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UNSERE (UM)WELT | Nachhaltigkeit

Der Weg eines T-Shirts

Stellen Sie sich vor, Sie haben heute frei und sind in die Stadt gegangen, um einkaufen zu gehen. Als Sie in der Fußgängerzone entlang der Geschäfte schlendern, sehen Sie ein super T-Shirt im Schaufenster. Kurzerhand betreten Sie das Geschäft und kaufen sich das Objekt Ihrer Begierde – man gönnt sich ja bekanntlich sonst nichts. Bevor das T-Shirt aber unseren Körper ziert, hat es eine lange Reise hinter sich. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Stationen auf dem Weg vom Stoff zum Shirt auf.

Herstellung und Transport – der Weg eines T-Shirts

Ein T-Shirt hat heutzutage eine halbe Weltreise hinter sich, bis man es bei uns in den Einkaufszentren kaufen kann. Wir haben mal den Weg eines TRIGEMA T-Shirts mit einem T-Shirt von anderen Herstellern verglichen.
Ein gewöhnliches T-Shirt hat seinen Ursprung in den USA. In Virginia befinden sich riesige Baumwollplantagen. Wurde die Baumwolle geerntet und gereinigt, wird sie einmal durch die USA nach Kalifornien transportiert, wo sie dann auf Containerschiffe verladen wird. Das Containerschiff fährt etwa 10.000 km in die Türkei, wo die Baumwolle dann zum Faden gesponnen wird. Es entsteht also das Garn. Von der Türkei geht’s  in das 8.000 km entfernte Taiwan. Dort wird mit Hilfe von Strickmaschinen aus dem Garn Stoff produziert, die wiederum als Stoffballen auf ein Containerschiff verladen werden. Nach 2.000 km erreicht das Schiff China. In den chinesischen Textilfabriken werden unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen und geringsten Löhnen die Stoffe, zu beispielsweise einem T-Shirt, verarbeitet.

Das Beispiel T-Shirt macht eine halbe Weltreise und legt eine Strecke von etwas 27.535 km zurück.

Der Weg eines T-Shirts

Das T-Shirt geht auf Reisen

Ankunft des T-Shirts in Deutschland

Ist es fertig genäht, wird es wieder auf ein Containerschiff gebracht und 7.000 km nach Deutschland gefahren. Das T-Shirt hat nun schon eine Reise von Sage und Schreibe 27.500 km hinter sich, bis es in Deutschland ankommt.
Ein T-Shirt von TRIGEMA macht nicht annähernd so eine lange Reise durch die Welt. Da wir ausschließlich in Deutschland produzieren, wird nur die Baumwolle aus der Türkei oder Griechenland bezogen. Vor Ort in der Türkei, Griechenland oder spätestens in Deutschland wird die Baumwolle zu fertigem Garn gesponnen. Somit legt das TRIGEMA T-Shirt lediglich eine Reise von 2.300 km (aus der Türkei) oder 1.600 km (aus Griechenland) zurück.

Der Weg eines T-Shirts

Der Weg eines TRIGEMA-T-Shirts

Die restlichen Produktionsschritte wie die

  • Stoffherstellung
  • Ausrüstung
  • Zuschnitt & Konfektion
  • Veredelung

finden alle bei TRIGEMA, in unseren Werken Burladingen, Altshausen und Rangendingen statt. Darunter verstehen wir die 4-stufige Produktion.
Gerne können Sie sich bei einer Betriebsführung durch unsere Produktion in Burladingen einen Einblick in die verschiedenen Produktionsschritte verschaffen.

Was passiert mit dem T-Shirt nach dem Tragen?

Und wer denkt, dass die Reise hier zu Ende ist, der täuscht sich. Hat ein T-Shirt in Deutschland ausgedient, wird es für gewöhnlich in die Altkleidersammlung gegeben. Von dort geht es in das benachbarte Holland in eine sogenannte Sortierfabrik. Die aussortierten Kleidungsstücke werden dann zum Kilopreis für einen Secondhandmarkt nach Sambia weiterverkauft. Ganz schön erschreckend.

Erfahren Sie:

 

Kommentare (12)

  • Franz Strasser
    am 26. März 2020 um 12:48 Uhr

    Ich bin Österreicher,genauer gesagt Tiroler.
    Kenne Deutschland das tolle Land mit den vielen Lieben Menschen und ihren unterschiedlichsten Kulturen sehr gut.
    Bin seit einigen Jahren Kunde bei TRIGEMA
    Habe in verschiedenen Testgeschäften eingekauft,immer Top bedient und beraten worden und habe aus gegebenem Anlass den Online Versand in Anspruch genommen.
    Auch das macht den Eindruck,das man gut bedient ist.
    Jedes T Shirt,jedes Stück Unterwäsche usw. würde in irgendeinem Klamottenladen günstiger zu haben sein.
    Jedoch einzig und allein ein Ramschpreis zieht mich nicht zum Verkaufstresn.
    Für mein Geld möchte ich ganz gern wissen,was draufsteht ,das das auch drin ist.
    Die Qualität und die Passform zu halten auch nach vielem Tragen und oftmaligen Waschen.
    Da kommt an TRIGEMA nicht so schnell einer ran.
    Dann der Herstellungsprozess,für jedermann ersichtlich und authentisch von A bis Z.
    Dann ein Deutsches Traditionsunternehmen,wo man noch dem Slogan,Made in Germany unmissverständlich treu bleibt.
    Wo Mitarbeiter einen Stellenwert haben und zur Familie TRIGEMA gehören und nicht ausgebeutet,versklavt und unter verheerenden Bedingungen für Hungerlöhne schuften müssen.
    Wo die Wertschöpfung im Land bleibt und über Tausend Menschen einen sicheren Arbeitsplatz haben.
    Weil die Familie Grupp Patrioten sind und ihrem Land treu geblieben sind und sich nicht von einem verrückten Trend haben leiten lassen wie viele Top Unternehmen,die geglaubt haben in Asien große Kohle zu machen.
    Die Lumpen die schäbigen.
    Familie Grupp und ihre Mannschaft haben nicht das Handtuch geschmissen, als ihnen der eine und andere Großhändler und die Versandhäuser abhanden gekommen sind.
    Sie haben Initiative entwickelt um ihre Produkte trotzdem zu verkaufen und die Arbeitsplätze zu halten.
    Nun in der derzeitigen Krisensituation hat es sicher wieder Strategien gebraucht um das Rad am laufen zu halten.
    Ich wünsche dem Unternehmen TRIGEMA,das es möglichst viele Institutionen gibt,die ihre Aufträge an erforderlichen Schutzmasken oder auch Kleidung,dem heimischen Unternehmen zu kommen lassen.

    Franz Strasser

    • Neukirch Zenger
      am 17. Juli 2020 um 17:23 Uhr

      Ih war heute gegen 15:00 Uhr in gremsdorf in ihrem Geschäft einkaufen – die erste Verkäuferin mit kurzen grauen Haaren hat uns ( meine Tochter und meinen kleinen Hund 🐶,der sich in der hundetasche befand und sich nicht rührte ) sehr höflich begrüßt und auch bedient. Beim weg zur Kasse kam eine 2. Verkäuferin die uns unhöflich darauf hinwies das man Hunde nicht mit Geschäft nehmen dürfe – ich verstehe es – wen man Hunde frei rumlaufen lässt – aber dies war nicht der Fall – mich störte diese Unhöflichkeit – im nächsten Geschäft neben dran – sOliver würde ich dann sehr nett begrüßt und bedient – auch mit meinem kleinen Hund in der Tasche
      Mir freundlichem Gruß
      Neukirch Zenger

  • Livvy
    am 28. Januar 2020 um 15:29 Uhr

    Hey, ganz schön erschreckend, dass T-Shirts eine solche Strecke zurücklegen! Wenn man dann unser Konsumverhalten bedenkt… jeder hat ja circa 50-100 Kleidungsstücke! Das auf ganz Deutschland ausgeweitet ist erschreckend!!

    • TRIGEMA Online Team
      am 28. Januar 2020 um 15:34 Uhr

      Hallo Livvy,
      richtig. So sehen wir das auch, deshalb kommunizieren wir es nach außen, in der Hoffnung, dass es immer mehr so sehen wie wir!
      Liebe Grüße, Dein TRIGEMA Online Team 🙂

  • Meesen
    am 9. August 2019 um 10:11 Uhr

    Gestern kam ein Bericht über Recycling Kleider. Eine comerzielle Fa. in Ostdeutschland erhält auch von gemeinnützigen Vereinen Altkleider und sortiert diese. Gut erhaltene werden im Second Hand Laden verkauft, Rest zu Fasern gerupft und zB. an Autoindustrie verkauft als Dämmstoffe. Sogar Schuhe werden versucht, zu zerkleinern und als Rohstoff zu verkaufen. Von Weitergabe an Bedürftige war keine Wort in dem Beitrag zu hören.

    • TRIGEMA Online Team
      am 9. August 2019 um 10:38 Uhr

      Hallo,
      oh ja, diesen Beitrag haben wir auch gesehen. Traurig, aber wahr. Mittlerweile ist das Problem, dass auch wenn gut erhaltene Kleidung nach Afrika oder sonstige Kontinente und Länder versendet werden, damit die Wirtschaft des Landes zerstört wird. Bedürfte erhalten die Kleidung nur, wenn sie dafür zahlen, wirklich tragbar, sind diese Sachen aber nicht mehr. Arbeitsplätze werden hiermit zerstört. Eine Lösung gibt es für die viele Textilware, die wir mittlerweile hergestellt haben, scheinbar nicht. Wir wissen nicht mehr wohin damit, daher werden neue Methoden (wie Schuhe in einzelne Rohstoffe zu schreddern) gesucht. Mal sehen wo das alles hingeht…
      Liebe Grüße, Ihr TRIGEMA Online Team 🙂

  • Norbert Ehlert
    am 30. August 2018 um 21:15 Uhr

    Für mich nur noch Trigema. Deutsche Produkte in Deutschland hergestellt muss man unterstützen und dafür zahle ich auch gerne etwas mehr.

    • Gregor Arndt
      am 8. August 2019 um 19:13 Uhr

      Genauso mach ich‘s auch. Die heimischen Hersteller sind zu unterstützen.
      Völlig unverständlich ist, dass diese „Weltreise-Klamotten“ trotzdem noch so billig sind. Transport kostet deutlich zu wenig.

  • Erika
    am 24. Juni 2016 um 21:43 Uhr

    Wie kommst du drauf, dass die Hälfte verbrannt wird? Vorher stellst du ja dar, dass der Rest sich als Rohstoff noch eignet. Es ist anzunehmen, das damit nicht das Verbrennen gemeint sein wird.

    • Peter Schubert
      am 24. Juli 2018 um 07:58 Uhr

      Ich finde es prima, dass eine deutsche Firma umweltbewusst arbeitet und auch hier preiswerte und gute Qualität möglich ist, wenn man es nur will.
      Bei TRIGEMA können viele Anbietr von Kleidern etwas lernen.
      Danke dass es sie gibt.

  • Martin | derJogger
    am 21. Juni 2016 um 12:13 Uhr

    Gut, dass die langen Wege hier mal so deutlich aufgezeigt werden! Man kann es fast nicht glauben, dass die Wolle für das T-Shirt der Konkurrenz 27500 km zurücklegt bis es getragen werden kann. Und umso besser, dass ihr eure Wolle in der „Umgebung“ einkauft und lokal verarbeitet!
    Man darf bei dem Thema ‚Nachhaltigkeit‘ (und darum geht es ja auch bei den zurückgelegten Strecken der Materialien) nur nicht die Tragedauer vergessen. Ein T-Shirt welches nur eine Saison getragen wird ist leider auch nicht nachhaltig, egal wie nachhaltig es produziert wurde.

    Den letzten Absatz finde ich ja auch etwas „erschreckend“ und musste gleich mal googlen. Habe mich nie intensiver mit dem Thema beschäftigt und dachte, wenn ich die Klamotten, die nicht mehr passen zum DRK gebe, wird das schon gut sein und weiter verwendet. Hier nun das Ergebnis meiner kurzen Suche:

    „Das DRK sammelt jährlich 90.000 bis 100.000 Tonnen Altkleider. Davon ist nur rund die Hälfte noch tragbare Kleidung, der Rest eignet sich nur noch als Rohstoff. 4.000 bis 5.000 Tonnen Kleidung geben wir direkt an bedürftige Menschen weiter. Bezogen auf die noch tragbare Kleidung sind das also rund 10 Prozent. Der Rest wird verkauft.“

    Zusammengefasst:
    – 50 % wird in Müllverbrennungsanlangen verwertet
    – 5 % werden in Deutschland an bedürftige Menschen gegeben
    – 45 % gehen ins Ausland (davon 40 % nach Afrika)

    • Franz Strasser
      am 26. März 2020 um 15:14 Uhr

      Hallo Martin,Der Jogger!

      Dein Eintrag gefällt mir sehr gut!
      Weil sehr gut detailliert und verständlich dargestellt.
      Das China,Taiwan,Bangladesch usw.nicht im nächsten Dorf oder in der nächsten Stadt sind ist mir schon bewusst.
      Was ich nicht kapiere ist die Unwissenheit oder es einfach nicht wissen wollen von einem großen Teil der Konsumenten.
      Billig ist wichtig,ohne Nachzudenken wo der Ramsch herkommt.
      Containerschiffe von China nach Hamburg wochenlang auf See.
      Aber rund um die Uhr und nicht nach acht oder zehn Stunden werden die Motoren abgestellt.
      Was die an CO2 in die Luft blasen und sonst noch Dreck in die Gewässer ablassen,ist mit normalem Verstand nicht zu begreifen.
      Das selbe Dilemma ist der Luftverkehr um den unnötigen Ramsch hierher zu schaffen.
      Im Gegenzug,Alt oder Gebrauchtkleider wieder zu entsorgen und sie tonnenweise nach Afrika zu schaffen,geht auch nicht mit dem Pferdegespann oder Ochsenfuhrwerk.
      Muß wieder aufs Schiff oder per Flieger transportiert werden.
      Da mekkert aber keiner,vor allem keiner aus der Politik.
      Hochbezahlte Leute,wo man meinen müsste,die müssen es drauf haben..
      Wenig bis gar nichts ist in vielen Köpfen drin.
      Wäre Corona nicht gekommen,wär’s eine Frage der Zeit gewesen,das man dem Zugpferd der Deutschen Nation.
      Der Autoindustrie,das Gas abgedreht hätte weil ein paar Idioten geträumt haben das jetzt der Diesel stinkt.
      Stuttgart,wo der größte Arbeitgeber der Region,Daimler Benz,beheimatet ist mit Dieselfahrverboten belegt.
      Ein junges Mädl mit Null Erfahrung,unterstützt,wenn sie in der Welt herumtingelt und wissenlos übers Klima wettert.
      Die Dame aber nie ein Wort darüber verloren hat,das der Luft oder Schiffsverkehr die ärgsten Umweltverpester sind.
      In solch einer scheinbar heilen Welt leben wir!
      Daher mein Appell an möglichst viele Menschen die auch Konsumenten sind.
      Konsumverhalten ein wenig überdenken oder ändern und darauf achten,wo der hartverdiente Euro hingeht.

      Strasser Franz

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