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7. Oktober – Der Tag für menschenwürdige Arbeit

Anlässlich dem Tag für menschenwürdige Arbeit, fragen wir Dich: Was glaubst Du, wie viele Menschen lebten 2016 weltweit als moderne Sklaven? Mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen, die Du Dir vorstellen kannst. Mit stark eingeschränkten Grundrechten. Die mit Haftstrafen eingeschüchtert werden, wenn sie für ihre Rechte kämpfen und massenhaft Kinderarbeit. Was glaubst Du, wie viele Menschen waren 2016 laut Global Slavery Index (australischen Menschenrechtsorganisation Walk Free Foundation) moderne Sklaven?

Es sind mehr als 45 Millionen Menschen. Kannst Du Dir das vorstellen? Zwei Drittel der 45 Millionen Sklaven aus dem Jahr 2016, waren im asiatischen Raum beschäftigt.

Reisfeldarbeiter in Asien arbeiten ohne Arbeitszeitregelung

Zum Tag für menschenwürdige Arbeit, sprechen wir ein Thema an, das uns sehr am Herzen liegt: Arbeitsbedingungen. Nicht jeder auf dieser Welt hat das Recht, auf ein sicheres Arbeitsumfeld mit fairem Lohn. Daher ist es umso wichtiger zu verstehen, dass faire Arbeitsbedingungen nicht selbstverständlich sind. Anders als beim Fashion Revolution Day, wird am Tag für menschenwürdige Arbeit nicht nur die Textilbranche thematisiert, sondern auch alle anderen Branchen.

Warum ein Welttag für menschenwürdige Arbeit?

Um weltweit auf die schlimmen Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen und damit für menschenwürdige Arbeit zu kämpfen, rief der Internationale Gewerkschaftsbund 2008 den „Welttag für menschenwürdige Arbeit“ – oder auch „Tag für Gute Arbeit“ aus. Seitdem setzen sich weltweit viele Menschen für eine gute Arbeit ein, kämpfen für die Abschaffung von Kinderarbeit, für Schutzrechte am Arbeitsplatz, für gleiche Rechte für Frauen und für Lohngerechtigkeit. Zuspruch findet dieser Tag nicht nur durch Demonstrationen. Auch durch soziale Projekte, Aktionen, Protestbriefen oder durch Flashmobs wird die wichtige Botschaft nach außen getragen.

In einer Schreinerei stehen viele gefährliche Geräte

In Deutschland können wir uns auf viele Schutzrechte verlassen, da hier starke Gewerkschaften existieren und für Tarifverträge kämpfen. Unser Mindestlohn, wie wir ihn heute kennen, musste hart erkämpft werden. Dennoch gibt es neben dem Lohn auch andere Faktoren, die für schlechte Arbeitsbedingungen sorgen. Stress ist einer davon – und er nimmt stetig zu. Oft haben Arbeitsnehmer keine Zeit mehr für eine Pause, leisten unbezahlte Überstunden und gehen krank zur Arbeit.

Seit 2007 befragt der Deutsche Gewerkschaftsbund die Arbeitnehmer jährlich nach den Arbeitsbedingungen. In ihre Beurteilung fliegen insgesamt elf Kriterien ein, die unter anderem Einkommen, Sicherheit am Arbeitsplatz, Belastung, Betriebsklima und Weiterbildungsmöglichkeiten miteinbeziehen.

Bauarbeiter arbeiten am Bau mit schweren Materialien und Geräten.
Mehr Fairness für alle

Zu einer Verbesserung in jeder Hinsicht, können bereits kleinere Veränderungen beitragen:

  • Zahlung existenzsichernder Löhne
  • Angemessene Arbeitszeiten
  • Keine Diskriminierung in jeder Hinsicht am Arbeitsplatz
  • Keine Kinderarbeit
  • Rechtsverbindliches Arbeitsverhältnis

Mit unserem Code of Conduct, fassen wir alle Punkte zusammen, die für uns auf Selbstverständlichkeit beruhen. Mit ihm verpflichten wir nicht nur uns als Betriebsfamilie, sondern auch unsere Lieferanten und Geschäftspartner, den Ansatz für mehr Fairness einzuhalten. Neben dem Umgang, werden auch Arbeitszeiten, Entlohnung, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Umweltschutz und viele weitere Themen festgehalten. Kontrolliert wird die Einhaltung des Code of Conduct vom Grünen Knopf, sowie vom Bündnis für nachhaltige Textilien im Rhythmus von zwei Jahren.

Kind arbeitet als Automechaniker. Am Tag für menschenwürdige Arbeit wird einem wieder klar, dass unsere Arbeitsbedingungen nicht selbstverständlich sind.

Wie ist Deine Meinung zum Tag für menschenwürdige Arbeit? Welche Forderung bedarf unbedingt einer Klärung? Wir freuen uns auf einen Kommentar von Dir.

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