etwa 200 Megawattstunden Strom ein.

Da die Stimmen von Kritikern lauter wurden, rief der WWF Deutschland nicht nur zur Licht-Aus-Aktion, sondern auch zum gezielten Wechsel auf Ökostrom auf. So fanden 2012 weitere Teilnahmen statt: Der Vatikan löschte das Licht an der Kuppel des Petersdoms. In Österreichs Landeshauptstädten blieben alle Wahrzeichen dunkel. Und da sich in diesem Jahr 5.000 Städte an der Earth Hour beteiligten, entzündeten Natur- und Umweltschützer in Berlin dieselbe Anzahl grüner und blauer Kerzen in Form der Erde.

Ein runder Geburtstag

Während der Earth Hour gibt es unglaubliches zu Entdecken. Am Samstag, den 19. März 2016 wurde die Earth Hour zum zehnten Mal durchgeführt. Passend zum Geburtstag hätte der WWF sich kein besseres Geschenk als einen neuen Rekord wünschen können; denn Teilnehmer von insgesamt 7.000 Städten in 178 verschiedenen Ländern löschten das Licht für eine Stunde. Medienberichten zu folge handelte es sich um die „weltweit größte Klimaschutzaktion“.

Seit 2018 steht die Earth Hour unter verschiedenen Mottos. So kämpften Naturschützer beispielsweise 2018 „für einen lebendigen Planeten“. Im darauffolgenden Jahr wurde eine drohende Lebensmittelkrise hingewiesen. 2021 soll das Motto „Licht aus. Klimaschutz an.“ im Mittelpunkt stehen.

Kritik

Meinungen zur Aktion gehen auseinander. Kritiker halten die Earth Hour für eine überflüssige Aktion, denn der Klimaschutz sei eine Daueraufgabe und kein Event. Befürworter und TRIGEMA halten dagegen, denn wir sind der Meinung, dass diese Aktion sehr gut die Aufmerksamkeit auf die Klimasituation lenkt. So kommen Menschen auf der ganzen Welt ‚zusammen‘ und kämpfen gemeinsam für ihr Interesse. Trotzdem sind wir auch der Meinung, dass in allen Haushalten Energiesparlampen verwendet werden sollten. Auch das trägt deutlich zur Energie-Einsparung bei. PS: Und ein Abendessen bei Kerzenschein kann auch was Schönes sein!

Nichts mehr verpassen

Junge Menschen lachen in weißen T-Shirts.

 

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