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Nachhaltig leben – Nachhaltigkeit im Alltag

Wie Du mit kleinen Dingen Großes leistest – nachhaltige Lebensweise

Der ökologische Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck, den wir auf der Erde als einzelne Individuen hinterlassen setzt sich zusammen aus den Ressourcen, die wir verbrauchen und dem, was wir zurücklassen. Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist der Abdruck von uns meisten viel zu groß, so groß, dass die Erde eigentlich zu klein ist um mit all unseren Füßen fertig zu werden. Hier kannst Du dich und Deine nachhaltige Lebensweise mal selbst testen und Deinen ganz persönlichen ökologischen Fußabdruck ermitteln den Du auf der Erde hinterlässt.

www.fussabdruck.de/fussabdrucktest/#/start/index

 

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Fertig? Ich muss gestehen, dass ich ziemlich überrascht und auch etwas enttäuscht von mir selbst war, denn mein Abdruck ist größer, als ich dachte. Wie sieht es bei Dir aus? Wie groß ist Dein ökologischer Fußabdruck und versuchst Du nachhaltig im Alltag zu leben um Deine Spuren ein bisschen kleiner zu halten?

Wie kann man denn nachhaltig leben? Im Grunde ist es doch so, dass jeder einzelne von uns schon so viel weiß, Tipps und Tricks schon zu Hauf gehört und gesehen hat. Wenn das aber jeder einzelne auch beherzigen würde, wäre die Welt vielleicht schon ein kleines bisschen schöner. Warum also tun wir das nicht? Weil wir bequeme Gewohnheitstiere sind und Veränderungen uns erst einmal Angst machen. Denn eine nachhaltige Lebensweise ist für viele von uns in erster Linie eine Umstellung, bedeutet Arbeit an uns selbst und gewisse Anstrengung. Doch wenn dieser Punkt erst einmal überwunden ist, wirst Du sehen, dass Du mit einer nachhaltigen Lebensweise nicht nur der Natur und Umwelt etwas Gutes tust, sondern vor allem auch Dir selbst – Deiner Gesundheit und Deinem Lebensgefühl!
Also raus aus dem Trott der Bequemlichkeit – wir haben hier ein paar wirklich alltagstaugliche Tipps zusammengestellt, von denen jeder, aber auch wirklich jeder sich ein paar aneignen kann!

 

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5 Selbstverständlichkeiten im Leben, mit der man seine nachhaltige Lebensweise gestalten kann

  1. Energie sparen hilft Umwelt und Geldbeutel
  2. Cleverer Umgang mit Essen und Einkauf
  3. Das alltägliche Leben – Konsum, Haushalt, Wohnen
  4. Gut verpackt ist clever gebraucht
  5. Müll, Recycling – nicht verbrauchen, sondern gebrauchen (siehe Cradle to Cradle)

 

 

  1. Nachhaltig leben – Umgang mit Energie hilft Deinem Geldbeutel

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Schon gewusst, dass 15% des Stromverbrauchs von Elektrogeräten im Standby- oder Sleepmodus verbraucht werden? Ganz einfache, abschaltbare Steckerleisten verschaffen hier schon Abhilfe. Und übrigens – Dein WLAN frisst auch Strom wenn Du schläfst! Oder träumst Du schon online? Den Stromverbrauch unter Kontrolle zu haben ist eine Sache, noch schöner ist es natürlich zu einem Öko-Strom-Anbieter zu wechseln. Oft winken hier auch gute Preise und Wechselprämien. Also nicht faul sein, vergleichen und wechseln.
Der Klassiker: das Heizen! Muss die Heizung laufen, wenn Du nicht zu Hause bist? Oder in Räumen, die Du nicht nutzt? Auch hier lässt sich mit einem Thermostat mit Zeitschaltuhr schon viel erreichen. Es gibt auch schon immer mehr Smarthome-Lösungen auf dem Markt, mit denen Du schon von unterwegs die Regulierung übernehmen kannst. Oft kannst Du schon durch kleine Veränderungen auch alte Systeme mit solchen Lösungen pimpen!
Elektrogeräte solltest Du schon vor dem Kauf auf Effizienz, Verbrauch und Bilanz untersuchen und darauf achten, dass Du das, was Du kaufst, auch tatsächlich brauchst. Als Single hat es überhaupt keinen Sinn, sich eine Waschmaschine mit 8kg Fassungsvermögen zu kaufen, oder? Ist ein Trockner wirklich nötig in einem 2-Personen Haushalt oder kannst Du die Wäsche auch einfach aufhängen? Auch die Einstellung der Geräte solltest Du beachten. Der Kühlschrank zum Beispiel muss nicht auf der höchsten Stufe laufen, Du bist ja nicht der BOFROST-Mann! Und das Kurzprogramm an der Spülmaschine reicht auch oft aus!
Ein weiterer großer Faktor zum nachhaltig leben, bei dem Du nicht nur die Umwelt schonst, sondern auch Deinen Geldbeutel, ist natürlich die Mobilität. Fährst Du auch mit dem Auto ins Fitness-Studio um dort Fahrrad zu fahren?!? Sicher, nicht jedem ist es möglich auf das Auto zu verzichten, aber Du kannst doch darauf achten, unnötige Kurzstrecken zu vermeiden und Dir eine spritsparende Fahrweise anzueignen. Wenn ein neues Fahrzeug angeschafft werden muss, kannst Du beim Kauf verstärkt Wert auf Verbrauchs- und Emissionsangaben legen. Ein Elektroauto hat auf dem Land vielleicht noch keinen Sinn, in der Stadt kann es jetzt schon eine gute Alternative sein, wenn nicht sogar ein Roller oder E-Bike ausreicht. In vielen großen Städten gibt es tolle Car-Sharing-Angebote oder gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetze. Eine weitere Überlegung sind Fahrgemeinschaften und Mitfahrgelegenheiten. Die Möglichkeiten werden immer mehr und vielseitiger, einige unnötige Kilometer einzusparen.

 

 

  1. Nachhaltig leben – Umgang mit Lebensmitteln

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An allererster Stelle der Umweltsünden steht hier der übermäßige Fleischkonsum und allgemein der Verzehr an tierischen Produkten, den wir betreiben. Durch die Massentierhaltung, die wir brauchen, um die massive Nachfrage zu befriedigen, werden Unmengen an Treibhausgasen produziert. Du sollst und musst nicht ganz darauf verzichten, aber vielleicht nicht ganz so oft und dafür bewusster, aus artgerechter Haltung oder beim Bio-Bauern direkt einkaufen. Das Gleiche gilt übrigens für Milchprodukte, Eier etc. Damit tust Du auch etwas für Deine Gesundheit, für Deine Region und für den Tierschutz!
Ein weiterer Tipp für nachhaltigen Lebensmitteleinkauf: Stelle Dir einen wöchentlichen „Kochplan“ auf und schreibe auf jeden Fall Einkaufszettel! Das hilft Dir, nicht übermäßig viel einzukaufen und nichts wegwerfen zu müssen. Es ist auch sinnvoller einmal in der Woche einkaufen zu gehen, als jeden Tag. Täglich ist meist wesentlich teurer, man hat mehr Wege zurückzulegen und ist unflexibler und kauft oft Dinge aus Gelüsten, die man gar nicht wirklich braucht! Wir werfen viel zu viele Lebensmittel in den Müll, das liegt zum einen am falschen Einkaufsverhalten und zum anderen beispielsweise am sog. Mindesthaltbarkeitsdatum. Oft sind Lebensmittel weit darüber hinaus noch sehr gut genießbar. Geruchs- und Geschmackstest machen und auf Deine Sinne vertrauen. Wenn doch mal etwas übrig oder zu viel ist, kannst Du sehr viele Nahrungsmittel einfrieren oder auch einkochen um sie haltbar zu machen. Ich habe z.B. einen Tag in der Woche als „Reste-Tag“ eingeplant, an dem ich versuche, alles was ich nicht verbraucht habe, kreativ zu verarbeiten! So sparst Du nicht nur Geld, sondern bist auch in Deiner Planung flexibel.
Sehr gut ist auch, regionale und saisonale Produkte zu kaufen, so vermeidest Du unnötig lange Transportwege, umweltschädliche und sozial unverträgliche Anbauformen und überlagerte Ware. Und mal ehrlich – wer braucht denn Erdbeeren im Januar und Grünkohl im August?!?
Hier gibt es Saisonkalender für Obst, Gemüse und Salat –

www.regional-saisonal.de/saisonkalender

es mangelt nicht an Vielfalt und Du wirst nichts vermissen. Und es spricht auch nichts dagegen sich mal etwas zu gönnen und im Winter z.B. mal auf Tiefkühl-Obst zurückzugreifen. Das kann man sich übrigens auch selbst herstellen und aufbewahren.

 

 

  1. Nachhaltig leben – Alltägliches – Konsum, Haushalt, Wohnen

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Hier kann man eine schier unendliche Liste führen.
An allererster Stelle: konsumiere bewusst! Brauchst Du wirkliche alle Klamotten im Schrank – muss da jetzt echt was Neues her? Brauchst Du jedes Jahr ein neues Smartphone oder den neuesten Fernseher und die neueste Tasche? Und wenn Du Dir nicht sicher bist, warum kaufst Du es dann? Wir konsumieren viel zu viel, auf gesellschaftlichen Druck hin, um Leute zu beeindrucken, die wir vielleicht gar nicht mögen. Also, hinterfrage mal bei jedem Produkt, das Du kaufst, welchen Wert es für Dich hat – macht es Dich glücklich, bringt es Dir langfristig das, was Du Dir davon versprichst?
Auch im Konsumgüterbereich kannst Du auf nachhaltige Produktion achten, z.B. Kleidung aus Bio-Baumwolle aus ökologischem Anbau; Möbel, die nicht nur stylish sind, sondern auch langlebig und aus ökologisch angebautem Holz. Selbst bei der Wahl Deiner Bank kannst Du Gutes tun, indem Du herausfindest ob die Bank z.B. soziale Projekte fördert oder sich für erneuerbare Energien einsetzt.
Im Haushalt kannst Du sehr gut auf ökologische und nachhaltige Putzmittel zurückgreifen, die meistens genauso gut funktionieren wie die Chemiekeulen – dazu sind sie noch viel günstiger! Zitronensäure, Soda, Schmierseife und Essig sind wahre Wundermittel. Als Kalklöser, Fettlöser, Wasch- und Bleichmittel, Abflussreiniger… Die Einsatzmöglichkeiten sind unfassbar vielseitig. Omas Tipps sind immer noch die besten, schau hier mal nach, was Du davon am besten anwenden kannst: www.grosseltern.de/

 

  1. Nachhaltig leben – Gut verpackt ist halb gewonnen

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Einzeln eingeschweißte Äpfel, der Coffee-To-Go-Becher, Plastiktüten beim Einkaufen, überdimensionierte Verpackungen, Massen an Füllmaterial aus Plastik… Dadurch wird nicht nur Müll produziert, es wird auch eine Menge Energie benötigt um das alles herzustellen.
Eine Stofftasche oder einen Korb zum Einkaufen mitzunehmen ist schon mal ein Ansatz. Loses Obst und Gemüse kaufen der Zweite – meistens brauchst Du doch nicht den 2 Kilo Sack Karotten, oder? Getränke am besten in Glasflaschen kaufen oder zumindest in Mehrweg-Plastik-Flaschen. Warum denn auch nicht einfach Wasser aus der Leitung? Wir haben eine sehr hohe Wasserqualität in Deutschland, das Leitungswasser kann man bedenkenlos trinken. Diverse Vorratsdosen oder Behälter sparen viel Frischhalte- und Alu-Folie und wer seinen eigenen Becher mitbringt, bekommt auch einen Kaffee zum Mitnehmen, zum Teil sogar günstiger. Haltbare Lebensmittel kannst Du auch in Vorrats- oder Nachfüllpackungen kaufen und so unnötigen Müll vermeiden, denn diese kannst Du oft weiterverwenden oder umfüllen. Ebenso gilt das für Waschmittel, Kosmetikprodukte und vieles mehr! Wer doch auf Plastiktüten zurückgreifen muss, kann hier auch die aus Recyclingmaterial benutzen und sie vor allem wiederverwenden, zu guter Letzt als Müllbeutel.
Generell kannst Du immer darauf achten, Verpackungen aus Kunststoff zu vermeiden wo es nur geht und auf Papier, Pappe, Stoff oder auf lose Produkte zurückgreifen. Ganz ohne Kunststoff wird für die meisten von uns nicht funktionieren, aber wir können unseren Verbrauch stark reduzieren.

 

 

  1. Nachhaltig leben – Müll und Recycling – gebrauchen nicht verbrauchen

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Wir sollten mit den Ressourcen unserer Erde sparsam umgehen und den Berg aus Müll, den wir produzieren, nicht noch vergrößern! Die richtige Entsorgung ist das A&O in diesem Bereich. Wir Deutschen sind schon Weltmeister im Müll trennen und Recycling und das ist auch gut so. Es sollte trotzdem jeder darauf achten! Sonderabfälle wie Batterien, Altöle oder Ähnliches gehören nicht in den Hausmüll. Diese kann man sammeln und bei Gelegenheit zum Wertstoffhof bringen wo sie richtig entsorgt werden. Für Papier und Glas gibt es eigens Container und da gehören auch nur Papier und Glas hinein! Wenn Du einen Garten hast, kannst Du Dir einen Komposthaufen anlegen, der Dir guten Dünger liefern wird.
Teilen und weitergeben! Was Du nicht mehr haben möchtest, können andere vielleicht noch gut gebrauchen. In Second-Hand Läden, diversen Online Portalen oder Tauschbörsen kannst Du Dich leicht der Sachen entledigen, die Du nicht mehr brauchst. Du machst anderen eine Freude, sparst Müll ein und bekommst sogar noch Geld dafür.
Wenn etwas kaputt gegangen ist, repariere es einfach mal, oder hol Dir Hilfe dabei. Mittlerweile gibt es viele Treffpunkte und sogenannte Repair-Cafés bei denen Du deine kaputten Dinge reparieren lassen kannst – im Tausch gegen etwas Anderes. Vielleicht kannst Du eine Hose umnähen, während jemand anderes Dein Handy repariert. Eine Hand wäscht die andere ist das Motto! Wo es welche in Deiner Nähe gibt, erfährst Du hier:

www.repaircafe.org/de

Auch durch das immer beliebtere Upcycling können wir etwas aus vermeintlichem Müll oder ausrangierten Dingen machen. Taschen aus alten LKW-Planen, Schmuck aus Kaffeekapseln, Möbel aus Paletten, das sind derzeit die größten Renner. Und da geht noch viel mehr und Du hast sicher noch viele eigene Ideen, was Du aus Deinen alten Sachen machen kannst.

 

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Nachhaltig leben bedeutet also in allererster Linie bewusst zu leben und das in allen Bereichen unseres alltäglichen Ablaufs. Denn mit kleinen Dingen kannst Du Großes leisten. Die Welt auf einen Schlag zu ver­­­­ändern ist vielleicht ein wenig viel verlangt, aber Schritt für Schritt können wir sie gemeinsam ein wenig besser machen!

Schau Dir hier an, was ökologische Kleidung bedeutet.

 

 

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