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UNSERE (UM)WELT | Nachhaltigkeit

Wasser bedeutet Leben – Wasserverbrauch

Wie Du mit kleinen Dingen Deinen Wasserverbrauch reduzieren kannst.

 

Zwei Drittel der Erdoberfläche sind davon bedeckt, 70% unseres Köpers bestehen daraus, wir können maximal 3 Tage ohne auskommen, es erzeugt Energie – ein Allerwelts-Element und total banal, oder? ABER – ohne Wasser, kein Leben! Auf den eigenen Wasserverbrauch zu achten ist deshalb wichtig. Wir sollten unser Wasser nicht als selbstverständlich ansehen, nur weil es eben so einfach aus der Leitung kommt und für uns so leicht zu haben ist. Wir gehen viel zu sorglos mit diesem kostbaren Rohstoff um, der es uns erst ermöglicht am Leben zu sein.
Deutschland ist ein wasserreiches Land und eines mit hohen Standards, die zu einer sehr guten Trinkwasserqualität beitragen. Der Bedarf an Trinkwasser kann in den meisten Zeiten vom Grundwasser gedeckt werden und wir müssen uns eigentlich keine Gedanken machen ob wir morgen sauberes Wasser aus dem Wasserhahn bekommen. Im Gegensatz zu sehr vielen anderen Ländern dieser Welt leben wir praktisch im Wasser-Luxus.
Müssen wir es deswegen verschwenden, verschmutzen und achtlos damit umgehen? Ein paar Denkanstöße sind wohl nötig um uns hier allen ein wenig die Augen zu öffnen. Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, wie viel Energie und Frischwasser benötigt werden um die verschmutzten Abwässer wieder aufzubereiten, die wir tagtäglich produzieren? Dass Düngemittel in der Landwirtschaft auch in das Grundwasser sickern und erst wieder mit viel Aufwand daraus herausgefiltert werden müssen?

Jeder Mensch verbraucht pro Jahr etwa 1.000 000 Liter Wasser, direkt und indirekt. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Deutschland bei ca. 127 Litern pro Tag! Wobei wir davon nur 3-4 Liter zum Trinken und Kochen verwenden. Bei den restlichen 124 Litern ist das Sparpotenzial riesig.

 

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Eine kleine Liste an Tricks und Tipps soll Dir dabei helfen zu erkennen, wo Du überall im Haushalt und Drumherum eine Menge Wasser sparen kannst!

 

Wasserverbrauch – HAUSHALT

 

  • Der größte Wasserverschwender im Haushalt ist die Toilettenspülung! 9 Liter Wasser für 300ml Pipi? Moderne Spülkästen mit Start-Stop-Taste verschaffen hier schon Abhilfe. Oder von Anfang an einen Kasten mit weniger Fassungsvermögen einbauen. Alte Spülkästen kannst Du ganz einfach mit einem Spülstopp nachrüsten; aber konsequent nutzen musst Du das immer noch selbst!

 

  • Duschen anstatt Baden. Bei einem Vollbad verbrauchen wir 150-200 Liter Wasser, beim Duschen nur etwa 60-80. Am besten ist es immer noch, das Wasser während dem Einseifen auch einfach abzustellen. Du bekommst auch überall Duschköpfe mit Wassersparfunktion, die bis zu 50% Wasser einsparen.

 

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  • Eigentlich selbstverständlich – Wasser aus beim Zähneputzen! Beim Hände einseifen kannst Du das laufende Wasser auch abstellen, beim Rasieren sowieso. Ein wenig Wasser ins Becken laufen lassen reicht vollkommen aus. Auch für Wasserhähne gibt es Aufsätze die den Durchlauf stark reduzieren können, diese sind schnell und einfach angeschraubt.

 

  • Wasch- und Spülmaschine: Benutze so oft es geht ein Sparprogramm! Für „normal“ gerbrauchte Wäsche reicht meistens das Kurzprogramm; wir reden hier nicht von den Fußball-Trikots der Kinder nach dem letzten Regen-Turnier. Die Spülmaschine ist eine prima Erfindung, denn beim Spülen von Hand verbraucht man viel mehr Wasser und Spülmittel. Auch hier kannst Du getrost die Sparprogramme nutzen, wenn das Geschirr nicht eingetrocknet oder stark verschmutzt ist. Bei beiden Geräten gilt immer: nur laufen lassen, wenn sie auch wirklich voll sind. Das spart nicht nur Wasser, sondern auch Energie.

 

  • Tropfende Wasserhähne, undichte Siffons, kaputte Leitungen, laufende Spülkästen. Wasserverbrauch, den Du nicht einmal bemerkst. Kontrolliere regelmäßig die Armaturen, eine kaputte Dichtung kannst Du selbst schnell mal tauschen, das ist kein Aufwand. Für alles andere lieber den Fachmann kommen lassen und schnellstmöglich reparieren. Natürlich kostet das erst mal Geld, aber gespart ist damit nicht, wenn der Hahn ein halbes Jahr lang vor sich hin tropft.

 

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  • Fließendes Wasser immer vermeiden. Beim Obst und Gemüse waschen zum Beispiel. Das Waschbecken voll laufen zu lassen und alles darin waschen! Das Restwasser kann man noch zum Blumengießen oder schnell mal was aufwischen verwenden!

 

  • Wenn Du Wasser erhitzt, für Kaffee, Tee, oder beim Kochen, nimm nur so viel, wie Du auch wirklich brauchst! Für eine Tasse Tee muss der Wasserkocher nicht voll sein. Wenn doch einmal was übrig ist, zum Blumen gießen, putzen oder ähnlichem, kann man das abgekochte Wasser immer noch sehr gut gebrauchen.

 

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Der direkte Wasserverbrauch ist eigentlich sehr leicht zu reduzieren, man sieht es ja, kann es messen und am Zähler ablesen. Viel schwieriger ist es den indirekten Verbrauch einzuschätzen oder überhaupt wahrzunehmen. Hast Du Dir schon mal Gedanken darüber gemacht, dass Dein Konsum zu Deinem indirekten Wasserverbrauch gehört? Zur Herstellung einer einzigen Jeans werden z.B. bis zu 8000 Liter Wasser benötigt. Darauf hast Du keinen Einfluss, aber Du hast Einfluss darauf wie viele Jeans in Deinem Schrank liegen. Natürlich kannst Du bei den meisten Konsumgütern nicht mal schnell ausrechnen oder herausfinden, wie hoch die Menge Wasser ist, die zur Produktion eines Stückes gebraucht wird. Das verlangt auch niemand. Was Du tun kannst, ist bewusster zu leben und zu konsumieren. Denke einfach mal darüber nach, was Du brauchst und was nicht. Du kannst vor allem auch auf eine nachhaltige Produktion und umweltfreundliche Unternehmen und Hersteller achten. Wenn es hier etwas teurer wird sparst Du das mit Deinem direkten Wasserverbrauch wieder ein.

 

 

Wasserverbrauch – GARTEN

 

  • Regen kostet NICHTS! Regenwasser kannst Du für alles nutzen was ums Haus herum so anfällt, bis hin zum Auto putzen. Stelle Regentonnen und Fässer auf um das Wasser zu sammeln, am sinnvollsten ist es unter den Regenrinnen. Zum Bewässern von Rasen, Pflanzen oder für die Toilettenspülung im Gartenhaus, Terrasse schrubben oder Garage sauber machen, dazu brauchst Du kein Trinkwasser!
    Wenn Du etwas mehr Geld investieren kannst oder möchtest, dafür aber immer frisches und sauberes Regenwasser haben willst, gibt es die Lösung einer Zisterne. Diese gibt es ober- und unterirdisch. Die Installation ist, vor allem unterirdisch nicht ganz billig, lohnt sich aber, vor allem, wenn man einen großen Garten hat, vielleicht sogar einen Teich oder Pool.

 

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  • Richtig gießen, nur bei Trockenheit und zur richtigen Zeit! Ein Rasen braucht bei normaler Witterung kein zusätzliches Wasser! Wenn doch gewässert werden muss, lieber mit einem Tröpfchen, oder Schlauch-System als mit dem Sprenger. Gartenpflanzen gießt Du am besten früh morgens oder abends, in der Mittagszeit verdunstet das Wasser schnell und die Pflanzen können verbrennen. Von unten gießen und ein lockerer Boden tragen auch viel dazu bei, dass das Wasser schnell da ankommt wo es hingehört, zu den Wurzeln.
    Für Balkonpflanzen gibt es tolle Pflanzkübel mit Wasserspeicher, die Dir den aktuellen Wasserstand sogar anzeigen. Damit weißt Du genau wann es nötig ist, zu gießen und läufst auch nicht Gefahr Deine Blumen zu ersäufen 🙂

 

Du siehst also, es ist nicht schwer Wasser zu sparen und Du musst auch auf nichts verzichten oder dich großartig einschränken. Und das Ganze hat noch den schönen Nebeneffekt – Du sparst bares Geld, weil der Wasserverbrauch auch immer einher geht mit Strom und Energie!

 

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Kommentare (1)

  • Ferdinand Schneider
    am 30. Mai 2018 um 08:42 Uhr

    Vielen Dank für diese Tipps zum Wassersparen. Ich denke, wir sollten mit dem sauberen Trinkwasser, das wir haben, sorgfältig sein und ich suche deswegen immer nach neuen Wegen um meinen Wasserverbrauch zu reduzieren. Ich nehme bereits immer eine kurze Dusche, aber es ist eine gute Idee, die Dusche auszuschalten, während man sich einseift. Das werde ich versuchen. Unverständlich, dass die Menschen beim Zähneputzen das Wasser laufen lassen.

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