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Social distancing vs. Physical distancing

Social distancing ist aktuell in aller Munde. Im Grunde genommen bedeutet es, seine sozialen Kontakte stark einzuschränken und sich aus Vorsorge zu Mitmenschen zu distanzieren. Unserer Meinung nach, ein falscher Rückschluss in der Corona-Krise, denn nicht soziales, sondern physisches oder körperliches Distanzieren, wäre angebracht. Wir sprechen uns aus für physical distancing, nicht social distancing!

Die Sorgen sind groß, die Folgen deutlich sichtbar: Der Coronavirus hat uns alle im Griff. Auch unsere TRIGEMA Testgeschäfte mussten anlässlich der landesweiten Vorsorge um unsere Gesundheit schließen. Für gesundheitlich vorbelastete sowie ältere Menschen, besteht ein erhöhtes Risiko für das Coronavirus, denn sie sind anfälliger. Diese Risikopersonen sollten vorsorglich so lange wie möglich daheim verharren. Ungünstig ist dabei nur, dass wichtige Dinge wie das Einkaufen, dadurch auf der Strecke bleiben. Junge und gesunde Menschen können helfen!

Hilfe von allen Seiten ist jetzt wichtig

Meide als junger gesunder Mensch die sozialen Kontakte nicht bis auf Weiteres: Lasse die älteren Familienmitglieder nicht vereinsamen, sondern unternehme etwas dagegen! Schützt euch selbst aber vergesst nicht die Solidarität, die wir in diesen Tagen so dringend brauchen. Jeder von uns wird früher oder später auf Unterstützung angewiesen sein, deshalb fassen wir zusammen, was Du jetzt tun kannst, um Deinen Nachbarn oder anderen Risikopersonen zu helfen.

Das Wichtigste voraus

Vergiss nicht dich selbst zu schützen. Möglichkeiten gibt es hierfür genug:

  • Fasse Dir nicht ins Gesicht
  • Wasche Deine Hände so oft und so gründlich wie nur möglich
  • Huste und Niese Dir in die Armbeugen
  • Ziehe notfalls auch Handschuhe an
  • Halte mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen

Nicht hamstern

Hamstern ist nicht nötig – wirklich nicht. Keiner der Supermarktketten hat bisher einen Liefernotstand ausgerufen. Es wird also weiterhin möglich sein, den Lebensmittelbedarf der Bevölkerung zu decken. Kaufe also nicht massenhaft Klopapier, Nudeln und andere Dinge, sondern denke an Deine Mitmenschen. Risikopersonen, die ihren Aufenthalt in der Öffentlichkeit eingrenzen, können nicht jederzeit einkaufen gehen. Eine Infektion mit dem Coronavirus kann bei ihnen tödlich enden, daher überlege Dir gut, ob du wirklich drei Packungen Klopapier brauchst.

Einkaufen für Bedürftige

Social distancing soll nicht heißen, soziale Kontakte zu vernachlässigen.

Vielerorts gibt es derzeit Solidaritätsaktionen. Unter dem Hashtag #NachbarschaftsChallenge posten zahlreiche Nutzer diverse Hilfsangebote. Einkaufen für ältere Risikopersonen ist schon beinahe selbstverständlich geworden. Statt jederzeit für sich selbst einzukaufen, kannst Du sicherlich auch für Deine 80-jährige Nachbarin einkaufen gehen. Um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten, solltest Du die Einkäufe vor der Haustür ablegen.

Mittlerweile gibt es auch diverse Apps, auf denen Du Deine Hilfe anbieten kannst und Bedürftige Hilfe anfordern können. „Nebenan.de“ ist eine solche App. Für das iPhone in den App Store gehen und nach „nebenan.de“ suchen und downloaden. Weitere Anweisungen befolgen. Bei anderen Smartphone-Anbietern in den Play Store gehen und dasselbe tun.

Schülern beim Lernen helfen

Das soziale Netzwerk Twitter macht es vor: Unter dem Hashtag #twitterlehrerzimmer kannst Du Deine Hilfe anbieten. Vielleicht ist das Abitur noch gar nicht so lange her oder Du bist selbst Lehrer oder Lehrerin. Schülerinnen und Schülern fehlen nun Lerngruppen, die das erlernte Wissen festigen. Diverse Prüfungen wie das Abitur, stehen vor der Tür und müssen trotz Corona-Krise früher oder später bewältigt werden. Online ist vieles möglich – biete es an und/oder nutze es.

Soziale Kontakte aufrechterhalten

Treffe Dich nicht mit Freunden und Familie, denn die Situation ist ernst und nicht zu unterschätzen. Halte Dich an die Empfehlung daheim zu bleiben, wann immer es geht. Halte Dich an das Kontaktverbot. Gehe nicht das Risiko ein, zur Ansteckungsgefahr für andere zu werden. Aber wir sagen deutlich: Telefoniere! Rufe Freunde und Familie an. Nutze Videoanrufe um euch gegenseitig zu sehen. Das Internet eröffnet viele Möglichkeiten in Kontakt zu treten. Rede mit Oma und Opa, schreibe einen Brief oder male ein Bild. Selbst wenn das Internet mal nicht funktionieren sollte oder Oma und Opa keinen Zugriff darauf haben, gibt es immer noch die gute alte Post. Sie ist für uns alle da – um soziale Kontakte aufrechtzuerhalten, sollten wir auch die altmodische Methode nutzen.

Soziale Kontakte aufrechterhalten

Bitte nicht falsch verstehen, halte Dich in jedem Fall an das zuletzt ausgerufene Kontaktverbot. Unterscheide aber physical und social: Unserer Meinung nach sollte social distancing keineswegs praktiziert werden, denn der sprengende Punkt ist: Gerade das soziale Miteinander sollte in dieser Zeit gestärkt werden – mit ausreichendem Abstand. Gerade jetzt brauchen wir einander mehr denn je. Angela Merkel hat am Mittwoch, den 18.03.2020 ausdrücklich betont, die empfohlenen Maßnahmen zu befolgen und die Situation ernst zu nehmen, denn es ist ernst.

Blut spenden

Blutspende-Termine fallen nicht unter das Veranstaltungsverbot. Bewusst ist das den Wenigsten, denn aktuell spendet kaum noch jemand Blut. Eine fatale Folge, denn Blut wird weiterhin dringend benötigt. Wenn Du gesund bist, spende bitte weiterhin Blut für chronisch Kranke und Verletzte, denn auch Sie müssen versorgt werden. Aufgrund der geringen Haltbarkeit von Blutpräparaten ist ein kontinuierliches Engagement essenziell. Rette Leben. Informiere Dich hier über die zusätzlichen Schutzmaßnahmen während einer Blutspende in den Zeiten von Corona.

https://www.blutspendedienst.com/blog/ruhig-blut-blutspende-in-zeiten-des-corona-virus

Gassi gehen

Hunde benötigen frische Luft und Auslauf. Für Risikopersonen ist es fahrlässig mit dem geliebten Haustier an die frische Luft zu gehen. Zwar tut frische Luft gut, aber nicht, wenn der betroffene Besitzer zu den Risikopersonen gehört. Nimm ihnen daher auch einen Spaziergang mit ihrem Hund ab. Letztendlich ist es jedem selbst überlassen, ob er sich an fremde Hunde herantraut. Vielleicht entwickelt sich hierbei ja eine ganz neue Freundschaft.

Zusammenhalt ist besonders in der Corona-Krise gefragt

Fazit

Immer dringender wird Nachbarschaftshilfe benötigt. In der Corona-Krise hilft es niemandem sich sozial zu Distanzieren. Mit dem Begriff social distancing ist zwar jedem bewusst, was damit gemeint ist, aber wortwörtlich übersetzt, ist das ein garantiert falscher Ansatz diese Corona-Krise zu bewältigen.

Keiner sollte nun vereinsamen, denn gerade jetzt sollten wir mehr denn je zusammenhalten. Jeder kann jedoch einen kleinen Beitrag zur aktuellen Lage beitragen und anderen damit helfen. Wir möchten Dir keinesfalls Vorschriften machen oder Dich dazu drängen, Risiken einzugehen – bitte verstehe das nicht falsch. Wir vertreten lediglich eine Meinung zum Begriff social distancing, die wir Dir mitteilen wollten. Vielleicht siehst Du das anders? Gerne kannst Du Deine Meinung in einem Kommentar unter diesem Beitrag teilen.

Unsere Meinung: Mit Solidarität und physical distancing schaffen wir es gemeinsam.

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Junge Menschen lachen in weißen T-Shirts.

 

Kommentare (16)

  • Weiß
    am 5. April 2020 um 09:25 Uhr

    Frage: wenn das Virus ja durch Seife zerstört werden kann, weshalb muss die Maske so intensiv bei hoher Temperatur gewaschen werden?

  • Max Thisen
    am 4. April 2020 um 13:14 Uhr

    Zitat:“ Ohne sie waere ich nichts“ = Wort des Jahres

  • Gregor W.
    am 1. April 2020 um 23:25 Uhr

    Bei allem Respekt, das ist eine tolle Idee und Ansatz – doch eine Maske ohne medizinische Expertise, Zertifikat etc., mit nach oben geöffneten Falten? Wo es hunderte Beispiele dafür gibt, dass aus hygienischen Gründen die „Ziehharmonika-Faltung“ nach unten zeigen sollte – und dann nur im 10er Pack erhältlich? Wer soll sich denn für 120 € 10 Masken leisten, die nicht sicher gegen Bakterien oder Viren schützen?

    • TRIGEMA Online Team
      am 2. April 2020 um 07:46 Uhr

      Hallo Herr w.
      vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Wir haben aktuell eine sehr hohe Nachfrage. Damit wir möglichst viel und effizient liefern können, bieten wir nur einen 10er-Pack an. Wenn sich die Lage wieder etwas beruhigt dann werden wir vielleicht auch in kleineren Einheiten verkaufen. Ein Zertifikat zu bekommen würde Monate dauern, daher bieten wir aufgrund der extrem dringenden Nachfrage unseren Behelfs-Mundschutz ausdrücklich kommuniziert ohne Zertifikat an. Zum Preis: Bitte bedenken Sie, dass unsere Masken wiederverwendbar sind, sie können unzählige Male gewaschen werden. Jede einzelne Maske ist von Hand genäht. Hinzu kommt, dass wir ausnahmslos in Deutschland produzieren und dort Arbeitsplätze sichern. Wir schonen bei der Herstellung unserer Artikel die Umwelt und produzieren nachhaltig. Zudem geben wir unseren Online-Kunden je nach Jahreseinkauf bis zu 25% Rabatt. Wir verwenden hochqualitativen Stoff und achten darauf, dass die Verarbeitung sauber und genau ist. Made in Germany hat einen Preis.
      Wir hoffen, Ihnen Ihre Bedenken damit genommen zu haben.
      Liebe Grüße, Ihr TRIGEMA Online Team 🙂

  • Thorsten
    am 31. März 2020 um 16:21 Uhr

    Daumen hoch.Habe auch nichts anderes von dem mir hochgeachteten Herrn Grupp und seinem gesamtem Trigema Team erwartet.
    Vielen Dank und viele Grüße

  • Thomas V.
    am 31. März 2020 um 16:16 Uhr

    In diesen Tagen lernen und lehren wir das richtige Verhalten beim Niesen. Früher hieß es „Halte die Hand vor den Mund!“, heute „Nieß in die Armbeuge!“. Diese Etikette fordern wir mit einer Selbstverständlichkeit schon aus Rücksicht und Höflichkeit für andere Personen ein. Eine Person, die sich nicht daran hielt, wurde so von Mitmenschen gelegentlich gemaßregelt und despektierlich als Bazillenschleuder betitelt.
    Da Mund-Nasenschutz mit und ohne FFP2- oder FFP3-Filter gerade Mangelware sind und in erster Linie den Personen im Gesundheitswesen und der Pflege vorbehalten sein sollen, finde ich Ihren Ansatz bei Trigema zum „physical distancing“ richtig. Die Debatte, ob ein Mund-Nasenschutz oder eine wiederverwendbare Halbmaske aus Thermoplastik vom 3D-Drucker wirksam eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern bzw. deutlich reduzieren kann, verstehe ich daher nicht. Jeder, der am öffentlichen Leben mit Publikumsverkehr teilnimmt – und sei es nur kurz zum Einkaufen im Supermarkt, auch die, die sich gesund fühlen, sollten zum Tragen von Mund-Nasenschutz angehalten werden. Die Krise fordert von uns allen Geduld, Disziplin, Besonnenheit, und Kreativität. Danke für die Ihre!

    • TRIGEMA Online Team
      am 1. April 2020 um 16:08 Uhr

      Vielen Dank für Ihre Meinung Herr Vladzius,
      wir hoffen auch, dass der Zusammenhalt und die Solidarität uns schnell über diese Krise – von der wir alle betroffen sind – hinweg hilft.
      Liebe Grüße vom TRIGEMA Online Team 🙂

  • Thomas
    am 31. März 2020 um 11:19 Uhr

    Liebes Trigema-Team,
    es freut mich von Ihrem Mundschutz zu lesen! Ja – Initiative ist gefragt!
    Vielen Dank dafür.
    Ich wünsche der gesamten Trigema-Belegschaft alles Gute.

  • Michael E.
    am 29. März 2020 um 17:37 Uhr

    Im Abschnitt „Soziale Kontakte aufrechterhalten“ hat sich im letzten Satz ein kleiner, aber entscheidender Fehler eingeschlichen: Nach den Worten „empfohlenen Maßnahmen…: fehlt das Wort „nicht“. Dann stimmt der Sinn des Satzes wieder. Ansonsten ein gutes Statement. Viele Grüße Michael

    • TRIGEMA Online Team
      am 30. März 2020 um 11:36 Uhr

      Hallo Michael,
      vielen Dank für den Hinweis, den haben wir natürlich umgehend korrigiert!
      Liebe Grüße, Ihr TRIGEMA Online Team 🙂

  • Martin de Jong
    am 29. März 2020 um 15:25 Uhr

    Liebe Trigema-Leute,
    gute Texte, in dem Satz
    „Angela Merkel hat am Mittwoch, den 18.03.2020 ausdrücklich davor gewarnt die empfohlenen Maßnahmen zu befolgen und die Situation ernst zu nehmen, denn es ist ernst.“ fehlen aber glaube ich zwei „nicht“.
    Herzliche Grüße
    Martin de Jong, Gießen

    • TRIGEMA Online Team
      am 30. März 2020 um 11:37 Uhr

      Danke für den Hinweis, das haben wir sofort behoben 🙂

  • Rosemarie Schmidt
    am 29. März 2020 um 11:52 Uhr

    Es ist toll, dass Sie Ihre Produktion u.a. auf Atemmasken und Schutzkleidung umgestellt haben. Danke!
    Mich wundert es allerdings, dass die Falten der Masken nach oben zeigen. Das suggeriert, dass dort etwas Schädliches so besser „hängenbleiben“ kann. In den Bauanleitungen für Atemmasken liest man immer, dass es wichtig wäre, die Falten nach unten zu legen. Ist da etwas dran, haben Sie mit Mediziner gesprochen?

    • TRIGEMA Online Team
      am 30. März 2020 um 11:32 Uhr

      Hallo Frau Schmidt,
      bisher haben wir noch keine solche Hinweise bezüglich der nach oben geklappten Falten erhalten. Wir haben bereits diverse Masken versendet und keine negativen Rückmeldungen bekommen.
      Liebe Grüße, Ihr TRIGEMA Online Team 🙂

  • Verena Alberg
    am 29. März 2020 um 11:27 Uhr

    Guten Tag,
    vielen Dank für Ihr Engagement. Es hat sich ein kleiner Fehler in Ihren Text auf der Seite https://www.trigema.de/magazin/social-distancing-vs-physical-distancing/ eingeschlichen. „Angela Merkel hat am Mittwoch, den 18.03.2020 ausdrücklich davor gewarnt die empfohlenen Maßnahmen zu befolgen und die Situation ernst zu nehmen, denn es ist ernst.“
    Viele Grüße

    • TRIGEMA Online Team
      am 30. März 2020 um 11:40 Uhr

      Hallo Frau Alberg,
      vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben das sofort korrigiert.
      Liebe Grüße, Ihr TRIGEMA Online Team 🙂

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