Produktionsprozess III

Zuschneiderei

In der Zuschneiderei wird aus der vorbereiteten Stofffläche die konkrete Grundlage für jedes einzelne Kleidungsstück geschaffen. Hier entscheidet sich, wie präzise ein Modell später zusammengesetzt werden kann. Der Stoff wird lagenweise ausgelegt, sorgfältig ausgerichtet und auf Maß kontrolliert, bevor der computergesteuerte Zuschnitt erfolgt. Digitale Schnittdaten geben dabei exakt vor, wo jede Kontur verläuft und wie die Teile optimal im Stoff platziert werden. Ziel ist eine hohe Maßgenauigkeit bei gleichzeitig effizienter Materialnutzung. Nur wenn der Zuschnitt präzise erfolgt, lassen sich Nähte sauber schließen und Passformen zuverlässig einhalten. Die Zuschneiderei bildet damit die technische Grundlage für eine gleichbleibende Qualität in der weiteren Verarbeitung.

"Das Messer muss nach 2 Arbeitstagen ausgewechselt werden."

CAD

Alle Schnitte werden digital konstruiert und verwaltet. Passformen, Größenreihen, Nahtverläufe und konstruktive Details entstehen am Bildschirm und werden zu optimierten Schnittlagebildern zusammengeführt. Diese digitale Planung ermöglicht eine effiziente Nutzung des Stoffes und sorgt dafür, dass Zuschnitte präzise vorbereitet sind. Änderungen an Schnitten lassen sich schnell umsetzen und reproduzierbar auf weitere Größen übertragen. CAD verbindet gestalterische Anforderungen mit technischer Machbarkeit und stellt sicher, dass jeder Zuschnitt exakt den definierten Vorgaben entspricht. Damit bildet die digitale Schnittentwicklung die Grundlage für eine gleichbleibende Qualität in der weiteren Verarbeitung.

Zuschneidetische

In der Zuschneiderei wird der Stoff faltenfrei und verzugsfrei in mehreren Lagen ausgelegt. Je nach Material und Qualität können die Lagen dabei bis zu 150 Stofflagen hoch gestapelt werden. Anschließend werden die Lagen nicht mechanisch fixiert, sondern mittels Vakuumtechnik stabilisiert. Dadurch bleibt das Material exakt positioniert und kann präzise zugeschnitten werden. Computergesteuerte Zuschnittsysteme arbeiten mit hoher Genauigkeit und stellen sicher, dass alle Teile maßgleich sind. Nur wenn der Zuschnitt exakt erfolgt, lassen sich Nähte sauber zusammensetzen und Passformen zuverlässig einhalten. Auch der Verschnitt wird systematisch weiterverarbeitet. Ein Teil wird intern genutzt und zu kleineren Artikeln wie Mützen oder Putztüchern verarbeitet. Ein weiterer Teil wird an externe Unternehmen abgegeben, die das Material weiterverwerten. So bleibt der Materialfluss nachvollziehbar und die Nutzung der eingesetzten Rohstoffe wird sinnvoll fortgeführt.

Einrichterei

In der Einrichterei werden die zugeschnittenen Teile zusammengeführt und für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Die einzelnen Zuschnittteile werden gebündelt und zu produktionsreifen Einheiten zusammengestellt. Jedes Bündel erhält eine Konfektionskarte, die alle relevanten Informationen für die nachfolgenden Arbeitsgänge enthält. Auf der Konfektionskarte sind unter anderem die Artikelnummer, die durch diese Lagen hergestellt wird, die Farbnummer, die Größe des Artikels sowie die Stückzahl der jeweiligen Lagen vermerkt. Diese Angaben sorgen dafür, dass alle weiteren Verarbeitungsschritte eindeutig zugeordnet werden können. Die Bündel werden anschließend geordnet an die Nähfertigung weitergegeben. Die Einrichterei stellt sicher, dass Material, Informationen und Arbeitsabläufe klar strukturiert sind und die Produktion nachvollziehbar und effizient fortgesetzt werden kann.
Sind die einzelnen Teile präzise zugeschnitten und sortiert, beginnt der nächste Schritt der Verarbeitung. In der Konfektion werden die vorbereiteten Zuschnitte zusammengesetzt und zu einem tragbaren Kleidungsstück verarbeitet. Hier greifen Passform, Verarbeitung und Nahtführung ineinander und aus einzelnen Stoffteilen entsteht ein fertiges Produkt.
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Aurüstung

Vorheriger Prozess

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Konfektion

Nachfolgender Prozess

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