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UNSERE (UM)WELT | Nachhaltigkeit

Ökologische Kleidung – Warum manche ökologische Klamotten auf den Kompost dürfen und andere nicht

Ökologische Kleidung – Die Kompostierung bezeichnet einen Teil des natürlichen Nährstoffkreislaufs. Organisches Material wird unter dem Einfluss von Sauerstoff und Bodenlebewesen (Kleintiere und Bakterien) abgebaut. Ein Teil wird zu Humus (der gerne als Dünger weiterverwendet wird), andere Abbauprodukte sind vor allem wasserlösliche Mineralstoffe, wie Nitrate, Ammoniumsalze, Kohlenstoffdioxid und viele andere Bestandteile. Diese sind für die Verbesserung der Bodenqualität verantwortlich und sind die einfachsten und wichtigsten Grundnährstoffe für neues Leben. Ohne diesen Prozess entsteht kein Leben.

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Kleidung auf den Kompost?

Viele Kleidungsstücke sind wahre Chemikaliencocktails, auch wenn sie als ökologische Kleidung ausgewiesen sind. Farben, Drucke, Nässeschutz, aber auch die Ausgangsmaterialien enthalten meist nicht abbaubare und unter Umständen sogar giftige Substanzen, die auf gar keinen Fall auf den Kompost gehören und schon gar nicht in unseren Nährstoffkreislauf.
Allen voran: Kleidung, die aus Kunstfasern auf Erdölbasis hergestellt wird. Dazu gehören Polyester, Polyamid, Elastan, Polyacrylat oder auch Viskose (Kunstseide). Wenn also das Etikett einen dieser Stoffe aufweist, ist das Teil defintiv nicht für den Kompost geeignet!

So – das ist ja erst mal recht einfach, und wir können sehr viele Kleidungstücke schon mal aussschließen – viele Sportklamotten, elastische Teile, Outdoorbekleidung in vielen Fällen und den Großteil der modernen Textilien, die meist aus Faser-Gemischen bestehen.

Öko Kleidung, biologischer Kreislauf, Cradle-to-Cradle

Aber was ist ökologische Kleidung aus Naturfasern?

Schauen wir uns mal die gängigsten Naturfasern an, aus denen Kleidung hergestellt wird. Baumwolle, Wolle, Jute, Hanf, Leinen, Viskose (aus Holz oder Bambus) und Seide. Alle diese Ausgangsmaterialien sind in ihrem Grundzustand biologisch abbaubar. Wenn aber auf einem Etikett 100% Baumwolle steht, bedeutet das nicht automatisch, dass es bedenkenlos auf dem Kompost entsorgt werden kann. Denn: das Etikett sagt nicht mit welchen Farben das Kleidungsstück gefärbt worden ist, ob eventuelle Druckfarben schadstofffrei sind oder z.B. Applikationen aus natürlichem Material sind. Auch kann man daraus nicht ablesen, ob ein Kleidungsstück, bzw. der Stoff dafür vorher schon chemisch behandelt worden ist, was meistens der Fall ist. Die Stoffe werden z.B. in einem chemischen Vorgang einlaufsicher gemacht, oder mit Weichmachern behandelt. Oft enthält das Nähgarn auch Polyester um bessere Eigenschaften zu erzielen, wie höhere Reißfestigkeit und Ähnliches. Öko-Kleidung mit Knöpfen, Applikationen, Reißverschlüssen etc. ist sicherlich nicht immer kompostierbar!

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Tendenz Öko-Kleidung

Dieses Problem tritt bei allen Naturfasern auf: Sie müssen behandelt werden um tragbar gemacht zu werden – oder könnt Ihr Euch vorstellen, die Wolle direkt vom Schaf auf der Haut zu haben? Diese Vorgänge sind sehr komplex und bestehen aus vielen Schritten. Eine Farbe besteht z.B. schon aus mehreren Pigmenten, die auch schon aus verschiedenen Substanzen zusammengesetzt sind. Es wäre ziemlich verwirrend und auch zwecklos, das alles auf ein Etikett zu schreiben, erstens wäre das Etikett größer als das Shirt, zweitens würden die meisten von uns es sowieso nicht verstehen.

Wir als Verbraucher haben oft gar nicht die Möglichkeit den gesamten Ablauf bei der Herstellung von Bekleidung, auch ökologischer Kleidung, nachzuvollziehen. Wir müssen uns darauf verlassen, was die Hersteller uns erzählen.

Mittlerweile bieten viele namhafte Unternehmen Öko-Kleidung an; Organic Fashion, Mode aus Recycling-Materialien und aus nachhaltiger Produktion. Leider sind es oft nur Side Kicks und kleine Teile der Kollektionen, aber es ist ein Anfang und der Trend wird immer stärker. Transparent und nachvollziehbar sind die Herstellungsprozesse leider immer noch kaum. Auch lauern bei dem ganzen Öko Design an jeder Ecke die schon erwähnten Fallen. Wenn wir alle unser Bewusstsein ein wenig schärfen und auch bei ökologischer Kleidung ein wenig hinterfragen, was hinter dem „Öko“ steckt, können wir diese Fallen aber zumindest wahrnehmen.

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Woran aber erkennen wir denn jetzt biologisch abbaubare Kleidung?

Es gibt mannigfaltig Siegel auf dem Markt, die uns alle weismachen wollen, dass die Öko-Kleidung, die wir kaufen unbedenklich ist. Es ist müßig und sinnlos sie alle aufzuzählen, denn die meisten sind ein Zeichen dafür, dass „möglichst wenig unbedenkliche Chemikalien“ bei der Produktion von Textilien verwendet werden und auf nachhaltige Produktion geachtet wird. Das ist gut – gar keine Frage! Aber es geht besser.

Das EINZIGE Siegel allerdings, mit dem die Kompostierbarkeit von ökologischer Kleidung garantiert wird, ist immer noch das Cradle-to-Cradle Zertifikat, das von dem Institut „EPEA – Internationale Umweltforschung“ ins Leben gerufen wurde. Gegründet wurde diese Organisation von Prof. Dr. Braungart, einem Pionier in Sachen Umweltforschung und Ökologie, in Bezug auf Wirtschaft und Industrie.

Cradle-to-Cradle-Zertifikat für ökologisch nachhaltige Kleidung & Öko-Kleidung

Und wir von TRIGEMA sind Vorreiter in Sachen ökologisch nachhaltige Kleidung. In einem jahrelangen Entwicklungsprozess in Zusammenarbeit mit EPEA entstand unsere Modelinie „Change“ mit der Weltneuheit des ersten kompostierbaren T-Shirts, das 2010 auf der Weltausstellung in Shanghai vorgestellt wurde und den Innovator-Award abräumte.

Natürlich produzieren wir bei TRIGEMA nicht nur biologisch abbaubare Öko-Kleidung, sondern auch andere Textilien, aber wir legen höchsten Wert auf nachhaltige Produktion und Umweltschutz, produzieren z.B. unseren eigenen Strom, verbessern ständig unsere Technik für geringen Wasserverbrauch und stellen sicher, dass unsere Farbstoffe alle schadstofffrei und unbedenklich sind. Und wir zeigen Transparenz. In unserem Hauptwerk in Burladingen, in dem alle 4 Produktionsstufen ablaufen, können sich Besucher jederzeit bei einer Besichtigung (im laufenden Betrieb) selbst von unseren Grundsätzen überzeugen.

 

Kommentare (8)

  • Nachhaltig leben - Nachhaltigkeit im Alltag | TRIGEMA MAGAZIN
    am 27. Juni 2018 um 15:45 Uhr

    […] Schau Dir hier an, was ökologische Kleidung bedeutet. […]

  • Anke Benger
    am 20. Dezember 2017 um 16:44 Uhr

    Sehr geehrter Herr Grupp,
    ich finde es toll, dass trigema auch biologisch abbaubar ist. Wobei ich immer drauf zu achten habe, nicht allergisch auf die neuen Keidungsstücke zu sein. Was bei verschiedenen anderen Herstellern Gang und gebe ist, fällt bei trigema weg. Und das ist so schön. Trigema kann ich auch, wenn ich es brauche oder möchte – aus welchem Grund auch immer – sofort anziehen. Ohne es erst durchwaschen zu müssen. Gleich aus dem Laden – sofort vom Weihnachtsbaum weg. Mama hat sich damals gewundert und gemeint:“mein Kind spinnt, sie trägt schon drei Wochen – also die ganzen Weihnachtsferien, den neuen lila trigma Stehkragenpulli mit der coolen Knopfleiste und ihren schwarzen Wollrock“ – dann hat sie noch den rosa Schlafanzug mit dem Elefanten drauf. Komisch – normalerweise wechselt mein Kind alle paar Tage Pullover oder Hosen aus. Diesmal nicht. Jedes Foto, das wir die drei Wochen Weihnachtsferien machen, sieht irgendwie gleich aus. Könnte der gleiche Tag sein.“ War es aber nicht. Sie hatte recht. Ich hatte mich in die Kleidungsstücke samt Fehlfarbenlieferung verliebt. Also hatte ich sie sehr gerne getragen. Die Sachen haben es übrigens ausgehalten. Sie waren so lange ich sie tragen wollte und so lange sie passten immer farbschön und selbst wenn es mir sehr schlecht ging gerne und super zu tragen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Anke Benger

    • Dagmar Heltmann
      am 21. Dezember 2017 um 08:24 Uhr

      Hallo Frau Benger,

      vielen herzlichen Dank für Ihre netten Kommentare und das positive Feedback. Wie freuen uns sehr, dass Sie mit unseren Produkten so zufrieden sind und uns über Jahre hinweg die Treue halten!
      Auf diesem Wege wünschen wir Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr 2018!

      Viele Grüße,

      Ihr TRIGEMA-Team

  • Werner Breh
    am 5. November 2017 um 21:28 Uhr

    Ich finde es im wahrsten Sinne des Wortes vorbildlich, dass Trigema kompostierbare Kleidung aus Bio-Baumwolle anbietet. Dass diese Produkte in Deutschland hergestellt werden, zu einem angemessenen Preis erhältlich sind und eine langlebige Qualität aufweisen, rundet den positiven Eindruck ab.
    Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Hinweis, dass die Bio-Baumwolle fair gehandelt wird.

  • Dipl.-Ing. Monika M. MOELLER
    am 2. November 2017 um 08:19 Uhr

    Vielen Dank für diesen Bericht.
    Da habe ich doch wahrhaftig noch nicht wirklich drüber nachgedacht … 100 % Baumwolle ist nicht mit „Bio“ gleichzusetzen usw..
    Ebenso ist es gut, dass Sie mit nicht allzu langen Texten Licht in das unterirdische Getümmel von Zertifizierungen gebracht haben (diese unglaubliche Flut von Siegeln hat einfach nur noch inflationäre Wirkung).
    Übrigens bin ich auch schon lange bei Ihnen Kunde und die Ursache liegt ebenso wie bei meinem Vorredner darin, dass Sie hervorragende Qualität in Deutschland produzieren.
    Ich wünsche Ihnen – total uneigennützig 😉 – viel Erfolg und eine schöne Zeit.

    • Dagmar Heltmann
      am 2. November 2017 um 09:26 Uhr

      Liebe Frau Moeller,

      herzlichen Dank für Ihren Kommentar und die freundlichen Worte. Es freut uns, wenn wir mit unseren kleinen Beiträgen ein wenig zu Nachdenken animieren können und etwas weiterhelfen können. Toll, dass es bei Ihnen so gut angekommen ist.
      Vielen Dank auch für Ihre Treue als Kundin. Wir hoffen, Sie auch weiterhin mit unserer Qualität zu überzeugen!
      Herzliche Grüße,
      Ihr TRIGEMA-Team

  • Peter Brünken
    am 21. Oktober 2017 um 17:15 Uhr

    Meine Familie kleidet sich seit Jahrzenten mit Produkten der Firma Trigema. Da wie sehr viel in Deutschland unterwegs sind, kennen wir inzwischen alle Verkaufsstellen/Testverkäufe im Lande. Auch die Internetbestellung nutzen wir. Unsere Motivation war die Tatsache, dass in Deutschland prodziert wird. Meine Eltern haben vor Jahren ihren Arbeitsplatz in der Textilindustrie in NRW verloren, weil in Asien produziert wurde. Dabei gehen wir natürlich davon aus, dass im Hause Trigema die Arbeitnehmerrechte uneingeschränkt geachtet werden.

    • Dagmar Heltmann
      am 23. Oktober 2017 um 07:53 Uhr

      Hallo Herr Brücken,
      herzlichen Dank für Ihr positives Feedback und Ihre Treue als Kunde von TRIGEMA. Gerne versichern wir Ihnen, dass bei uns im Hause im Bezug auf Arbeitnehmerrechte alles korrekt abläuft!
      Viele Grüße,
      Ihr TRIGEMA-Team

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