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Der Skandal der Textilindustrie

In den vergangenen Jahren sind einige Proteste gegen bekannte Marken laut geworden, die ihre überschüssigen Produkte der letzten Saison rücksichtslos verbrennen. Jetzt schockiert eine Statistik! Welche Folgen Fast Fashion für die Umwelt hat und warum man sich für Slow Fashion entscheiden sollte, liest Du in diesem Beitrag.

Allen ist die Massenproduktion der Textilindustrie unter unmenschlichen Produktionsbedingungen bekannt. Kollektionen folgen in immer kürzeren Abständen. Meist gibt es zwischen Sommer und Winter auch noch eine Kollaboration mit bekannten Designern. Arbeit in Hochgeschwindigkeit ist hier scheinbar an der Tagesordnung.

In den letzten Jahren sind daher Rufe nach fair produzierter und nachhaltiger Kleidung immer lauter geworden. Zum Glück! Grund ist neben den unmenschlichen Arbeitsbedingungen auch das Verbrennen von überschüssiger Ware. Durch Überproduktion kommt es durchaus vor, dass nicht verkaufte Ware, eine bestimmte Artikelnummer oder eine bestimmte Farbe gänzlich „zur Vernichtung freigegeben“ wird. Eine Abnahme von Käufen bei Händlern ist allerdings kaum zu erkennen.

Überproduktion führt zum verbrennen der Ware.

Schluss damit!

Aufgrund solcher Unternehmen wird die gesamte Textilindustrie in ein schreckliches Licht gerückt! Nicht zuletzt wird damit die Leistung zahlreicher Näher und Näherinnen mit Füßen getreten. Mitarbeiter die täglich gute Arbeit leisten, verdienen Anerkennung! Überschüssige Ware zu verbrennen zeugt allerdings kaum von Anerkennung. Von einem Hungerlohn ganz zu schweigen.

Schlimme und unmenschliche Arbeitsbedingungen gehen mit Überproduktionen oft einher.

Arbeiten für einen Hungerlohn, während die großen namhaften Unternehmen große Summen an Geld anhäufen. Doch nicht nur das. Es kommt noch schlimmer – auch Unbeteiligte werden in Mitleidenschaft gezogen: Die Massenverbrennung von Fast Fashion beschleunigt den Klimawandel um ein Vielfaches! Darunter leiden Tiere aller Art – von Nord- bis Südpol. Das sind nur Theorien? Wir zeigen euch die Fakten.

Statistik schockiert!

Fakt ist, es gibt keine Statistiken zum Treibhausgas-Ausstoß der Textilbranche. Zumindest können wir keine finden. Wird die ganze Sache nur vertuscht? Nach langer Recherche haben wir doch noch eine Angabe dazu gefunden: Mittlerweile wird die Textilindustrie – dank dieser Verbrennungs-Verfahren – mit dem Treibhausgas-Ausstoß der Luft- und Schifffahrt verglichen (Quelle: Buch: „Einfach anziehend“). Ja – Luft- UND Schifffahrt!

Textilhändler verbrennen Kleider. Teibhausgas-Austoß wird mit Luft- und Schifffahrt verglichen.

Hauptgrund ist die Sucht nach Fast Fashion und der Geiz, dafür so wenig wie möglich zahlen zu wollen. Um modisch oder im Trend zu sein, braucht man fast jeden Tag neue Kleidung, Schuhe und Elektroartikel. Da ist es nicht unbedingt sehr abwegig, dass Ware bis zum Umfallen produziert wird. Besonders zum Leid der Arbeiter in Bangladesch, China, Marokko, Mauritius, Taiwan, Indien und vielen weiteren Ländern.

Die Fernsehserie „Extra 3“ spielt in seinen YouTube-Videos oft mit Ironie und Sarkasmus. Mitte Mai veröffentlichten sie eines zum Thema „Fast Fashion. Kleidung sei mittlerweile so günstig, dass es sich nicht einmal mehr lohnt sie zu waschen. Nach einmaligem Tragen landen die Kleidungsstücke – zumindest in diesem Spot – im Müll. Diesen Müll verbrennen? Klar, wieso denn nicht…

Extra 3 veröffentlicht Video zu Fast Fashion auf YouTube

Täuschung durch Abkürzungen

Verwirrung stiftet neuerdings die Kennzeichnung „Made in PRC“. Vielleicht hast Du sie auch schon gesehen. Um sich von der ungewollten Herstellung und somit auch vom Eindruck der billigen Qualität zu distanzieren, setzt China auf „PRC“. Eine Abkürzung der Bezeichnung „Peoples Republic of China“.

Ob das besser ankommt, wissen wir nicht. Was wir aber wissen, ist, dass die Textilindustrie im Ausland immer wieder Wege findet, die Konsumenten zu täuschen und die Ware weiterhin für günstiges Geld in Massen zu verschleudern. Wer das unterstützen möchte, darf das. Sicher ist aber: Die Welt und wir werden dafür bezahlen. Früher oder später!

Herstellerzettel "Made in China"

Textilhersteller täuschen neuerdings mit unbekannten Abkürzungen wie „PRC“

Weniger ist mehr

Warum können wir uns nicht mit minimalen Mengen zufriedengeben? Wieso nicht zeitlose Mode wählen, die schnell und zu allem kombinierbar ist? Ist uns gutes und modisches Aussehen wichtiger als unsere Umwelt?

Auswirkungen der Fast Fashion sind unter anderem auch der Einsturz der Textilfabrik in Bangladesch 2013. Das Gebäude hatte bereits viele Risse, sodass vor einem Einsturz gewarnt wurde. Das hielt die Geschäftsführung allerdings nicht davon ab, seine Arbeiter arbeiten zu lassen; mit schrecklichen Folgen. An diesen Tag denken wir mittlerweile jährlich! Vergessen wird aber oft, dass wir 365 Tage im Jahr daran denken sollten. Nicht nur eine Woche lang, anlässlich der Fashion Revolution Week!

Die Produkte einer Textilfabrik werden selten geschätzt. Bei TRIGEMA dafür umso mehr!

Mitarbeiter schätzen statt ihre Arbeit verbrennen und wertvolle Rohstoffe verschwenden!

„Öko-Klamotten sind uncool und nicht schön.“ Diese Ausrede gehört der Vergangenheit an! Es gibt nämlich viele Marken, die in Sachen Design und Trend jede Altersgruppe bedienen kann!

Worauf Du beim Kauf von Kleidung achten solltest:

  • FAIRE und NACHHALTIGE Produktion
  • Nachhaltig bedeutet hierbei:
    • FAIRE LÖHNE
    • Nutzung erneuerbarer ENERGIEN
    • verantwortungsbewusster Einsatz von Chemikalien
  • STANDORT

TRIGEMA Mitarbeiterin an der Nähmaschine. Die Produkte einer Textilfabrik werden selten geschätzt.

Zitat „Das Gesetzt der Wirtschaft“ von John Ruskin:

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen. Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.“ – John Ruskin (1819 – 1900) 

Teil des Gesetztes der Wirtschaft von John Ruskin (1819-1900)

Ja, auch legendäre Luxusmarken haben zugegeben, dass sie nicht-verkaufte Ware in Massen verbrennen haben lassen. Ja, auch die Luxusmarken werden unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt. Wieso sollte man dann also mehr bezahlen, als die Ware wert ist? Ganz einfach, weil man nur für den Namen zahlt. Ist es dir das wirklich wert?

Der heutige Trend

Second-Hand ist gerade auf dem Vormarsch. Und das ist toll! Natürlich ändert sich der Geschmack oder die Figur irgendwann. Aber statt die qualitativ hochwertige, noch intakte Ware wegzuwerfen, wird sie verkauft, getauscht oder verschenkt. Angebote auf Ebay, Kleiderkreisel oder in Second-Hand Geschäften gehen mittlerweile durch die Decke!

Lies hier, was Du mit Deiner Kleidung machen kannst, die Du nicht mehr brauchst.

Rette die Welt. Verbessere die Umwelt indem Du …

  • … keine Fast Fashion mehr kaufst.
  • … keine Modeketten unterstützt, die unfair herstellen.
  • … Deine Kleidung verkaufst, verschenkst, spendest oder tauschst. Bitte nicht verbrennen!

Besonders der erste Punkt ist schwer zu bewältigen. Das verstehen wir. Es wird aber die Welt verändern! Ja, Du hast richtig gehört. Wenn Du und viele weitere Menschen nicht mehr bei billigen Fast Fashion Modeketten einkaufen, werden die Ketten nach einiger Zeit weniger Ware produzieren müssen, da sich die Massenproduktion nicht mehr lohnt und das Unternehmen auf Dauer minus macht.

TRIGEMA Kleidung wird fair und nachhaltig hergestellt. Kleidung zu verbrennen kommt bei uns nicht infrage!

Der erste Schritt ist immer der Schwierigste – das wissen wir. Mache ihn! Die Ausrede: „Wenn nur ich das mache, bringt es sowieso nichts“ gibt es nicht!!! Versuche es, Du wirst es garantiert nicht bereuen. Es gibt mittlerweile extrem viele Unternehmen, die fair und nachhaltig herstellen. Einen leeren Kleiderschrank wirst Du also garantiert nie haben!

Unterstütze Slow Fashion! Dein Geldbeutel und die Zeit, die Du ratlos vor Deinem Kleiderschrank verbringst, werden es Dir danken.

Bei TRIGEMA achten wir besonders auf die nachhaltige und umweltbewusste Produktion. Erfahre im Interview mit Unternehmenschef Wolfgang Grupp mehr über die Treue zum Standort Deutschland, über die Herstellung und die Verarbeitung unserer Produkte.

Heimat von TRIGEMA: Standort Burladingen auf der schwäbischen Alb.

Du interessierst Dich für das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit? Dann schau Dir unsere Beiträge dazu an:

„Blutige Mode“ – hier erfährst Du mehr über die Auswirkungen der Fast Fashion

Kompostierbare Mode im Trend – warum manche Sachen auf den Kompost dürfen

Modelinie TRIGEMA Change – die vollständig kompostierbare TRIGEMA Kollektion

 

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