Produktionsprozess IV

Konfektion

Die vierte Produktionsstufe bildet den Abschluss der textilen Fertigung und verbindet handwerkliche Verarbeitung mit kontinuierlicher Weiterentwicklung. In dieser Phase geht es nicht mehr um Rohmaterial oder Stoffeigenschaften, sondern um das Zusammenspiel aller vorhergehenden Schritte. Hier zeigt sich, wie gut Strickerei, Ausrüstung und Konfektion ineinandergreifen. Gleichzeitig entstehen neue Modelle, optimierte Verarbeitungstechniken und verbesserte Abläufe. Kurze Wege zwischen Fertigung und Entwicklung ermöglichen eine direkte Rückkopplung: Erkenntnisse aus dem Produktionsalltag fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung ein. Schritt 4 steht damit nicht nur für Fertigstellung, sondern auch für Stabilität, Kontrolle und langfristige Produktqualität.

"In Burladingen werden täglich bis zu ca. 6.000 Artikel gefertigt."

Näherei

Im Nähsaal werden die zugeschnittenen Einzelteile zu fertigen Kleidungsstücken zusammengesetzt. Dabei treffen handwerkliche Erfahrung und technische Prozessführung aufeinander. Jeder Arbeitsschritt ist klar definiert und folgt einer festgelegten Reihenfolge. Unterschiedliche Nähmaschinen kommen je nach Material, Nahtart und Funktion zum Einsatz. Laufkarten und digitale Erfassungssysteme begleiten den Prozess und sorgen dafür, dass Arbeitsschritte nachvollziehbar bleiben. So lässt sich jederzeit erkennen, welche Schritte durchgeführt wurden und wo ein Produkt entstanden ist. Diese Struktur schafft Prozesssicherheit, ohne die Flexibilität des Handwerks einzuschränken. Abweichungen können früh erkannt und direkt korrigiert werden, was zu einer gleichbleibend hohen Verarbeitungsqualität führt.

Entwicklungsabteilung

In der Entwicklungsabteilung werden neue Modelle, Schnitte und Verarbeitungslösungen erarbeitet. Materialien werden getestet, Passformen überprüft und Details so lange angepasst, bis Funktion, Tragegefühl und Verarbeitung harmonieren. Dabei spielt die Nähe zur Fertigung eine zentrale Rolle: Neue Ideen werden nicht isoliert entwickelt, sondern unter realen Produktionsbedingungen bewertet. So zeigt sich früh, ob ein Konzept technisch umsetzbar und dauerhaft reproduzierbar ist. Die Entwicklungsabteilung dient damit als Schnittstelle zwischen Gestaltung und Produktion. Sie stellt sicher, dass neue Produkte nicht nur gestalterisch überzeugen, sondern sich auch effizient und qualitätsstabil fertigen lassen. Entwicklung wird so zu einem fortlaufenden Prozess, der die gesamte Produktion kontinuierlich verbessert.

Fertigung und Endkontrolle


In der Linien und Modulfertigung entstehen Kleidungsstücke in klar strukturierten und zugleich flexiblen Abläufen. Während in der Linienfertigung einzelne Arbeitsschritte in fester Reihenfolge organisiert sind, werden in der Modulfertigung mehrere Verarbeitungsschritte innerhalb eines Fertigungsmoduls zusammengefasst. Ein Team begleitet das Kleidungsstück dabei über mehrere Stationen hinweg und trägt eine hohe Verantwortung für das Endergebnis. Diese Fertigungsform eignet sich besonders für kleinere Serien, variantenreiche Modelle oder komplexere Artikel und ermöglicht schnelle Anpassungen im laufenden Prozess. So verbinden sich Effizienz und handwerkliche Präzision zu einer differenzierten Produktfertigung.

Bevor ein Kleidungsstück die Produktion verlässt, durchläuft es die Endkontrolle. Zu Beginn werden Barcodes und Hangtags angebracht beziehungsweise auf korrekte Zuordnung und Position geprüft. Anschließend erfolgt die umfassende Qualitätsprüfung. Abstehende Fäden werden entfernt und Nähte bei Bedarf nachgearbeitet. Abschließend wird das Kleidungsstück sorgfältig geprüft und für eine ordnungsgemäße Weitergabe vorbereitet. Dieser letzte Schritt stellt sicher, dass jedes Produkt den definierten Qualitätsanforderungen entspricht und in einwandfreiem Zustand ausgeliefert wird.

Jede Veredelungsart stellt unterschiedliche Anforderungen an Material, Oberfläche und Beanspruchung. Die Wahl des passenden Verfahrens entscheidet darüber, wie es sich anfühlt und wie es sich im täglichen Gebrauch verhält. Nach der Veredelung werden die Teile im Nähsaal zusammengesetzt. So verbindet sich technische Verarbeitung mit klarer Zuordnung bereits vor der finalen Fertigung.
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Zuschneiderei

Vorheriger Prozess

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Veredelung

Nachfolgender Prozess

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Klimaneutraler Versand

Familienunternehmen

14 Tage Rückgaberecht

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Umweltbewusst

Arbeitsplatzgarantie